Fachschaft Sozialwissenschaften

[ Archiv: 2004 ]


Meldung vom 30.11.2004 [ Nach unten ]

"Bettelarm" in der Kölner Fußgängerzone - in Zusammenarbeit mit RTL

Wie fühlt man sich als Bettler in Zeiten knapper Kassen und schlechter Konjunkturaussichten?

RTL-Tontechniker und -Kamerafrau Bereits im Sommer 2004 hatten sich mehrere Oberstufenschülerinnen und -schüler des St.-Ursula-Gymnasiums diese Frage gestellt und sich deshalb im Rahmen eines sozialwissenschaftlichen Experiments als "Bettler" in die Fußgängerzonen von Attendorn und Gummersbach gesetzt, um die Spendenbereitschaft der Bevölkerung zu prüfen. - Pünktlich zum ersten Advent wurde das "Bettelarm" betitelte Projekt nun am Samstag, dem 27.11.2004, in größerem Umfang in der Kölner Innenstadt fortgeführt.

30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 bis 13 gliederten sich zu diesem Zweck in mehrere Teams. Team 1 bis 6 bestanden jeweils aus einem (männlichen oder weiblichen) "Bettelagenten", zwei Beobachterinnen und zwei Leibwächtern. Team 7 war um ein "Bettlerpaar" gruppiert. Und Team 8 zog durch die Fußgängerzone und versuchte, echte Bettler nach ihren Lebensverhältnissen zu befragen. Alle Teams waren mit Beobachtungsbögen, Fotoapparaten und Diktaphonen ausgestattet.

Die "Bettler" wurden mit unterschiedlichen Pappschild-"Legenden" jeweils für etwa zwei Stunden platziert, in der Regel aber nicht mehr als zwei oder drei Personen gleichzeitig. Eine Besonderheit: Die meisten Bettelagenten waren zeitweilig mit einer versteckten Kamera verkabelt; denn ein RTL-Fernsehteam war die ganze Zeit dabei und drehte für "Guten Abend RTL".

Zu sehen war der Bericht am 30.11.2004 zunächst in der Regionalausgabe von "Guten Abend RTL", zwei Tage später dann auch in den bundesweit ausgestrahlten Nachrichtenmagazinen von RTL und RTL2.

Die folgenden Fotos vermitteln einige Eindrücke von der Aktion.

Nina: "Jesus lebt! Ich bete für euch." Jan: "Geben Sie mir eine Chance für ein neues Leben!"
Janina und Stefan: "Junges Paar (bald mit Kind) bittet um Hilfe" Laura: "Habe nichts mehr. Weiß nicht wohin"
Ivonne: "Gefallener Engel bittet um eine Spende" Christian: "Ich will überleben!"
Jasmin: "Habe Handyschulden. Bitte helft!" Jasmin wird vom RTL-Team verkabelt

Einsatzorte: Schildergasse, Hohe Straße, Domplatte


Meldung vom 1.10.2004 [ Nach unten ]

"Mars Mission" kommt zu internationalen Ehren

Im Aulakeller Als im Frühjahr 2004 am St.-Ursula-Gymnasium die "Mars Mission" stattfand, erregte dieses Projekt landesweit viel Aufmerksamkeit. WDR und RTL berichteten in sechs Fernsehsendungen; der WDR Siegen lud zu einem Studiointerview; und auch Hörfunk und Presse waren mit von der Partie.

Nun hat es den Anschein, als komme das Aulakeller-Experiment darüber hinaus auch noch zu internationalen Ehren; denn Anfang 2005 berichtet die Zeitschrift "Juma" über die "Mission". Klaus-Martin Höfer, freier Journalist und Autor des Artikels, war seinerzeit einer der zahlreichen Pressevertreter, die das "Mars-Raumschiff" besuchten.

Dass "Juma" in Deutschland nahezu unbekannt ist, hat nichts zu sagen. Denn dafür kennt man diese Zeitschrift überall sonst auf der Welt: Das Jugendmagazin (daher auch der Name Ju-Ma) wird international an allen deutschsprachigen Schulen im Ausland vertrieben.

Mit anderen Worten: Aus der "Mars Mission" lassen sich nicht nur soziologische Erkenntnisse ziehen; sie ist offenbar auch noch bestens geeignet, um die Menschen rund um den Globus Deutsch zu lehren.

Das nebenstehende Foto zeigt "Raumfahrer" Peter Beul während des Experiments im Gespräch mit dem "Juma"-Journalisten Höfer.

Nähere Informationen zu "Juma" findet man unter http://www.juma.de.


Meldung vom 27.9.2004 [ Nach unten ]

St.-Ursula-Gymnasium stellt Siegerteam im internationalen Wettbewerb "Join Multimedia 2004"

1400 Einsendungen aus 30 Ländern verzeichnete der europaweit ausgeschriebene Siemens-Wettbewerb "Join Multimedia 2004" - fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Auch sonst stand der Wettbewerb unter verschärften Bedingungen: Statt der sechs Kategorien des Jahres 2003 waren diesmal nur vier ausgelobt; da war die Chance, auf einen der oberen Plätze zu kommen, eigentlich recht gering.

Join Multimedia-Siegerteam 2004 (© Siemens) Entsprechend groß war die Freude, dass es dem Gewinnerteam des Vorjahres auch diesmal wieder gelungen ist, auf das Siegertreppchen vorzudringen. In der Kategorie "Long Run/Altersklasse 1" konnten Niklas Bein, Julia-Kristin Klein, Stefan Röben und Kerstin Rüenauver, diesmal verstärkt um Jonas Warns, den mit insgesamt 1400 Euro dotierten dritten Platz für sich verbuchen.

Die eingereichte Computer-Präsentation "Helden auf Abruf" rückt die Arbeit der Feuerwehr in den Blickpunkt. Die Dokumentation wurde in enger Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Attendorn und Plettenberg, mit dem Feuerwehrmuseum Attendorn sowie im Kontakt mit mehreren in- und ausländischen Feuerwehren erstellt. Sie bietet vielfältige Einblicke in die Geschichte, die Struktur und den Alltag der Wehr, widmet sich aber in diversen Interview-Mitschnitten vor allem dem Selbstverständnis der Feuerwehrleute (insbesondere im Angesicht der Ereignisse vom 11. September 2001).

Abholen durften die fünf Sieger ihren Preis in München. Vom 24. bis zum 27. September verbrachten sie in Begleitung ihres Betreuungslehrers Frank Kugelmeier vier erlebnisreiche Tage in der bayerischen Landeshauptstadt. Neben der Siegerehrung am 25.9. standen Besuche des Münchener Flughafens, der Neuen Pinakothek und des Musicals "Saturday Night Fever" im Circus-Krone-Bau auf dem Programm. Auf einer Präsentationsmesse in den Goldberg-Studios stellten die Schülerinnen und Schüler zudem ihr Siegerprojekt vor.

Das nebenstehende Foto zeigt das Siegerteam des St.-Ursula-Gymnasiums zusammen mit der Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz, Ministerin Doris Ahnen, während der Preisverleihung am 25.9.2004 in München.

Die folgenden Fotos vermitteln einige Eindrücke von der Präsentation, der Siegerehrung und der anschließenden Party.

Messestand des St.-Ursula-Gymnasiums Beim Betrachten der Konkurrenz-Shows

Präsentation der Wettbewerbsbeiträge

 
Julia-Kristin Klein Stefan Röben
Light Show Niklas Bein, Kerstin Rüenauver, Julia-Kristin Klein
Niklas Bein Jonas Warns

Sieger-Party


Meldung vom 21.9.2004 [ Nach unten ]

WDR filmt Recherchen des Siemens-Gewinnerteams in der Feuerwache Plettenberg

Europaweit ein dritter Platz bei "Siemens Join Multimedia 2004", dazu das einzige Gewinnerteam aus Nordrhein-Westfalen - diese Nachricht weckte nicht nur das Interesse der örtlichen Presse, sondern auch des Fernsehens. Ein Schülerteam, das die Befindlichkeit von Feuerwehrleuten untersucht, macht Eindruck. So jedenfalls sah es Mike Külpmann, TV-Journalist beim WDR Siegen. Und so bat er das Wettbewerbsteam, die wichtigsten Recherchen für die Kamera noch einmal nachzustellen.

Am 21. September, vier Tage vor der Fahrt des Teams nach München, war es dann so weit. Gedreht wurde in der Feuerwache Plettenberg. Alles das, was längst erledigt schien, fand noch ein zweites Mal statt: Hauptbrandmeister Bergmann wurde erneut interviewt (und musste sich erst mühsam daran erinnern, was er beim ursprünglichen Interview gesagt hatte), Niklas Bein "filmte" mit (ausgeschalteter) Schul-Videokamera noch einmal die Autos der Wache und wurde dabei seinerseits gefilmt. Fünf Mal mussten die Angehörigen der Feuerwache "Alarm" üben und sich ihre Schutzanzüge überstreifen; und drei Mal fuhren die Tanklöschfahrzeuge medienwirksam über den Hof. Zum Abschluss wurden dann noch alle Teammitglieder im Sitzungraum vor laufendem Computer interviewt, als hätten sie ihre umfangreichen Programmierarbeiten gleich vor Ort erledigt.

Drei Stunden lang wurde gedreht; dann war alles im Kasten und das WDR-Team schien zufrieden. Viel Aufwand; denn der geplante Filmbeitrag sollte nur eine Länge von drei Minuten haben. Zu sehen war er dann am 27. September abends in der "WDR Lokalzeit Südwestfalen".

Die folgenden Fotos spiegeln einige Impressionen vom "Drehort" wider.

Alarmübung für den WDR Niklas Bein mit 55.000-Euro-Kamera
In der Feuerwache Interview mit Mike Külpmann

WDR-Aufnahmen in der Feuerwache Plettenberg


Meldung vom 19.7.2004 [ Nach unten ]

Erster Platz bei "Move It!", dem fächerübergreifenden Projekt Sozialwissenschaften/Sport

move it! - Logo Vor den Sommerferien hieß es im Juli 2004 noch einmal richtig sich anstrengen: Zwanzig Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 hatten an dem Unternehmensplanspiel "Move It!" teilgenommen, das die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen ausgeschrieben hatten und das nun fulminant enden sollte.

Das Besondere an dem Projekt: Es wurde nicht nur mit dem Kopf gearbeitet, sondern auch mit den Füßen. Zu "Move It!" gehörte nicht nur das Jonglieren mit betriebswirtschaftlichen Kennziffern; vielmehr hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch ein Lauftraining zu absolvieren, das in einem Abschlusslauf von 8,5 Kilometern rund um die Netphener Obernau-Talsperre gipfelte.

Leider fand dieser Lauf bei strömendem Regen und drohendem Gewitter statt. Dennoch "erwirtschafteten" und "erliefen" sich die Angehörigen des St.-Ursula-Gymnasiums einen ersten Platz. Sie erhielten Gutscheine für Sportartikel im Gesamtwert von 1.000 Euro; für die Schule gab es zusätzlich 200 Euro Cash.

Herzlichen Glückwunsch den Siegern und Dank an die Veranstalter!


Meldung vom 4.4.2004 [ Nach oben ]

"Mars Mission" im Aulakeller - ein Experiment

Ein Arrangement, das Beklemmungen auslöst: anderthalb Dutzend Menschen, fünf Tage lang in einem Keller eingesperrt auf engstem Raum, ohne Tageslicht, Uhren, Radio und Fernsehen und damit ohne ein Empfinden für den "natürlichen" Tag-und-Nacht-Rhythmus, dazu ohne Handy und aktuelle Nachrichten, mithin ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt.

Die Versuchspersonen im Aulakeller Was auf den ersten Blick an ein Szenario in einem Bunker, einem U-Boot, einem Raumschiff oder auch in einem Horror-Film erinnert, ist jedoch nichts anderes als die Versuchsanordnung eines Experiments, das die Fachschaft Sozialwissenschaften/Politik im März 2004 am St.-Ursula-Gymnasium Attendorn durchführte.

Unter der griffigen Bezeichnung "Mars Mission" wollten 19 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 testen, wie Menschen eine Situation bewältigen, in der sie - wie etwa bei einem Raumflug - über eine längere Zeitspanne hinweg in beengten Verhältnissen unter Ausschaltung des gewohnten Wechsels von Tag und Nacht miteinander auskommen müssen. Zu diesem Zweck ließen sie sich vom 25. bis zum 30. März im zuvor entsprechend hergerichteten Aulakeller der Schule einschließen.

Begleitet und betreut wurde der Versuch von zwei Oberstufenschülerinnen, die das Verhalten der Versuchspersonen akribisch aufzeichneten und anschließend umfangreiche Facharbeiten über die "Mission" schrieben. Unterstützt wurden sie in ihrer Arbeit von einigen Mitschülerinnen und Mitschülern sowie vom Fachlehrer.

Auch die Medien - Presse, Rundfunk und Fernsehen - zeigten landesweit reges Interesse. Neben etlichen Reportagen in Zeitungen und im WDR-Hörfunk sendeten das WDR-Fernsehen und RTL immerhin sechs verschiedene TV-Berichte und ein Live-Studiogespräch. Zusammen mit der etwa 150 Druckseiten starken Internet-Präsentation des Versuchs dürfte die "Mars Mission" zurzeit das wohl am besten dokumentierte sozialwissenschaftliche Experiment an einer deutschen Schule sein.


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2004-2010