Zurück Inhalt Seitenende

Zur Übersicht

Marktwirtschaft


Inhalt:

1.      Grundelemente jeder Wirtschaftsordnung
1.1    Produktionsfaktoren
1.2    Arbeitsteilige Produktion
1.3    Wirtschaftliche Ziele


1. Grundelemente jeder Wirtschaftsordnung

Im Hinblick auf die in jeder Wirtschaftsordnung notwendige Produktion von Gütern lassen sich drei Fragen stellen:

  1. Was dient der Produktion?
  2. Wie wird produziert?
  3. Wozu wird produziert?

Gefragt wird also nach

  1. den Produktionsfaktoren,
  2. der Produktionsweise,
  3. den wirtschaftlichen Zielen.

1.1 Produktionsfaktoren

Produktionsfaktoren sind:

ARBEIT:Arbeit wird ausgeführt von Arbeitskräften mit unterschiedlichen Qualifikationen; man unterscheidet zweckgerichtete körperliche und geistige Arbeit.
KAPITAL:Unter Kapital versteht man produzierte Produktionsmittel:
  • Gebäude,
  • Maschinen,
  • Anlagen,
  • Werkstoffe (z. B. Rohlinge),
  • Lagerbestände,
  • künstliche Verkehrswege u.a.
NATÜRLICHE RESSOURCENAls natürliche Ressourcen bezeichnet man nicht vermehrbare natürliche Quellen:
  • Topographie (Gebirge, Flachland usw.),
  • Bodenschätze,
  • Agrar-Anbauflächen, Boden,
  • natürliche Wasserwege,
  • Energiequellen,
  • Klima u.a.

1.2 Arbeitsteilige Produktion

Als Produktionsweise ist in allen modernen Gesellschaften die arbeitsteilige Produktion zu beobachten. Diese lässt sich unter einem technologischen und unter einem sozialen Aspekt betrachten:

Technologischer Aspekt

ÖKONOMISCHES PRINZIP:

Jeder Wirtschaftsteilnehmer handelt im Normalfall gemäß einem ökonomischen Doppelprinzip (Rationalitäts-Prinzip),
(1) dem Minimalprinzip: ein bestimmtes Ergebnis soll mit dem geringsten Mitteleinsatz erreicht werden,
(2) dem Maximalprinzip:mit begrenzten (d. h. bestimmten) Mitteln soll ein optimales Ergebnis erzielt werden.

SPEZIALISIERUNG:

Kein Wirtschaftsteilnehmer versorgt sich heutzutage autonom oder innerhalb seiner Familiengruppe (d. h. es gibt keine geschlossene Hauswirtschaft mehr). Vielmehr sind heutige Gesellschaften hochgradig arbeitsteilig; sie legen ihren Mitgliedern spezialisierte Teilverrichtungen innerhalb eines komplexen Produktionsprozesses nahe.

GÜTERAUSTAUSCH:

Die Spezialisierung schafft eine Abhängigkeit der Mitglieder einer Gesellschaft untereinander: man ist auf von anderen Mitgliedern produzierte Güter angewiesen. Um diese zu erlangen, muss man eigene Güter zum Tausch anbieten. Ein derartiger Tausch stellt sich dar als

Der Tausch mit Geld ist ein Kennzeichen entwickelter Gesellschaften; der Vorteil des Geldes liegt darin, dass es nicht nur als Tauschmittel, sondern auch als Recheneinheit und Wertspeicher verwendet werden kann.

Sozialer Aspekt

EIGENTUMSVERHÄLTNISSE

Im Produktionsprozess lassen sich folgende Eigentumsverhältnisse unterscheiden:

HERRSCHAFTSVERHÄLTNISSE

Die sich im Produktionsprozess manifestierenden Eigentumsverhältnisse verursachen charakteristische Herrschaftsverhältnisse (so kann sich eine Gesellschaft z. B. in - herrschende - Nichtarbeitende, doch Besitzende und - beherrschte - Arbeitende, doch Nichtbesitzende spalten). Im Rahmen dieser Herrschaftsverhältnisse kann die Verteilung des Arbeitsertrags gemeinschaftsbestimmt oder herrschaftsbestimmt sein:

ENTFREMDUNG

Wenn der Anteil eines Individuums an der Produktion nicht mit seinem Anteil am produzierten Gut übereinstimmt, kann es zu Entfremdungen kommen. Marx/Engels unterscheiden vier Formen der Entfremdung:

  1. Entfremdung vom (End-)Produkt,
  2. Entfremdung vom Akt der Produktion,
  3. Entfremdung von sich selbst (d.h. von sich als einem "Gattungswesen Mensch"),
  4. Entfremdung vom Mitmenschen.

1.3 Wirtschaftliche Ziele

Man unterscheidet Mikroziele und Makroziele:


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2003-2010

Zurück Inhalt Seitenanfang