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12. Fazit

Welche Erkenntnisse lassen sich nun aus unserem Projekt ziehen? - Zunächst einmal die, dass das Spendenverhalten der Passanten auf den ersten Blick keinen einfachen Regeln folgte: In denselben Einkaufsstraßen wurden hohe, aber auch niedrige Beträge gegeben. Vormittags, über Mittag und nachmittags ließen sich zum Teil ähnlich viele Spenden einfahren. Vom Geschlecht der Almosenempfänger schien die Hilfsbereitschaft der Vorübergehenden ebenfalls nicht zwingend abzuhängen: Die weiblichen Bettelagenten gehörten teils zu den "Spitzenverdienern" (Laura), teils aber auch zu den "Verlierern" des Versuchs (Jasmin, Nina); die männlichen Agenten (Jan, Christian) bewegten sich mit ihren Einnahmen im Mittelfeld. Und nicht nur mit "normalen", sondern selbst mit "schrägen" Bettellegenden (Ivonne) ließ sich einiges an Umsatz machen.

Wenn wir im Folgenden dennoch versuchen, etwas Ordnung in das "Gesetz des Straßendschungels" zu bringen, dann unter der Maßgabe, dass unsere Studie natürlich erst ein Anfang ist und dass die Untersuchungsergebnisse durch Folgeprojekte modifiziert, gegebenenfalls auch falsifiziert werden können. Neun - vorläufige - Erkenntnisse sind es, die uns bemerkenswert erscheinen:

(1) Das vielleicht wichtigste Resultat unseres Projekts: Betteln, um das nackte Überleben zu sichern, weil einem von anderer Seite nicht geholfen wird, musste in Köln niemand - jedenfalls niemand, der einen deutschen Pass hatte. Diese Aussage mag zwar apodiktisch klingen; doch lassen unsere Studien keinen anderen Schluss zu. Die meisten der von uns befragten einheimischen Bettler gaben auch rundheraus zu, dass sie "Sozialhilfe", also staatliche Unterstützung, bekämen und das Betteln nur ein Zuverdienst sei, um dem hart am Existenzminimum geführten Leben auch etwas Positives abgewinnen zu können.
   Selbst der Bettler, der sich als Spielball im "Streit zwischen den Ämtern" sah, signalisierte zugleich, dass er nicht außerhalb der staatlichen Obhut stehe, sondern vielmehr auf die Nachzahlung der bisher noch nicht erfolgten behördlichen Leistungen vertraue.
   Wenn, wie wir feststellen konnten, einige (wenige) Almosenempfänger auf die Leistungen des Staats dezidiert verzichteten, so geschah dies aus zum Teil nur schwer nachvollziehbaren Gründen. Davon wolle sie sich nicht abhängig machen, ließ eine befragte Bettlerin verlauten. In einem anderen Fall, so unser Eindruck, fehlte es ganz einfach am "Know-how" des Bedürftigen, mit den Behörden umzugehen.
   Hier wäre der Staat dann allerdings gefordert, diese Kommunikationsstörungen zu beheben. Eine Gratwanderung; denn andererseits ist unser Gesellschaftssystem so angelegt, niemanden "zu seinem Glück zu zwingen". "Wir erreichen viele dieser Menschen nicht mehr", erklärte uns in diesem Zusammenhang der Kölner Stadtdirektor dann auch etwas resignativ. "Wir sind froh, wenn wir wenigstens ihre Gesundheit sicherstellen können."

  Buy nothing... - Foto (c) Julian Hageböck
Zeitgleich mit unseren Bettelagenten trat in der City eine Gruppe von "Konsumgegnern" auf. Sie forderten die Passanten zum Kaufverzicht auf und erklärten den Adventssamstag zum "Buy nothing day".
(2) Zweite Erkenntnis: Die Passanten spendeten tatsächlich. So unsolidarisch, wie unsere Gesellschaft gelegentlich dargestellt wird, ist sie offenbar nicht. Keiner unserer Bettelagenten ging völlig leer aus; selbst im "Handyschulden"-Szenario wurde gegeben. Mitunter waren die überlassenen Geldbeträge sogar ausgesprochen großzügig (Fünf- bzw. Zehn-Euro-Scheine).
   Ob man die insgesamt 83 Spender, die unseren Agenten gaben, angesichts von Zehntausenden in der Fußgängerzone als viel oder als wenig bezeichnet, ist eine Ermessensfrage. Immerhin hätten die Einnahmen ausgereicht, um den Bettelagenten im Falle echter Bedürftigkeit für einen Tag ein Auskommen zu sichern. Dies erstaunte uns umso mehr, als unsere "Bettler" ja nicht ortsbekannt waren, damit auch keine "Stammkunden" hatten und man ihnen außerdem angesichts ihres sichtlich jungen Alters ihre Bedürftigkeit hätte absprechen können.
   Begründet lagen die Spenden zwar zum Teil in der Annahme, der bzw. die Betroffene sei tatsächlich bedürftig, weil "unverschuldet in Not geraten". Andererseits war aber etlichen Passanten durchaus bewusst, dass sie dem jeweiligen Bettler lediglich ein Zubrot lieferten. Augenscheinlich war es jedoch gerade das "schöne Leben", das sie ihm - neben dem puren Überleben - sichern wollten.
   So erklärte ein Spender im siebten Szenario ausdrücklich, das "junge Paar" solle sich mit seiner Spende von 10 Euro einen "schönen Tag" machen. Die Aussicht, der Almosenempfänger könne die Gabe möglicherweise "falsch", nämlich zum Beispiel in Alkohol anlegen, nahmen die Spender dabei durchaus in Kauf: "Warum soll er nicht Schnaps dafür kaufen! Das ist nicht so dramatisch. Wenn ich ihm ein paar Euro dafür gebe, verändere ich ja sowieso nichts."

(3) Dass die Passanten spendeten, bedeutete allerdings nicht, dass sie ihre Almosen "blind" gaben. Die Spender suchten aus. Sie versuchten sehr wohl zwischen echter und unechter Bedürftigkeit zu unterscheiden.
   Deutlich wurde dies vor allem an unserem ersten Szenario: Jasmins "Handyschulden" überzeugten kaum einen der Vorübergehenden. Im Gegenteil: Die finanzielle Situation der jungen Frau wurde vernehmbar als gerechte Strafe für ihr Verhalten angesehen. Auch Ninas "Jesus lebt!"-Legende erwies sich als wenig gewinnträchtig. Vermutlich, so jedenfalls unsere Beobachtungen, erschien vielen Betrachtern der Text zu dick aufgetragen. Möglicherweise war die Botschaft auch zu "aggressiv", da sie, indem sie das Seelenheil der Passanten thematisierte, eine zu intime Beziehung zu ihnen aufbaute und den Ruch unerwünschten Missionierens hatte.
   Demgegenüber ließen sich die Vorübergehenden von Standard-Bettelsituationen, die ihren Sehgewohnheiten entsprachen, schon eher zum Spenden verleiten. Jan, der auf eine "Chance für ein neues Leben" wartete, stellte in seiner ältlichen schwarzen Jacke, mit seiner littigen Reisetasche und seinem improvisierten Pappschild gewissermaßen den Prototyp des neuzeitlichen Bettlers dar. Ähnlich bedürftig erschien Christian ("Ich will überleben"), der ohne Jacke, nur im Pullover im eisigen Wind auf dem Boden hockte.
   Als bedürftig wurde interessanterweise aber auch der "gefallene Engel" Ivonne angesehen, deren (gewollt) unbeholfener Versuch, sich als Flügelträgerin zu stilisieren, offenkundig als Zeichen echter Hilflosigkeit gewertet wurde.
   Die weitaus größte Chance, durch bloßes "Sitzen" einen beträchtlichen Gewinn zu erzielen, bot allerdings, so unsere überraschende Erfahrung, die Inszenierung bürgerlicher Grenzsituationen. Sowohl Laura, die "höhere Tochter", die lediglich von zu Hause ausgerissen zu sein schien, als auch das "junge Paar (bald mit Kind)", der Inbegriff des bürgerlichen Idylls, stießen bei den - ebenfalls bürgerlichen - Passanten auf fast schon überwältigendes Interesse. Im Gegensatz zu den Standard-Bettelszenarien, in denen die Almosenempfänger schon "ganz unten" angekommen zu sein schienen, waren Laura, Janina und Stefan augenscheinlich gerade im Begriff, aus der gesellschaftlichen Mitte abzustürzen, was naturgemäß den "Auffang-Reflex" der Vorübergehenden - sprich: ihre Spendenbereitschaft - stärker ansprach als im Falle der bereits "Abgestürzten".

(4) Trotz ihrer kritischen Grundhaltung gegenüber Nicht-Bedürftigen spürten einige Passanten offenbar den Zwang, selbst diesen als "unwürdig" Erkannten zu spenden.
   Festmachen konnten wir diesen eigenartigen Befund am "Handyschulden"-Szenario: Eine Frau, die Jasmins Legende übersehen hatte, sprach die vermeintliche Bettlerin an. Indem sie erkannte, mit wem sie es zu tun hatte, machte sie deutliche Absetzbewegungen, sparte auch nicht mit Kritik an Jasmins Handykonsum, spendete aber letztlich doch 50 Cent. Die Intensität des geführten Gesprächs machte es ihr allem Anschein nach unmöglich, die Kommunikation ohne jede Gabe zu beenden.
   Ähnlich "irrtümliches" Spenden konnten wir auch schon in einem unserer Gummersbacher Szenarien beobachten. Dort erhielt unser Bettelagent für seine dreiste Legende "Muss später 3 Rentner versorgen - Bitte helft!" in zwei Stunden immerhin viereinhalb Euro.

(5) Will man die Frage nach dem Spendenaufkommen auf den Punkt bringen, dann kann man die typischen Einnahmen eines Bettlers in Köln unter günstigen Bedingungen (belebte City, gutes Wetter) auf etwa acht bis achteinhalb Euro pro Stunde beziffern.
   Anders formuliert: Im Schnitt konnten die in Köln tätigen Bettelagenten in einer gewöhnlichen, unspektakulären Bettelumgebung in zwei Stunden etwa 14 bis 19 Euro einnehmen. Diese Werte entsprechen in etwa unseren Erfahrungen aus den Experimenten in Attendorn und Gummersbach; dort lagen die Einnahmen freilich etwas höher, nämlich bei knapp 12 Euro (plus ca. 4 Euro in Naturalien) bis gut 23 Euro.
   "Falsche" Bettellegenden, so unsere Beobachtung, ließen die Einnahmen allerdings empfindlich sinken, wohingegen man in einer idealen Bettelsituation das Spendenvolumen gut und gerne auch auf 43 Euro in zwei Stunden steigern konnte. Interessant war, dass dieser Wert in den Szenarien 5 und 7 auf ganz unterschiedliche Weise erzielt wurde. Während sich die 43 Euro in Szenario 7 aus den Almosen nur einiger weniger, dafür besonders "überwältigter" Spender zusammensetzten, erklärte sich der hohe Betrag in Szenario 5 aus besonders vielen kleinen Einzelspenden. Was das fünfte Szenario angeht, dürften mit den gegebenen 43 Euro die Möglichkeiten des Almosensammelns ausgeschöpft worden sein. Mehr als 27 Spender und vier zusätzliche "gesprächige" Passanten wären in zwei Stunden wohl kaum unterzubringen gewesen.
   Auffällig war, dass in der Nähe des Doms - also in den Szenarien 5, 6 und 7 - erkennbar mehr gegeben wurde als in der reinen Einkaufsmeile. Je mehr die Passanten der Enge der Kaufhausfassaden entkamen, desto spendierfreudiger wurden sie offenbar.

  Laura
Bettelagentin Laura.
(6) Das Verhältnis von Männern und Frauen unter den Spendern hielt sich weitgehend die Waage. Die Zahl der weiblichen Almosengeber lag geringfügig vorn.
   Frappierend waren in dieser Hinsicht unsere Beobachtungen der Szenarien 5, 6 und 7, die sich alle auf oder in der Nähe der Domplatte abspielten. Hier lag die Relation der Geschlechter jeweils bei etwa 45 Prozent männlichen und 55 Prozent weiblichen Spendern. In den anderen vier Szenarien waren etwa 48 Prozent der Geldgeber männlich und 52 Prozent weiblich; allerdings wichen hier die Relationen je nach Bettelumgebung bzw. Legende stark voneinander ab. So waren in Szenario 3 (Ivonne: "Gefallener Engel...") rund 7 von 10 Spendern Männer; in den Szenarien 2 (Jan: "Geben Sie mir eine Chance...") und 4 (Nina: "Jesus lebt!") hingegen 7 von 10 Gebern Frauen. Eine besondere Affinität der Spender zu dem eigenen oder dem anderen Geschlecht konnten wir vor diesem Hintergrund nicht ausmachen.
   Genau genommen hätten wir, um hier letztgültige Aussagen treffen zu können, zum Vergleich die Geschlechterrelation sämtlicher Citybesucher (also auch die der Nicht-Spender) ermitteln müssen; erst hieraus hätte sich ersehen lassen, ob Männer und Frauen überhaupt die gleiche "Chance" zum Spenden hatten. An dem Gesamtbefund, dass die Spenden de facto annähernd so häufig von Männern wie von Frauen gegeben wurden, ändert dies freilich nichts.

(7) Verschiedene Bettelumgebungen sprachen unterschiedliche Altersgruppen unter den Spendern an.
   Insgesamt war die Alterspalette der Almosengeber unseren Beobachtungen zufolge breit gefächert. Der jüngste Spender war geschätzte 4 Jahre alt (und natürlich im Auftrag seiner Mutter tätig); der älteste Geber zählte etwa 70 Jahre. Je nach Szenario differierte das (geschätzte) Durchschnittsalter der Spender jedoch beträchtlich.
   Am klarsten war die Situation in Szenario 2: Jans Geldgeber waren durchweg zwischen 40 und 65; ihr Durchschnittsalter lag bei etwa 45 Jahren. Demgegenüber sprach das "junge Paar" in Szenario 7 überwiegend jüngere Passanten, darunter häufig junge Familien, an, so dass der Altersdurchschnitt der Geldgeber (drei Kinder von etwa 4, 7 und 9 Jahren eingerechnet) hier bei nur 24 Jahren lag. Kein einziger Spender im siebten Szenario war über 50.
   Wieder andere Szenarien wiesen eine sehr uneinheitliche Altersstruktur der Spender auf. So erreichte zum Beispiel Laura (Szenario 5) mit ihrem Schild "Habe nichts mehr! Weiß nicht wohin!" sowohl Alt als auch Jung. Gleiches galt für Ivonne (Szenario 3) und Christian (Szenario 6); allerdings banden diese beiden Bettelagenten ein insgesamt etwas jüngeres Publikum als Laura.

(8) Die meisten Spender entstammten der Mittelschicht. Anders lautende Befunde aus unserem ersten Bettelprojekt konnten wir nicht bestätigen. In nahezu allen Szenarien gruppierte sich die Schar der Spender um die "mittlere Mitte". Einen spendenden Unterschichtangehörigen machten wir lediglich im dritten Szenario aus; Angehörige der Oberschicht waren unter den Spendern überhaupt nicht vertreten.
   Natürlich konnten wir die Schichtzugehörigkeit der Spender nur sehr grob schätzen. Da diese Schätzungen zudem von teils unterschiedlichen Beobachtergruppen durchgeführt wurden, sind hier zusätzliche Streuungen zu berücksichtigen. Gleichwohl lässt sich die - möglicherweise etwas sozialromantische - Annahme einer generellen "Solidarität der Armen" so nicht aufrechterhalten. Umgekehrt scheint sich das Vorurteil, dass gerade die wirklich Reichen nichts geben, zu bestätigen.
   Der Einwand, vielleicht hätten sich während des Experiments überhaupt keine Armen oder erkennbar Reichen in der Fußgängerzone aufgehalten und deshalb auch nichts geben können, sticht sicherlich nicht. Nach unseren Beobachtungen gab es genügend Situationen, in denen Vertreter auch dieser Gruppen hätten reagieren können.

(9) Die Kommunikation zwischen Bettlern und Passanten war im Übrigen merkwürdig ambivalent: Einerseits gab es kaum einen Vorübergehenden, der die Bedürftigen übersah, andererseits wurde selbst bei der Übergabe von Almosen eine bestimmte kommunikative Grenze meist nicht überschritten.
   So waren in allen von uns inszenierten Bettelsituationen, sowohl in denen vom Sommer 2004 als auch in denen vom Adventssamstag, anonyme Spenden die Regel. Allenfalls war die Übergabe von Geld oder Naturalien von einigen wenigen herzlichen, doch recht vage gehaltenen Worten begleitet. Wir erklärten uns diesen Umstand seinerzeit mit der - vielleicht auch nur unbewussten - Haltung, das Schicksal des Anderen zwar durchaus empathisch wahrzunehmen, andererseits aber nicht zu sehr an sich herankommen zu lassen, um nicht plötzlich, über die reine Spende hinaus, für diesen Anderen "verantwortlich" zu werden.
   Im Advent hatte die genannte Regel allerdings auch Ausnahmen. Anders als im Sommer, als sich tatsächlich niemand näher für das Schicksal der Bedürftigen interessierte, gab es in Köln doch einige längere Gespräche. Sie waren im Falle von Laura und Nina teilweise sogar mit Einladungen zum Essen und/oder Übernachten verbunden. Da diese Angebote ausschließlich von männlichen Passanten an weibliche Bettelagenten gerichtet waren, kann man sie natürlich leicht als Männerphantasien abtun (edler Prinz rettet armes Gänseliesel, das sich dann als "dankbar" erweisen muss); möglicherweise entsprangen sie aber auch echter Hilfsbereitschaft.
   Umgekehrt gab es weder im Sommer noch im Spätherbst gegenüber unseren Bettelagenten irgendwelche Akte offener Aggression. Außer im Falle von Jasmin, die sich wegen ihres übermäßigen Handykonsums allerlei Kommentare anhören musste, hielt sich die Kritik der Passanten am Akt des Bettelns sehr in Grenzen. Öffentlichen Unmut bekundete fast keiner. Allenfalls auf Nachfrage bekamen wir kritische Kommentare zu hören.
   Dass die Bettelsituationen "arrangiert" worden sein könnten, äußerten zwar auch einige Betrachter; die Masse der Passanten hielt die Szenarien jedoch für echt. Besonders das "junge Paar (bald mit Kind)" in Szenario 7 rief bei einigen Vorübergehenden sichtlich Erschütterung hervor. Auch wenn für diese Erschütterung objektiv gesehen kein Grund bestand (das Paar hätte bei echter Bedürftigkeit sicherlich soziale Anlaufstellen gefunden), fanden wir die Reaktionen doch bezeichnend, da sie ein Schlaglicht auf die derzeitige politische Diskussion über die Sozialgesetzgebung werfen. Offenbar trauen viele Bürger ihrem Staat inzwischen tatsächlich zu, dass er den ihm obliegenden grundlegenden Fürsorgepflichten, beispielsweise dem Schutz von Ehe und Familie, nicht mehr nachkommt.

Ergebnisse im Vergleich
Szenario Spender Geschlecht Alter Status Spenden-
betrag
(Euro)
männl.
% (abs.)
weibl.
% (abs.)
Durch-
schnitt
Min. Max. OS
% (abs.)
OMS
% (abs.)
MMS
% (abs.)
UMS
% (abs.)
US
% (abs.)
1
(Handy)
3 50 (1) 50 (1) 45 45 45 0 (-) 50 (1) 50 (1) 0 (-) 0 (-) 0,92
2
(Chance)
9 33 (3) 67 (6) 45 38 65 0 (-) 44 (4) 33 (3) 22 (2) 0 (-) 17,09
3
(Engel)
13 69 (9) 31 (4) 34 7 55 0 (-) 23 (3) 54 (7) 15 (2) 8 (1) 14,33
4
(Jesus)
7 29 (2) 71 (5) 45 14 66 0 (-) 29 (2) 43 (3) 29 (2) 0 (-) 3,50
5
(Habe nichts)
27 44 (12) 56 (15) 40 15 70 0 (-) 37 (10) 56 (15) 7 (2) 0 (-) 43,19
6
(Überleben)
13 46 (6) 54 (7) 33 15 65 0 (-) 0 (-) 77 (10) 23 (3) 0 (-) 18,95
7
(Paar)
11 45 (5) 55 (6) 24 4 50 0 (-) 9 (1) 45 (5) 45 (5) 0 (-) 42,76
In Szenario 1 konnte eine spendende Person vom Alter und Geschlecht her nicht zugeordnet werden. In Szenario 5 traten zum Teil Spenderpaare bzw. -gruppen auf; darüber hinaus ließ sich eine Person ebenfalls vom Alter her nicht zuordnen.


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2004-2010

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