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Feuerwehrausstellung "ROT oder TOT"

Eindrücke von einer Präsentation im Museum der Stadt Lüdenscheid


Ausstellungs-Logo Feuerwehrmuseen führen häufig ein Nischendasein. Sie sprechen mitunter nur Feuerwehr-Nostalgiker und -enthusiasten oder dezidierte Spezialisten an. Eine breite Öffentlichkeit über Brandgefahren, Vorbeugemaßnahmen und die Arbeit der Retter aufzuklären gelingt in dem "musealen" Kontext dagegen eher selten.

Aus diesem Grund nahmen sich die Museen der Stadt Lüdenscheid dieses Themas an. Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der dortigen Freiwilligen Feuerwehr konzipierte die Museumsleitung eine Sonderausstellung, die die Arbeit der Feuerwehrleute, die Geschichte der Stadtbrände und deren Bekämpfung sowie den Brandschutz auch für eine größere "Zielgruppe" in den Blick rückte.

Vom 5. Oktober 2003 bis zum 1. Februar 2004 präsentierten die Museen der Stadt Lüdenscheid zahlreiche Exponate, die geschickt zu einer "Reise" durch die Feuerwehrhistorie verknüpft waren. Angefangen bei der "Entstehung" des Feuers in der Welt der Neandertaler konnten die Besucher diverse Themenräume durchschreiten, in denen auch aktuelle Bezüge (etwa - unter der Überschrift "Modern Heroes" - der Einsatz der Feuerwehrleute im und am World Trade Center am 11. September 2001) nicht fehlten. Nicht ganz glücklich war indessen der Titel der Ausstellung: "ROT oder TOT". Er weckte unnötig politische Assoziationen, die durch die Präsentation natürlich nicht eingelöst wurden.

Die Exponate stammten zum Teil aus dem Lüdenscheider Raum selbst; ausgestellt wurden darüber hinaus aber ebenso Leihgaben, vor allem aus dem Westfälischen Feuerwehrmusem Hattingen (das seinerzeit gerade umgebaut wurde). Begleitet wurde die Ausstellung von einer übersichtlichen Internet-Präsentation.

Auch dieses Projekt zeigte freilich, dass sich die Arbeit der Feuerwehren nur in Teilbereichen einfangen lässt. Zwangsläufig haben sich Museen und Ausstellungen am "Gerät", an den - im wahrsten Sinne des Wortes - "begreifbaren" Gegenständen zu orientieren. Mut und Einsatzbereitschaft der Feuerwehrangehörigen, die ideellen Komponenten des Dienstes, schimmern im Rahmen derartiger Präsentationen nur sehr verhalten durch.


Königscher Rauchhelm (1887)  
  Kleinlöschfahrzeug (KLF) Heinkel
(Unikat, ca. 1950)
Horn und Blaulicht
(Detail des Heinkel-Feuerwehrwagens)
 
  VW Bully TSF (Bj. 1957) mit Tragkraftspritze
Atemschutzmaske  
  Krankenwagen Mercedes Benz 170 V (Bj. 1951)
der Berufsfeuerwehr Bochum
Schutzanzug  
  Schutzmasken-Prüfgerät
Sauerstoffgerät
zur medizinischen Versorgung
 
  Funktisch der Feuerwehr Lüdenscheid
(1954-1981)


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2004-2010

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