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Kurzinformation

Im Einsatz Wenn man vor einigen Jahren an einem beliebigen Ort in Deutschland gefragt hätte, was sich zum Begriff "Feuerwehr" assoziieren lässt, wäre die Antwort vermutlich überall ziemlich ähnlich ausgefallen: rote Drehleiterfahrzeuge, Schläuche, die weißen Helme mit dem charakteristischen Nackenschutz, das Martinshorn, vielleicht auch Blasmusik und gemütliche Feste.

Nach dem 11. September 2001 sind die Assoziationen da schon differenzierter. Die Zahl von 343 im Rettungsdienst verstorbenen Feuerwehrleuten hat sich tief ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Der Anschlag auf die Twin Towers und die anschließende Rettungsaktion haben unvermittelt klar gemacht, dass hinter jedem scheinbar geschäftsmäßigen Einsatz - nicht nur auf der Seite der zu Rettenden, sondern auch und gerade auf Seiten der Helfer - persönliche Schicksale stehen, dass aus den Rettern binnen Sekunden selbst Opfer werden können.

Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen versucht die vorliegende Dokumentation vor allem den psychologischen Aspekt des Feuerwehrdienstes aufzuarbeiten und der seelischen Befindlichkeit der Feuerwehrleute - zumindest in Deutschland - nachzuspüren.

Als Methode wendet die der Dokumentation zugrunde liegende Untersuchung dabei die Befragung an, und zwar einerseits das standardisierte schriftliche Interview, andererseits die offene mündliche Befragung.

Schriftlich befragt wurden 14 Angehörige der Jugendfeuerwehr Plettenberg. Im Gegensatz zur Attendorner Jugendfeuerwehr nimmt die Plettenberger Gruppierung auch weibliche Kräfte auf. So konnten dort außer zehn Jungen auch vier Mädchen als Interviewpartner gewonnen werden.

Einzelgespräche wurden darüber hinaus mit zwölf weiteren Personen geführt, hauptsächlich mit aktiven Feuerwehrleuten, aber auch mit Personen aus dem Umfeld des aktiven Dienstes (d. h. Unfallseelsorgern, Feuerwehrmusikern sowie Museumsleitern).

Die Gespräche waren anhand von Leitfragen vorstrukturiert. Je nach Gesprächspartner wurden allerdings unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt oder zusätzliche Aspekte in das Gespräch eingebracht. Die Interviews dauerten jeweils etwa 20 bis 25, in Einzelfällen aber auch bis zu 70 Minuten.

Die Leitfragen bezogen sich auf folgende Themenkomplexe:

Die Mitschriften der mündlichen Interviews werden hier leicht gekürzt veröffentlicht; die Ergebnisse der schriftlichen Befragung sind in Tabellenform ausgewiesen.


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2004-2010

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