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Brandschutz

Auch wenn man die gewissenhaftesten Vorkehrungen trifft, um eine Anlage gegen Feuer zu schützen, so kann die Entstehung eines Brandes doch nie vollständig ausgeschlossen werden. Für ein Schadenfeuer genügen drei Ausgangsbedingungen:

Prävention

Das erste Ziel des Brandschutzes ist es natürlich, Brände zu verhindern. Falls dennoch der Brandfall eintritt, so ist das zweite Ziel des Brandschutzes, die Schäden zu minimieren. Maßnahmen zum vorbeugenden baulichen und betrieblichen Brandschutz ergeben sich in Deutschland aus den Landesbauordnungen (LBO), dem Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften- und Regelwerk (BGVR) sowie den VdS-Regeln.

Zum vorbeugenden baulichen Brandschutz gehören:

Zum betrieblichen Brandschutz gehören:

www.brandschutz.de

Löschtechniken

Löscheinsatz Es gibt viele Möglichkeiten, Brände zu löschen. Hier eine Auswahl.

Wasser wird bei niedrigen Temperaturen (d. h. unter 1000 °C) angewandt. Mit Schläuchen wird das Wasser unter Druck auf den Brandherd gespritzt, um ihn abzukühlen.

Besonders Zimmerbrände sind mit den kräftigen Strahlrohren der Klassen C und B kaum ohne eine Zerstörung der Einrichtung zu löschen. Bei einem Hohlstrahlrohr, das wie eine Gartenschlauchdüse funktioniert, kann man die Durchflussmenge und den Sprühwinkel grob einstellen. Somit kann man der Situation entsprechend löschen.

Effektiver als ein breiter Wasserfluss ist die Zerstäubung in winzige Tropfen, die eine große Oberfläche haben und somit besser kühlen. Diesen Effekt macht sich zum Beispiel das "Hydroschild" zunutze. Mit einem Strahlrohr wird durch Zerstäubung des Wassers eine Art "Wasserschild" erzeugt, um besonders der Hitzestrahlung vorzubeugen.

Löscheinsatz Eine weitere Anwendung ist der Schaum. Er wird mit Hilfe eines Schaummittels und der Verwirbelung von Wasser erzeugt. Zuerst wird mit Hilfe eines Zumischers das Schaummittel mit dem Wasser im Schlauch gemischt. Mit unterschiedlichen Strahlrohren, in denen das Wasser mit Luft verwirbelt wird, kann man drei verschiedene Schaumarten herstellen, die sich in ihrem Wasseranteil unterscheiden: Leichtschaum, Mittelschaum und Schwerschaum.

Diese werden zum Löschen von Flüssigkeiten wie Benzin oder Spiritus angewandt, aber auch zum Beispiel, um bei Bruchlandungen an Flughäfen die Brandgefahr zu bannen. Schaum ist außerdem das meistverwendete Mittel in Feuerlöschern.

Außer Wasser gibt es noch andere Löschmethoden, zum Beispiel das Ersticken des Feuers mit Sand oder Löschpulver, das besonders bei Stahlbränden zum Einsatz kommt, denn es spaltet sich nicht, wie Wasser, bei heißen Temperaturen in Knallgas. Am wirkungsvollsten - zumindest in Innenräumen - ist allerdings der CO2-Löscher: Der Brandherd wird mit Kohlenstoffdioxid umgeben und dem Feuer wird so der Sauerstoff abgebunden. Dieses Verfahren wird oft in geschlossenen Fabrikräumen verwendet, die nach einer bestimmten Zeit (damit die Mitarbeiter fliehen können) mit CO2 geflutet werden.

Niklas Bein


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2004-2010

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