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Feuerwehrmuseum Attendorn

Eine kleine Auswahl aus vielen tausend Exponaten


Museums-Logo Wie entsteht ein Feuerwehrmuseum? Sicherlich nicht, indem man es am Schreibtisch entwirft. Eher schon aus der Praxis: aus dem Wunsch heraus, Ausrüstungsgegenstände, mit denen man jahrelang gearbeitet hat, die einem vielleicht mitunter das Leben gerettet haben, nicht endgültig ausmustern zu müssen, sondern zu erhalten - sei es zur eigenen Erinnerung, sei es, um anderen die geleistete Arbeit zu dokumentieren. Kommt noch ein konkreter Anlass hinzu, über Vergangenes, Durchlebtes, Bewältigtes nachzudenken, stehen die Chancen für eine Gründung allemal gut.

Einen solchen Anlass hatte die Freiwillige Feuerwehr Attendorn im Jahr 1985, als sie ihr hundertjähriges Bestehen feierte. Im Anschluss an die Feierlichkeiten entstand die Idee, die Geschichte der Wehr zu dokumentieren. So konstituierte sich unter der Leitung seines Vorsitzenden Werner Johannes am 22. März 1986 der Verein Attendorner Feuerwehr-Museum.

Seine Exponate bezog das Museum, das zunächst in zwei Räumen des Feuerwehrhauses eröffnet wurde, vor allem aus zwei Quellen: zum einen aus dem Fuhrpark ausrangierter, in irgendwelchen Scheunen abgestellter ehemaliger Einsatzfahrzeuge, zum anderen aus der Privatsammlung - besonders von Uniformen und Abzeichen - des Museumsgründers. Zudem bewies Werner Johannes einiges Geschick darin, auch Stücke von außerhalb, aus der ganzen Welt - USA, Kanada, Mexiko, Thailand, Japan, Australien u. v. m. - nach Attendorn zu holen, teils durch Tausch mit anderen Sammlern, teils durch zähes "Verhandeln" mit internationalen Feuerwehren unter mitunter abenteuerlichen Bedingungen.

Schon bald erwiesen sich die beiden zur Verfügung gestellten Räume als zu klein, und so wurde neben dem Feuerwehrhaus auf etwa 650 Quadratmetern ein eigener Museumstrakt errichtet. Auch dieser füllte sich sehr schnell, so dass, abgesehen von den Fahrzeugen und dem schweren Gerät, ein beträchtlicher Teil der Museumssammlung noch immer beim Gründer in dessen Privatwohnung lagert.

Alles in allem bietet das Museum ein reichhaltiges Angebot an historischen Ausstellungsstücken. Zu sehen sind Großexponate wie alte Handdruckspritzen, Holzleitern und Fahrzeuge sowie Pumpen, Strahlrohre, Funktische und Meldezentralen, aber natürlich auch Helme, Kappen, Mützen, Schutzanzüge, Uniformen, Orden und Ehrenzeichen.

Mit seiner Ausstellung will der Museumsverein einerseits "zur Sicherung und Erhaltung alter Traditionsstücke des Feuerlöschwesens" beitragen, andererseits aber auch eine "praxisnahe Aufklärung über Brandgefahren und -verhalten" ermöglichen. Auch die Erarbeitung didaktischer Materialien für Kinder und Jugendliche strebt der Verein an.

Zu finden ist das Museum am Gerätehaus des Feuerwehrlöschzugs Attendorn (St.-Ursula-Str. 5, 57439 Attendorn). Seine Postanschrift lautet:

Attendorner Feuerwehr-Museum e.V.
Postfach 131
57425 Attendorn

Mehr zum Museum erfahren Sie auf der Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Attendorn:
http://www.feuerwehr.attendorn.de


Handpumpenwagen (Gespann), vor 1900  
  Handdruckspritze (Gespann), um 1900
Feuerwehrwagen (Gespann), 1908  
  Schlauchwaschmaschine, ca. 1930
LLG (ab 1943: LF 8), leichtes Löschgruppenfahrzeug,
Bj. 1940-43, 60 PS, Herst. Mercedes Benz
 
  Traktor, Bj. 1953, 15 PS, Herst. Gebr. Eicher,
Zugmaschine für Tragkraftspritzenanhänger
LF8-TSA, Bj. 1958, 100 PS, Herst. Opel,
Aufbau Metz, kein Tank, 300 m Schläuche,
Vorbaupumpe 800 l/Minute, Besatzung 9 Mann
 
  DL 30, Bj. 1966, 150 PS, Herst. Mercedes Benz,
Aufbau Metz, Steighöhe 30 m, Besatzung 6 Mann
Funktisch, 1923  
  Helme, u. a. aus den USA, aus Australien,
Großbritannien, Dänemark und Norwegen


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2004-2010

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