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Interview

Christian Schnatz   Christian Schnatz,
Jahrgang 1976,
Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Attendorn,
Unterbrandmeister im Löschzug Attendorn.


Ein- und Austritt sind freiwillig; alles andere ist Pflicht

Unterbrandmeister Christian Schnatz über Helfer und Zuschauer, Männer und Frauen, junge und alte Kameraden

Ein Ernstfall

Am 18. Oktober 2003 ereignete sich gegen 11 Uhr vormittags am Bahnübergang in Attendorn ein schweres Zugunglück. Zwei herrenlose Waggons, die schon mehrere Kilometer mit hoher Geschwindigkeit über die abschüssige Strecke gerollt waren, erfassten zwei Autos und zwei Fußgängerinnen. Die Schranken des belebten Bahnübergangs waren nicht geschlossen. Eins der Autos wurde 150 Meter weit mitgeschleift. Die Bilanz: zwei Tote, fünf zum Teil schwer Verletzte. - Wie und wann haben Sie von dem Unfall erfahren?

Attendorn, 18.10.2003 Davon erfahren haben wir - das heißt: meine Kameraden und ich vom Löschzug Attendorn - kurz nach elf. Wir sind über Piepser alarmiert worden, und man hat uns mitgeteilt bei der Durchsage, dass es im Bereich Wassertor/Bahnübergang zu einem Verkehrsunfall gekommen sei, an dem zwei Fahrzeuge der Bahn beteiligt gewesen seien. Wir haben das im ersten Moment eigentlich für eine Alarmübung gehalten - die hin und wieder durch die Leitung der Feuerwehr durchgeführt wird, um die Einsatzfähigkeit und die Schlagkraft der Feuerwehr zu überprüfen -, da die Bahnstrecke seit einiger Zeit stillgelegt war und eigentlich kein Bahnverkehr zwischen Attendorn und Olpe stattfinden konnte.

Welches Bild bot sich Ihnen, als Sie am Einsatzort ankamen?

Als wir am Einsatzort ankamen, waren bereits zwei Fahrzeuge des Rettungsdienstes mit Notarzt vor Ort. Was wir als Erstes entdeckten, war ein stark zerstörter Pkw, der sich etwas abschüssig der Bahngleise befand. Durch den Rettungsdienst waren bereits zwei Personen mit Decken abgedeckt worden, was also dann auch den letzten Zweifler davon überzeugte, dass es sich nicht um eine Alarmübung handelte. Wir wurden dann durch den Rettungsdienst darauf aufmerksam gemacht, dass sich cirka 150 Meter von dieser Einsatzstelle entfernt ein zweiter Pkw befand, in dem sich zwei Personen befunden haben sollen. Wir haben daraufhin mit dem Rettungsdienst diesen zweiten Pkw aufgesucht, konnten uns aber dann davon überzeugen, dass beide Personen sich bereits außerhalb des Fahrzeugs befanden, da sie durch die Wucht des Aufpralls aus dem Fahrzeug herausgeschleudert worden waren. Wir haben dann den Rettungsdienst bei Erstmaßnahmen unterstützt; die Patienten sind durch den Notarzt versorgt worden. - Es trafen dann relativ schnell weitere Einsatzkräfte von Rettungsdiensten, aber auch von der Feuerwehr ein, um die patientengerechte Rettung schnell und professionell durchführen zu können. - Das Bahngelände war relativ schwierig zu erreichen, da sich sowohl links als auch rechts der Bahngleise hohe Zäune mit Bäumen befunden haben und also weite Umwege gemacht werden mussten, um zu den beiden Patienten zu gelangen. Dazu muss man wissen, dass durch den Rettungsdienst einiges an medizinischem Gerät zum Patienten gebracht werden musste, was dementsprechend über weite Strecken transportiert werden musste, was auch zum Teil sehr, sehr schwer war; und wir konnten da den Rettungsdienst unterstützen. Weiterhin haben wir nach der Erstversorgung durch den Notarzt die Bergung der Patienten über verschiedene medizinische Geräte auf spezielle Vakuummatratzen et cetera, um möglichst schonend den Transport durchzuführen, eingeleitet.

Bergungsarbeiten Welche Aufgaben hatten konkret Sie vor Ort?

Ich persönlich habe mit zwei weiteren Kollegen die patientengerechte Rettung des Rettungsdienstes unterstützt, die Erstmaßnahmen unterstützt - und dann auch den Transport der beiden Patienten über die Bahngleise in die Transportmittel, sprich: die zur Verfügung stehenden Rettungswagen.

Was denkt man während eines solchen Einsatzes? Denkt man überhaupt? Glaubt man, das ist etwas Fiktives; man ist in einem Film?

Ich muss dazu sagen, dass ich ein Jahr beim Rettungsdienst gearbeitet habe und mir zwar diese Unfälle logischerweise auch nicht geläufig waren, aber man da schon einiges gesehen hatte. Auch über die Jahre, die man in der Feuerwehr drin war. Ich persönlich arbeite das erst mal wie einen Film ab: Da ist die Aufgabe, die ist gestellt; die Aufgabe muss erledigt werden. Das macht man so, wie man es gelernt hat, nach bestem Wissen und Gewissen. Die eigentlichen Gedanken, die macht man sich erst, wenn man dann mal zur Ruhe gekommen ist; das kann durchaus zwei, drei Stunden dauern, bis man sich da erst mal überlegt: Was ist da eigentlich heute passiert? Bis dahin läuft das ab wie ein Film.

Gaffer

Im Nachhinein wurde vor allem Kritik an den zahlreichen Schaulustigen laut, die sich am Unglücksort einfanden. Dass es so viele waren, war eigentlich kein Wunder. Über den Bahnübergang führt eine der Ausfallstraßen, außerdem war direkt nebenan Wochenmarkt. - Wie haben Sie die so genannten Gaffer wahrgenommen?

Schaulustige stören immer. Sicherlich kam bei diesem Einsatz erschwerend hinzu, dass sowohl Ort als auch Tag und Uhrzeit und auch das Wetter dazu beigetragen haben, dass die Anzahl der Schaulustigen sehr, sehr groß war. Da war zum einen die zentrale Lage, es war sehr, sehr gutes Wetter und es war ein Samstagmorgen kurz nach elf, wo viele Leute entweder in die Stadt reinfahren zum Einkaufen oder bereits aus der Stadt rausfahren. Wenn man das Gleiche - ich sag mal: - auf der Heldener Höhe gehabt hätte, wären da sicherlich auch viele Schaulustige gewesen, aber aufgrund dieser zentralen Lage war es natürlich sehr massiv. - Dazu kommt dann das Fahren mehrerer Einsatzfahrzeuge, die Sirene ist während der Alarmierung gelaufen, es kommt ein Rettungshubschrauber, es kommt dann nach kurzer Zeit ein Polizeihubschrauber, es kommen Fahrzeuge des Rettungsdienstes aus Olpe, aus Lennestadt, aus Attendorn, aus Finnentrop, es kommt der Bundesgrenzschutz mit Einsatzfahrzeugen. - Wir haben es in den letzten Jahren immer wieder gehabt, dass große Einsatzstellen auch dementsprechend Schaulustige an sich ziehen. Die sind immer störend, und was das Erschreckende ist, ist, dass auch durch Absperrmaßnahmen, die die Feuerwehr einleitet - sehr, sehr schnell einleitet -, sich viele Schaulustige eigentlich nicht hindern lassen, irgendwo doch noch Einblicke in die Einsatzstellen zu haben. Wir haben mittels Feuerwehrfahrzeugen, die wir für diesen Einsatz am Bahnübergang nicht direkt gebraucht haben, versucht, einen Sichtschutz aufzubauen, indem wir die einfach nah hintereinander gestellt haben, und da scheuen dann Schaulustige tatsächlich nicht davor zurück, sich auf den Boden zu legen, um vielleicht unter den Autos durchschauen zu können, um noch irgendwelche Bilder zu sehen, von denen man dann hinterher zu Hause erzählen kann: Ich hab aber das und das gesehen! Das stört ganz massiv.

Ist das ärgerlich, wenn andere Leute da stehen, wo Sie Dienst machen?

Unfallfahrzeug Also, direkt da stehen tut niemand! Entweder durch uns oder durch die Polizei wird die Einsatzstelle dann schon abgeschottet. Da kommt dann niemand mehr hin; das ist nicht möglich. Und wenn es dann doch jemand versucht, dann wird er entweder durch uns oder - als letztes Mittel der Wahl - durch die Polizei von der Einsatzstelle entfernt. Die Absperrmaßnahmen, die wir am Bahnübergang getroffen haben, haben sich auf mindestens dreißig, vierzig Meter, wie es die örtlichen Gegebenheiten zugelassen haben, ausgebaut, zum Teil bis auf 150, 200 Meter, wenn die Straßenverhältnisse das zuließen, so dass man einfach gesagt hat: Wir sperren die komplette Straße und lassen zumindest in diesem Bereich weder Fahrzeuge noch Personen die Einsatzstelle anlaufen.

Hegen Sie einen Groll gegenüber den Schaulustigen, oder gehört das sozusagen dazu?

Schneiden Sie das raus? Sonst erzähl ich Ihnen das hinterher... - Nein, ganz im Ernst: Ob das dazugehört, weiß ich nicht; das ist auch immer einsatzabhängig. Wir haben es auch vor zwei Jahren gehabt, als Karfreitag die Firma Ansa gebrannt hat, wo sich bei bestem Sonnenwetter Tausende von Schaulustigen der Einsatzstelle genähert haben und um die Einsatzstelle drumherumgestanden haben. Für den Moment wäre "Groll" sicher das falsche Wort, weil man einfach seine Arbeit erst mal zu tun hat. Wenn man sich aber hinterher darüber unterhält, kann man es nicht nachvollziehen; denn wir sind zum Teil gezwungen, uns Sachen anzuschauen, die nicht schön sind; und dass es da Menschen gibt, die da richtige Leistungen vollbringen, um an dieses objektive Sehen dranzukommen, ist für uns überhaupt nicht nachvollziehbar; ich möchte mir das nicht anschauen müssen, ich bin nicht scharf darauf, aber es gibt offenbar viele, viele Menschen, die da richtig Höchstleistungen vollbringen, die über Zäune klettern, auf Bäume klettern oder sich, wie gerade gesagt, unter Feuerwehrfahrzeuge legen, um dementsprechend noch irgendetwas zu sehen, was vielleicht von besonderer Bedeutung für sie ist.

Motive

Wie sehen Sie einen solchen Einsatz im Nachhinein? Sind Sie erschöpft, aber zufrieden; ist es eine Art bewältigtes "Alltagsheldentum", sind Sie vielleicht sogar ein bisschen "stolz", dass Sie bei einem solchen Einsatz zugegen waren - oder ist das einfach Ihr Job?

Also, wir sind von der Feuerwehr Attendorn meines Wissens mit 45 Einsatzkräften an der Einsatzstelle gewesen, und ich glaube kaum, dass man da, wenn Sie alle befragen würden, jemand findet, der sagt: Ich bin stolz darauf, bei diesem Einsatz dabei gewesen zu sein. Das gibt es bei uns nicht. Ich kann sicherlich nicht für alle sprechen, aber ich wäre an diesem Samstagmorgen gerne woanders gewesen; aber das ist halt der Job. Die Stadt Attendorn ist verpflichtet, eine den örtlichen Gegebenheiten entsprechende sowohl materiell als auch personell ausgerüstete Feuerwehr zu unterhalten; das tut sie. Es gibt da, na ja, so ein ungeschriebenes Gesetz, dass Ein- und Austritt freiwillig sind, alles andere ist Pflicht. Sicherlich kann man niemanden dazu zwingen: Du musst jetzt helfen, die Leichenteile einzusammeln! Da wird schon dementsprechend an der Einsatzstelle... "aussortiert" ist das falsche Wort, aber ... es machen diejenigen, die sagen: Ich mach das, ich hab da weniger Probleme damit. Wenn man einen jungen Kameraden dabei hat, der vielleicht ein, zwei Jahre in der Feuerwehr drin ist, und man merkt, dass das nichts für den ist, dann nimmt man den wirklich an die Seite. - Ansonsten ist das halt die Arbeit, die gemacht werden muss; das gehört auch dazu; dementsprechend arbeitet man das dann ab.

Wenn man dort ankommt und zwei tote Menschen sieht, wie empfindet man das, dass man denen nicht mehr helfen kann?

In dem Moment überhaupt nicht. Das wird registriert und abgehakt. In dem Moment interessiert viel, viel mehr: Gibt es noch Menschen, denen man helfen kann? Und auf die konzentriert sich dann eigentlich die Arbeit.

Bereuen Sie es manchmal, zum Beispiel unter dem Eindruck dieses Bahnunfalls, zur Feuerwehr gegangen zu sein?

Nein, überhaupt nicht.

Was hat Sie überhaupt dazu gebracht, zur Feuerwehr zu gehen? Welche Motive hatten Sie?

Oh, da gibt es viele. Es ist zum einen sicherlich, dass man vielen Menschen helfen kann. Immer wenn die Feuerwehr gerufen wird, sind Personen betroffen (wenn es nicht gerade ein Stück Wiese ist, das brennt). Ob es nun Zimmerbrände sind, Gebäudebrände, Verkehrsunfälle, es sind immer Menschen betroffen, die in Notlagen geraten sind, und denen zu helfen ist sicherlich ein Hauptgrund, in die Feuerwehr einzutreten. - Was mich als Zweites in die Feuerwehr gezogen hat, das ist das Angebot an Technik. Wenn man hier unten durch die Fahrzeughalle geht und die neuen Autos sieht, wenn man sieht, welche Möglichkeiten man hat, mit diesen Fahrzeugen die gestellten Aufgaben auf verschiedenste Art und Weise zu bewältigen, dann ist das schon sehr beeindruckend.

Und wie sieht so ein Eintritt in die Feuerwehr konkret aus? Gibt es da sozusagen Aufnahmerituale?

Ich bin durch ein damals bereits aktives Mitglied der Feuerwehr angesprochen worden, ob ich nicht Interesse hätte; und dann bin ich einen Abend mal hier ins Feuerwehrhaus gekommen, und seitdem bin ich in der Feuerwehr. Das ging also ganz entsetzlich schnell. Ehe ich mich's versah, hatte ich einen Spind und meine Stiefel, und dann war ich in der Feuerwehr.

Film- und andere Helden

Nach dem 11. September 2001, als im einstürzenden World Trade Center 343 Feuerwehrleute ums Leben kamen, richteten sich die Sympathien der Weltöffentlichkeit natürlich sofort auf die Helfer. Profitiert von diesem Zuwachs an Ansehen und Beachtung Ihrer Ansicht nach auch die deutsche Feuerwehr?

Das kann man schlecht messen; aber ich glaube es eigentlich nicht, nein. Denn wir haben schon seit einigen Jahren, auch vor dem 11. September, in der Jugendfeuerwehr einen sehr hohen Zuspruch gehabt; und dass der durch dieses Ereignis sich maßgeblich vergrößert hat, sehe ich nicht. Wie das in anderen Städten und Gemeinden ist, gerade in den Großstädten, kann ich nicht nachvollziehen, aber gerade hier in Attendorn glaube ich kaum, dass der 11. September Auswirkungen auf die personelle Stärke der Feuerwehr hat.

Wie erklären Sie sich den, wie Sie sagen, hohen Zuspruch, den die Feuerwehr in der Bevölkerung hat?

Im Einsatz Die Feuerwehr steht immer im Mittelpunkt. Das kann man sich als jemand, der nicht da drin ist, eigentlich überhaupt nicht vorstellen, aber wir merken das sehr wohl. Wenn wir mit unseren Fahrzeugen - ob es nun ein kleines ist oder ob es die große Drehleiter ist - durch die Stadt fahren, dann wird das schon gesehen. Und auch die Artikel, die in den Medien über die Feuerwehr verbreitet werden, werden schon mit großer Beachtung gelesen, weil die Feuerwehr schließlich aus Steuern unterhalten wird, zumindest was die personelle und materielle Ausrüstung angeht (ansonsten werden wir als Freiwillige ja nicht entlohnt für unseren Dienst, das machen wir kostenlos); und aus diesem Grund wird die Feuerwehr schon sehr stark begutachtet - und offenbar auch geschätzt.

Kann es sein, dass man - ähnlich wie den Schornsteinfeger - die Feuerwehr gerne kommen sieht? Im Gegensatz zur Polizei oder dem Krankenwagen?

Ich denke mal, wenn die Feuerwehr kommt, ist, zumindest aus der Sicht eines Außenstehenden, immer was los. Es wird etwas geboten; es wird viel Technik aufgefahren. Wir können zum Teil auch beobachten, dass, wenn wir zu Einsätzen rausfahren, Autos hinter uns herfahren, dass da Ausschau gehalten wird: Wo fährt die Feuerwehr denn hin? - Ich persönlich halte das zwar nicht für gut; aber das Interesse ist da natürlich, gerade in Hinblick auf mögliche Schadensereignisse, schon sehr groß.

Sind Feuerwehrleute in Ihren Augen Helden? Auch zum Beispiel die, die an dem Einsatz am 11. September teilgenommen haben?

Auch die Feuerwehrleute, die in New York am 11. September im Einsatz waren, haben im Grunde genommen ihren Dienst gemacht, so wie wir das bei unseren Einsätzen hier in Attendorn auch machen. Helden?: Ich weiß nicht, ich bezeichne mich und uns hier nicht als Helden. Wie gesagt: Das ist eine Aufgabe, das ist eine Menge Idealismus, die da drinsteckt, halt den Leuten zu helfen, die in Not sind; das haben die Feuerwehrleute am 11. September auch versucht. Dass viele Feuerwehrleute dabei ums Leben gekommen sind, ist tragisch, das haben wir hier in Deutschland - klopf auf Holz! - Gott sei Dank so noch nicht gehabt; aber als Helden bezeichne ich jedenfalls uns nicht.

Sind Feuerwehrleute nur in Hollywood-Filmen Helden?

Das Heldenbild, das Hollywood-Filme zeichnen, ist eigentlich so ähnlich wie das, das auch deutsche Produktionen zeichnen, etwa von Autobahnpolizeien oder in "Medicopter 117". Wenn man sich da mal mit den Einsatzkräften unterhält, die im wirklichen Leben stehen - wir kennen es selber von "Notruf" und wie die Sendungen alle heißen -, dann erfährt man, dass das unglaublich übertrieben und fern der Realität ist. Das ist in Hollywood auch so. Da wird auf Schau gemacht. Was da die Einsatzkräfte an Leistungen bringen, das ist zwar beeindruckend, ist beachtlich, aber wenn man so ein bisschen Hintergrundwissen hat, dann kann man sich überhaupt nicht vorstellen, wie die das überhaupt machen können sollen; aber im Film ist das scheinbar "wirklich" möglich. Ich denke mal, das ist genauso bei deutschen wie bei amerikanischen Produktionen.

Glauben Sie, dass es auch außerhalb von Filmen - sozusagen "echte" - Helden gibt?

Ich glaube schon, dass es - auch und gerade abseits der Rettungsdienste - Leute gibt, die man als Helden bezeichnen kann, die Personen, die in Not geraten sind, zum Teil unter Einsatz ihres Lebens helfen. Seien es Verkehrsunfälle, wo vielleicht Pkws in Brand geraten sind und wo durch Passanten Hilfe erteilt wird, oder seien es Hochwasserkatastrophen, wo spontan durch Bürger Personen gerettet werden. Ich glaube schon, dass es da Helden gibt. Sicher.

Wie sieht für Sie ein "echter" Held aus?

Das kann man schlecht typisieren. Es gibt so viele verschiedene Situationen, wo, wie man dann später in der Zeitung liest, Menschen Hilfe gebraucht haben und man dies einfach nicht gesehen hat, wo sie vielleicht auf der Straße gelegen haben und sich niemand darum gekümmert hat. Wenn da dann jemand kommt und sich darum kümmert, dann mag es sicherlich Auslegungssache sein, den tatsächlich als Helden zu bezeichnen. Wenn ich meinen Mut zusammennehme, meine Angst überwinde und helfe, dann ist das vielleicht auch schon eine kleine Heldentat, die ich da vollbracht habe.

Angenommen, Sie hätten die Chance dazu: Wären Sie dann gern ein Held?

Ich bin eigentlich auch so zufrieden.

Lösch-Ästhetik

Welches Verhältnis haben Sie zu "Feuer"? Bedeutet es Ihnen überhaupt etwas? Fasziniert es Sie? Oder ist es eher etwas, was Sie abschreckt?

Ich denke, man sollte einen gesunden Respekt vor Feuer haben. Wir werden zwar dadurch, dass die Technik sich immer weiter entwickelt, sehr gut darauf vorbereitet; man lehrt uns sehr gut den Umgang mit Feuer; aber es macht durchaus Sinn, nicht Angst, aber Respekt vor dem Feuer zu haben. Man sollte schon wissen, wie sich Feuer verhält, welche Gefahren davon ausgehen.

Löscharbeiten Sie haben gerade vom Fortschritt der Technik gesprochen. Glauben Sie, dass irgendwann einmal diese Technik den herkömmlichen Feuerwehrmann beim Löschen vollständig ersetzen wird?

In der Feuerwehr nicht. Nein, das ist nicht möglich. Zwar gibt es heute viele, viele Sachen, die uns die Arbeit unheimlich erleichtern - ob das nun Atemschutzgeräte sind, die immer leichter werden, oder Geräte, die zum Teil Fehler, die die Menschen machen, erkennen und dementsprechend davor warnen; aber die Technik wird den Menschen in der Feuerwehr nie ersetzen können.

Und wie sehen Sie - als Mensch - einen Brand? Ist das (nur) ein chemischer Prozess? Oder würden Sie ihn als eine Art Feind bezeichnen?

Als Feind würde ich den Brand nicht bezeichnen. Ein chemischer Prozess ist es nun mal; dementsprechend ist es die Aufgabe der Feuerwehr, das Schadenfeuer zu bekämpfen; entsprechend tritt man dem Feuer gegenüber und bekämpft es halt.

Also ist Ihre Haltung da eher abgeklärt?

Ja.

Sie sagten: Sie treten dem Feuer "gegenüber". Ist es ein "Gegenüber", also sozusagen ein Wesen?

Also, "Wesen" ist sicher das falsche Wort dafür. Ich weiß nicht, wie man es besser ausdrücken soll. Man tritt ihm, dem Feuer, gegenüber, weil da etwas ist, was da nicht hingehört, was Schaden anrichtet, und das muss dann halt bekämpft werden. Mit dem gebotenen Respekt natürlich, mit dem, wie es in der Feuerwehr heißt, notwendigen Eigenschutz. Aber man schützt sich gegen einen "Prozess", gegen einen Schaden, nicht gegen ein "Wesen".

Befehlsstrukturen

Apropos "bekämpfen". In der Feuerwehrsprache findet sich ja vieles, was man sonst eher vom Militär her kennt: Feuer wird "angegriffen" und "bekämpft"; die Wehr ist eingeteilt in "Züge" und "Gruppen". Wie erklären sich diese Parallelen?

Ein Befehl Im Militär gibt es sehr viele Befehle und auch Rangordnungen, die durchaus ihren sittlichen Nährwert haben. Man muss sich vor Augen führen, dass immerhin eine Vielzahl von Menschen eine bestimmte Aufgabe erfüllen muss. Das hat sich die Feuerwehr in gewisser Weise zunutze gemacht; diese Wortwahl ist dann in die Feuerwehr rübergekommen, und das macht auch durchaus Sinn. Man muss sich überlegen: Wir haben hier in Attendorn im Löschzug 56 Feuerwehrleute, und wenn da jeder machte, was er wollte, weil er der Meinung ist, dass das richtig ist, würde zwar ein Feuer sicherlich auch durch die Feuerwehr gelöscht werden, aber ich möchte das Chaos an der Einsatzstelle dabei nicht sehen. - Genauso, wie es bei der Bundeswehr Führungsstrukturen gibt, vom kleinen Soldaten bis ganz nach oben zum General, gibt es das in der Feuerwehr auch, und das muss auch so sein; es muss eine Führungsstruktur vorhanden sein, um Einsätze ordnungsgemäß abwickeln zu können, ansonsten gäbe es ein heilloses Durcheinander. Es gibt in der Feuerwehr genauso Stufen vom kleinen Feuerwehrmann bis zum Leiter der Feuerwehr, unserem Stadtbrandmeister, und das ist auch notwendig, ansonsten ist es weder möglich, die Feuerwehr, noch, den Einsatzdienst am Laufen zu halten. Und dafür sind wir ja schließlich da: Einsätze ordnungsgemäß über die Bühne zu bringen. - Wenn man an Großschadenslagen denkt wie den Ansa-Brand vor zwei Jahren, wo wir etwa 250 Leute im Einsatz hatten: Wenn da jeder machte, was er wollte, und da keine vernünftigen Führungsstrukturen drin wären, würde das ein heilloses Chaos geben, dann hätten wir wahrscheinlich noch nicht mal genug Schläuche, weil jeder meinen würde, wir könnten doch noch diesen Hydranten oder jenen oder den Fluss anzapfen oder wir könnten vielleicht hierhin, dahin oder doch lieber da vorne hingehen...

Wirken sich diese Führungsstrukturen auch auf das private Miteinander der Feuerwehrleute aus?

Sicherlich wird nach Einsätzen über den Sinn von verschiedenen "Befehlen" oder Aufträgen, die man bekommt, diskutiert: War das so richtig? Oder: Was hast du dir dabei gedacht (vielleicht auch nur aus Unverständnis, weil du die entsprechende fachliche Ausbildung nicht hast)? Aber darüber hinaus kann ich mit meinen "Vorgesetzten", so nenne ich sie jetzt mal, genauso ein Bier zusammen trinken wie mit denen, mit denen ich auf einer Stufe bin oder die noch unter mir sind. Das spielt zumindest im privaten Leben dann absolut keine Rolle mehr.

Kameraden

Was bedeutet "Kameradschaft" für Sie?

Oh, die ist sehr wichtig, weil man sich im Einsatzfall wirklich auf die Kameraden verlassen können muss. Aus diesem Grund hat es eine immense Bedeutung, dass man sich sehr gut kennen lernt und kennt, damit man dann auch irgendwann an der Einsatzstelle weiß: Auf den kann ich mich verlassen, den kann ich zu bestimmten Diensten einteilen, was teilweise dann auch für unsere Führungskräfte sehr wichtig ist. Ich weiß dann: Kann ich dem das zumuten, oder geb ich ihm besser ein Fähnchen und stell ihn hundertfünfzig Meter weiter an die Ecke und lass ihn da die Autos abwinken. Da ist Kameradschaft schon sehr wichtig.

Was genau ist denn "Kameradschaft"?

Kameradschaft - eine feste Definition dafür gibt es nicht; aber wir helfen sehr oft dadurch, dass wir anderen Menschen helfen, uns auch gegenseitig sehr, sehr viel. Das zeigt sich in vielfältiger Art und Weise. Ich will das nicht übermäßig gegenüber Vereinen abgrenzen - die Feuerwehr ist kein Verein, sondern Teil der Ordnungsbehörde! -, aber man merkt bei der Feuerwehr sehr deutlich: Wenn Kameraden Hilfe brauchen, sei es bei der Wohnungsrenovierung, beim Umzug, beim Neubau, beim Umbau - wenn man da in der Feuerwehr fragt: Ich brauch mal grade für den Samstagmorgen fünfzehn Mann, die mir helfen, weil ich umziehen muss, dann ist das kein Thema, diese fünfzehn Mann zusammenzukriegen. Da zeigt sich Kameradschaft, die durch den Feuerwehrdienst entstanden ist, durch diesen engen Zusammenhalt, der sich dann auch auf das Privatleben auswirkt.

Kameraden Müssen Feuerwehrleute auch miteinander befreundet sein?

Das müssen sie nicht. Ich bin mit Sicherheit auch nicht mit jedem Kameraden befreundet; aber man kennt sich - zum Teil sehr gut -, und sicherlich entstehen durch die Feuerwehr auch viele Freundschaften, das ist zweifelsohne so. Auch ich habe durch die Feuerwehr viele Freunde gefunden, die man dann gegebenenfalls auch ansprechen kann. Feuerwehrleute sind es gewohnt, wenn man sie nachts um halb drei aus dem warmen Bett rausholt. Ich weiß, dass, wenn ich nachts um halb drei Hilfe brauchte, es für mich ein Leichtes wäre, innerhalb von zehn Minuten fünfundzwanzig Mann zu haben, die mir helfen. Das sind dann zwar nicht unbedingt fünfundzwanzig Freunde, aber es wird halt untereinander schon mehr geholfen, als es sonst im privaten Leben der Fall ist.

Nun kann man sich ja seine Kameraden zwar nachts um halb drei aussuchen, aber im regulären Feuerwehrdienst nicht unbedingt. Gibt es da nicht manchmal Schwierigkeiten? Gibt es nicht auch Kameraden, mit denen Sie sozusagen überhaupt nicht "können"?

Wo zwei zusammenkommen, wird es immer irgendwo Schwierigkeiten geben. Das "Überhaupt-nicht-miteinander-Können" - das Problem habe ich, für mich gesprochen, nicht. Man kann es sich auch in der Feuerwehr in mancherlei Hinsicht gar nicht erlauben; denn spätestens an der Einsatzstelle muss ich dann, wenn es so wäre, die persönlichen Differenzen so oder so beiseite legen; denn was kann die Person, die wir retten wollen, dafür, wenn mir die Nase von jemand anderem nicht passt? Daher versucht man derartige Differenzen von Vornherein möglichst gering zu halten. Auf der anderen Seite bleibt es sicherlich nicht aus, dass es irgendwo mal Reibereien gibt, die sich dann allerdings so weit einschränken lassen, dass man hinterher immer noch eine Flasche Bier miteinander trinken kann. Das mit dem Bier können Sie jetzt rausschneiden...

Nein, lieber nicht, denn es liefert uns ein schönes Stichwort. Es gibt Leute, die nennen die Feuerwehr auch "Feier-Wehr". Passt dieses Image?

Dieses Image - "Feuerwehr" gleich "Feier-Wehr" gleich Trinkverein - passt natürlich nicht. Ein Verein sind wir, ich hab es eben schon gesagt, schon mal gar nicht. Aber es gehört natürlich schon dazu, dass man nach einem Einsatz zusammen eine Flasche Bier trinkt, zusammen über den Einsatz spricht oder auch über Sport - Fußball -, Politik, lokal oder international, spricht. Das gehört einfach dazu; das schweißt dann schon irgendwie zusammen. Man lernt den anderen dadurch noch besser kennen.

Frauen im Dienst

Muss ein Kamerad eigentlich immer männlich sein? Wie stehen Sie zum Thema "Frauen in der Feuerwehr"? Sie müssen nicht antworten, wenn Sie nicht wollen.

Nein, um Gottes willen; ich hab kein Problem damit. Frauen in der Feuerwehr - jahrzehntelang ist das ein Tabu gewesen. Seit einigen Jahren kommt das immer mehr, gerade im ländlichen Bereich, weil die Feuerwehren personell Probleme haben. Es ist zwar hier in Attendorn mit dem Personalmangel noch nicht so schlimm, im Gegenteil, aber es gibt durchaus Gemeinden und Städte in Nordrhein-Westfalen, die überlegen, noch mehr Frauen in die Feuerwehr reinzuholen, weil die Männer auswärts arbeiten und dementsprechend nicht in der Lage sind, den Brandschutz tagsüber sicherzustellen, und die Frauen doch sehr oft zu Hause sind. Das wird eine Sache sein, vor der man sich auf Dauer nicht verschließen kann. Ich habe nichts dagegen.

Dazu gibt es aber offenbar auch andere Ansichten.

Es gibt dazu viele Meinungen. Wenn man sich mit Feuerwehren unterhält, die schon seit vielen Jahren Frauen dabei haben, dann gibt es viele, die sagen: Toll! Wenn man in die Jugendfeuerwehren reingeht, dann kriegt man von den Jugendwarten gesagt: Das ist eine tolle Sache! Die Mädchen motivieren die Jungs dann nämlich noch mehr. Das ist ja eine logische Sache: Was das Mädchen kann, das müssen dann die Jungs schon lange können...

Und andererseits?

Es gibt auf der anderen Seite aber auch Feuerwehren, die sagen: Hätten wir das nur nie angefangen bei uns! Da hat es dann offenbar Probleme gegeben, die sich zum Teil auch in den privaten Bereich übertragen haben. - Da gibt es sicherlich ein Für und Wider.

Alt und Jung

Wie ist das Verhältnis von Ihnen als Aktiven zu den alten Feuerwehrleuten, zu den - in Anführungszeichen - "Veteranen"?

Veteranen gibt es in der Feuerwehr nicht! Das ist die "Alters- und Ehrenabteilung". Veteranen gibt es bei der Bundeswehr oder jedenfalls beim Militär. Ich persönlich muss sagen: Das Verhältnis ist sehr, sehr gut. Die Kameraden, die nicht mehr aktiv am Dienstgeschehen teilnehmen dürfen (mit sechzig ist bei der Feuerwehr Schluss), treffen sich regelmäßig, nehmen auch an den Veranstaltungen regelmäßig teil, die von den Aktiven durchgeführt werden, und ich muss ganz ehrlich sagen, das Verhältnis ist wirklich klasse. Da kommen Jung und Alt zusammen, und wenn man sich mit denen mal lange unterhält und wenn die von früher erzählen, dann kann ich da stundenlang zuhören; das ist schon sehr beeindruckend, das macht schon Spaß.

Wenn Sie, wie Sie sagen, denen zuhören, was hören Sie dann heraus? Lassen sich zum Beispiel Mentalitätsunterschiede zwischen "alten" und "jungen" Feuerwehrleuten feststellen? Hatten die ehemals Aktiven eine andere Einstellung zum Dienst als Sie heute?

Im Einsatz Es blieb denen häufig gar nichts anderes übrig, als eine andere Einstellung zu haben. Sie hatten zum Teil die Möglichkeiten, die Technik von heute nicht und mussten dann halt mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln die ihnen übertragenen Aufgaben erfüllen. Und wenn man sich diese Geschichten mal anhört, wie das vor dreißig, vierzig Jahren abgelaufen ist, und man das mit dem heutigen Stand der Technik vergleicht, dann kann man wirklich nur den Hut davor ziehen - oder auch nur schlucken: Was haben die damals gemacht, was aus heutiger Sicht totaler Quatsch ist! -, aber es ist halt früher so gemacht worden. Vieles regt zum Schmunzeln an, aber es ist auch vieles dabei, wo man sagt: Dass das immer alles gut gegangen ist, ist schon beeindruckend, gerade wenn es zum Beispiel um die Schutzausrüstung geht. Wenn man die Ausrüstung von heute auch nur mit der von vor fünfzehn Jahren vergleicht, das ist ja noch gar nicht so lange her, dann ist das manchmal schon erstaunlich, dass sie ein Feuer ausgekriegt haben und dass dabei alles gut gegangen ist.

Schafft die neue Technik also auch ein neues Bewusstsein bei den Feuerwehrleuten?

Ja, in der Tat. Früher hat man ein Feuer gelöscht mit dem "ozeanischen Löscheffekt": Man hat oben Wasser reingekippt, und wenn es unten kalt rauskam, dann war das Feuer aus. Gerade die Forschung und Entwicklung hat da in den letzten Jahren riesige Schritte gemacht, dass man heute in der Lage ist, mit zehn Litern Wasser einen kompletten Zimmerbrand zu löschen, weil dementsprechend die Technik weiter geht. Und das wird auch in den nächsten Jahren, denke ich, viel weiter gehen. Und natürlich wächst man da mit der Technik; das muss man auch. Die Feuerwehrleute, so wie es sie vor zwanzig Jahren gab, die jedes Auto kannten und sich mit allem auskannten, die gibt es heute zum Teil schon nicht mehr. Das Wort "Fachidiot" hat auch in der Feuerwehr Einzug gehalten. Die Technik ist zum Teil so umfangreich, so intensiv geworden, dass man alles gar nicht mehr wissen kann. Es gibt verschiedenste Einsatzbereiche, gefährliche Stoffe und Güter, Atemschutz, Brandbekämpfung, technische Hilfe - das kann man gar nicht mehr alles wissen, und vor allen Dingen gibt es so schnell und so häufig neue Erkenntnisse, Normen und Vorschriften, dass man sich wirklich auf irgendwelche Sachen spezialisieren muss, um da auf dem neuesten Stand zu bleiben. Anders geht es gar nicht.

Eben sprachen wir von Ihrem Verhältnis zur Ehrenabteilung; kommen wir vielleicht jetzt abschließend mal zu den ganz Jungen: Wie ist das Verhältnis zwischen Ihnen als Aktiven, als "alten Hasen", auch: als "Spezialisten", und den Jungfeuerwehrleuten?

Jeder hat mal klein angefangen, auch die "alten Hasen". Und da der Feuerwehrdienst weiterlaufen muss, ist es die Aufgabe der Älteren, der Erfahreneren, die oft schon jahrzehntelang Dienst tun, junge, neue Feuerwehrleute an den Dienst heranzuführen. Die jungen bekommen erst mal eine Grundausbildung, eine Fachausbildung, damit sie wissen, was sie in der Feuerwehr überhaupt machen sollen. Und später, im Einsatz, gibt es dann immer ein, zwei erfahrene Kameraden, die den dritten, jungen in ein brennendes Gebäude mitnehmen, damit er das lernen kann, was da abläuft. Durch Folienauflegen und PowerPoint-Präsentationen kann man zwar viel erklären, aber es ist dann letztlich doch häufig fernab von dem, was an den Einsatzstellen tatsächlich abläuft. Und so ist das sehr wichtig, dass da Jung und Alt zusammenarbeiten.

Das Interview wurde am 12.3.2004 geführt. Die Fragen stellten Niklas Bein und Stefan Röben.


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2004-2010

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