Zur Übersicht   Frage 9: Morgendliches Aufstehen

Fragestellung

(9) Wann  mußt du morgens aufstehen,  um pünktlich zur 1. Stunde  zur
Schule zu kommen? (Gib eine ungefähre Zeit an.)

o  vor 6 Uhr            o  6.31 - 6.45 Uhr      o  später
o  6.00 - 6.15 Uhr      o  6.46 - 7.00 Uhr
o  6.16 - 6.30 Uhr      o  7.01 - 7.15 Uhr

Kommentar

3,3 Prozent aller Befragten (insgesamt 35 Personen) müssen morgens, um rechtzeitig (nämlich bis 7.50 Uhr) in der Schule anzulangen, schon vor 6 Uhr aufstehen. Je ein Viertel der Schülerschaft hat sich zwischen 6.00 Uhr und 6.15 Uhr, zwischen 6.15 Uhr und 6.30 Uhr und zwischen 6.30 Uhr und 6.45 Uhr zu erheben. Nach 6.45 Uhr können nur noch gute 15 Prozent im Bett liegen bleiben; weniger als 1 Prozent steht erst nach 7.15 Uhr auf.

Ein beträchtlicher Teil der Schülerinnen und Schüler der St.-Ursula-Schulen kommt von außerhalb, z. T. aus 20 bis 30 Straßenkilometern Entfernung. Dass diese Kinder und Jugendlichen morgens früher aus dem Bett müssen als die in unmittelbarer Schulnähe wohnenden, ist selbstverständlich. Tatsächlich stehen von den Attendorner Befragten bis halb 7 Uhr nur etwa 40 Prozent auf, von den Befragten aus den Regionen Finnentrop und Meinerzhagen/Valbert hingegen rund 80 Prozent, aus der Region Plettenberg/Herscheid gar 87 Prozent. Dementsprechend liegen von den Attendornern immerhin 7,4 Prozent noch nach 7.00 Uhr in den Betten, aus den anderen Regionen kann sich das praktisch niemand leisten.

Dass die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten eher in den Tag starten als die Realschüler/-innen, hat sicherlich mit dem größeren Einzugsgebiet des Gymnasiums zu tun; die Mitglieder der Realschule kommen signifikant häufiger aus der Gemeinde Attendorn selbst und haben damit natürlich auch einen kürzeren Schulweg.

Auffällig ist, dass durchweg die Mädchen eher aufstehen (müssen) als die Jungen. Dieser Befund gilt sowohl für die einheimischen als auch für die auswärtigen Schüler/-innen, sowohl für die Sekundarstufe 1 als auch für die Sekundarstufe 2. So erheben sich z. B. von den Attendorner Mädchen der Klassen 5 bis 10 bis halb 7 Uhr rund 47 Prozent, von den entsprechenden Jungen aber nur 32 Prozent. Von den auswärtigen Sekundarstufe-1-Schülerinnen stehen bis halb 7 Uhr 89 Prozent auf, von ihren männlichen Altersgenossen lediglich 74 Prozent. Frappierend ähnlich sind die Zahlen in der Sekundarstufe 2: Die auswärtigen Oberstufenschülerinnen sind bis halb 7 zu rund 88 Prozent aus den Federn, die Oberstufenschüler zu 73 Prozent.

Über die Gründe für diese Ungleichverteilung kann man nur spekulieren. Entweder benötigen die weiblichen Befragten nach dem Aufstehen länger als die männlichen für ihre "Morgentoilette" (mit anderen Worten: die Jungen gehen "ungepflegter" zur Schule), oder aber die Mädchen werden bereits am frühen Morgen zu Haushaltsarbeiten (z. B. zur Zubereitung des Frühstücks) herangezogen, von denen die Jungen unbehelligt bleiben.

Tabellen

Morgendliches Aufstehen (absolut/prozentual)

(DS: 1054)Alle BefragtenAlle Antworten
vor 6 Uhr353,3 %
6.00 - 6.15 Uhr27025,6 %
6.16 - 6.30 Uhr30228,7 %
6.31 - 6.45 Uhr28527,1 %
6.46 - 7.00 Uhr10610,1 %
7.01 - 7.15 Uhr464,4 %
später90,9 %
k. A.1
Stichprobe:10541053

 

Morgendliches Aufstehen (absolut/prozentual)

(DS: 1054)Realschule Gymnasium Sek.1Gymnasium Sek.2
vor 6 Uhr1,8 %4,4 %5,4 %
6.00 - 6.15 Uhr20,2 %29,4 %33,6 %
6.16 - 6.30 Uhr33,1 %25,2 %23,5 %
6.31 - 6.45 Uhr28,6 %26,7 %22,8 %
6.46 - 7.00 Uhr9,7 %10,5 %10,1 %
7.01 - 7.15 Uhr5,4 %3,2 %4,0 %
später1,2 %0,5 %0,7 %
Stichprobe:496408149

 

Grafiken



©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 1997, 2003, 2004

Zurück Index Seitenanfang Weiter