Zur Übersicht   Frage 22: Mithilfe im Haushalt

Fragestellung

(22) Wie häufig mußt du im Haushalt mithelfen?

o  täglich           o  selten
o  oft               o  nie
o  gelegentlich

Kommentar

Hinsichtlich der Pflicht, im Haushalt mitzuhelfen, lassen sich aus den Antworten deutlich vier Tendenzen herauslesen:

  1. Mit zunehmendem Alter steigt der Umfang der häuslichen Mithilfe.
  2. Die Besucher/-innen des Gymnasiums werden in dieser Hinsicht etwas mehr gefordert als die der Realschule.
  3. Mädchen müssen durchweg erheblich häufiger "zupacken" als Jungen.
  4. Geschwisterkinder haben mehr mitzuhelfen als Einzelkinder.

So werden z. B. 33 Prozent der Realschüler/-innen "täglich" bzw. "oft" zu Arbeiten im Haushalt herangezogen, bei ihren Altersgenossinnen und -genossen im Gymnasium sind es 35 Prozent, in der gymnasialen Oberstufe dann 40 Prozent. Demgegenüber brauchen 24 Prozent der Realschüler/-innen "selten" oder gar "nie" mitzuhelfen; die Unter- und Mittelstufenschüler/-innen des Gymnasiums geben dies nur zu 18 Prozent, die Angehörigen der Oberstufe lediglich zu 13 Prozent an.

Auch wenn man berücksichtigt, dass bei den am Gymnasium gegebenen Antworten die Mädchen überrepräsentiert sind, ändert dies doch nichts an der oben genannten Grundtendenz im Vergleich von Realschule und Gymnasium, wie etwa eine direkte Gegenüberstellung der Jungen beider Schulen zeigt: Die Realschüler müssen zu 24 Prozent "täglich" bzw. "oft" helfen, ihre Altersgenossen am Gymnasium zu 29 Prozent. "Selten" oder "nie" brauchen 32 Prozent der Realschüler, aber nur 23 Prozent der Gymnasiasten Mithilfe zu leisten.

Dass die Mädchen deutlich mehr als die Jungen mit häuslichen Arbeiten belastet werden, zeigt sich in beiden Schulformen: So liegt beispielsweise die Zahl der Schülerinnen, die "täglich" oder "oft" mithelfen müssen, sowohl an der Realschule als auch in der Sekundarstufe 1 des Gymnasiums etliche Prozentpunkte über den Werten der Schüler (Realschule: 24 Prozent der Jungen gegenüber 39 Prozent der Mädchen, Gymnasium: 29 Prozent der Jungen gegenüber 38 Prozent der Mädchen). In der Sekundarstufe 2 sind die Verhältnisse nicht besser. Hier müssen 45 Prozent der Schülerinnen und nur 32 Prozent der Schüler "täglich" bzw. "oft" zupacken, nur 9 Prozent der Schülerinnen, aber 20 Prozent der Schüler hingegen "selten" bzw. "nie".

Vergleicht man die Antworten der befragten Einzelkinder mit denen der Personen, die Geschwister haben, so stellt man ebenfalls deutliche Unterschiede fest. Während nur 19 Prozent der geschwisterlosen Kinder "täglich" oder "oft" im Haushalt mithelfen müssen, sind dies bei den Befragten mit einem Bruder oder einer Schwester immerhin 35 Prozent, bei den Befragten mit mehreren Geschwistern gar 40 Prozent. Auf der anderen Seite haben 26 Prozent der Einzelkinder "selten" oder "nie" im Haushalt zu tun; bei den Befragten mit einem Geschwister sind dies 21 Prozent, bei denen mit mehreren Geschwistern 16 Prozent.

Tabellen

Mithilfe im Haushalt (absolut/prozentual)

(DS: 1054)Alle Befragten Alle AntwortenJungenMädchen
täglich19118,2 %11,3 %23,3 %
oft17416,6 %15,1 %17,8 %
gelegentlich47745,4 %45,8 %45,3 %
selten17016,2 %20,8 %12,6 %
nie383,6 %7,0 %1,0 %
k. A.4
Stichprobe:10541050443601

 

Mithilfe im Haushalt (prozentual)

(DS: 1054)RealschuleGymnasium Sek.1Gymnasium Sek.2
täglich17,2 %18,0 %22,1 %
oft16,0 %16,7 %18,1 %
gelegentlich43,2 %47,8 %46,3 %
selten18,6 %14,8 %12,1 %
nie5,1 %2,7 %1,3 %
Stichprobe:495406149

 

Mithilfe im Haushalt (prozentual)

(DS: 1054)EinzelkinderKinder
mit einem
Geschwister
Kinder
mit mehreren
Geschwistern
täglich9,6 %18,3 %21,0 %
oft9,6 %16,7 %18,8 %
gelegentlich54,4 %44,4 %44,1 %
selten22,4 %16,7 %13,2 %
nie4,0 %4,0 %2,9 %
Stichprobe:125504410

 

Grafiken



©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 1997, 2003, 2004

Zurück Index Seitenanfang Weiter