Zur Übersicht   Frage 25: Freizeit am "langen" Wochenende

Fragestellung

(25) Wieviel Freizeit  hast  du  am  "langen" Wochenende  (schulfreier
Samstag und Sonntag)?

o  das gesamte Wochenende         o  weniger als einen ganzen Tag
o  fast das gesamte Wochenende    o  nur ein paar Stunden
o  mindestens einen ganzen Tag    o  praktisch keine

Kommentar

Frage 25 erkundet ausdrücklich den Freizeitumfang der "langen" Wochenenden. Mit "lang" sind hier die Wochenenden mit schulfreiem Samstag bezeichnet - in Abgrenzung zu den Wochenenden, in denen im Zuge der "moderaten" Sechs-Tage-Woche im Befragungsjahr (1992) auch samstags unterrichtet wurde.

Die Ergebnisse entsprechen in ihrer Tendenz weitgehend den Antworten auf Frage 24:

So geben z. B. rund drei Viertel (74 Prozent) der Befragten an, sie hätten "fast das gesamte" oder sogar "das gesamte Wochenende" zur freien Verfügung. "Nur ein paar Stunden" bzw. "praktisch keine" Freizeit beklagt lediglich 1 Prozent der Kinder und Jugendlichen.

Auf den ersten Blick scheinen die Mädchen gegenüber den Jungen hinsichtlich ihres Freizeitumfangs benachteiligt zu sein. Mit einem (nahezu) freien Wochenende können 78 Prozent der befragten Schüler, aber nur 71 Prozent der Schülerinnen aufwarten. Außerdem geben durchweg mehr Mädchen als Jungen an, sie hätten lediglich "fast das gesamte Wochenende", nicht aber tatsächlich "das gesamte Wochenende" frei. - Differenziert man hier allerdings nach Schulformen bzw. Jahrgangsstufen, zeigt sich ein uneindeutiges Bild. In der Sekundarstufe 1 des Gymnasiums liegt der Freizeitumfang bei Jungen und Mädchen etwa gleichauf, in der Realschule differiert er etwas, in der gymnasialen Oberstufe deutlich zuungunsten der Mädchen. So haben z. B. 87 Prozent der Realschüler und 83 Prozent der Realschülerinnen (fast) das gesamte Wochenende frei. In der Sekundarstufe 1 des Gymnasiums liegt das Verhältnis von Jungen und Mädchen hier bei 70 Prozent zu 70 Prozent (!), in der Sekundarstufe 2 dagegen bei 62 Prozent zu 42 Prozent.

Dass - ähnlich wie auch an Schultagen (vgl. Frage 24) - die Realschüler/-innen gegenüber den Gymnasiast/-inn/-en freizeitmäßig im Vorteil sind, bestätigt sich an den Resultaten zu Frage 25 eklatant; (fast) das gesamte Wochenende frei haben eigenen Angaben zufolge 85 Prozent der Realschulangehörigen, aber nur 70 Prozent der Gleichaltrigen am Gymnasium und sogar nur 49 Prozent der Oberstufenschüler/-innen.

Praktisch keine Unterschiede gibt es dagegen bei den Antworten der Einzel- und der Geschwisterkinder. Sie alle haben zu etwa 72 bis 76 Prozent (fast) das gesamte Wochenende zur freien Verfügung, zu etwa 21 bis 23 Prozent "mindestens einen ganzen Tag" und - nur - zu 3 bis 5 Prozent "weniger als einen Tag".

Tabellen

Freizeit am "langen" Wochenende (absolut/prozentual)

(DS: 1054)Alle BefragtenAlle AntwortenJungenMädchen
das gesamte Wochenende22121,1 %25,8 %17,2 %
fast das gesamte Wochenende55552,9 %52,4 %53,5 %
mindestens einen ganzen Tag22421,4 %18,7 %23,4 %
weniger als einen Tag363,4 %2,2 %4,3 %
nur ein paar Stunden111,0 %0,7 %1,3 %
praktisch keine20,2 %0,2 %0,2 %
k. A.5
Stichprobe:10541049445598

 

Freizeit am "langen" Wochenende (prozentual)

(DS: 1054)RealschuleGymnasium Sek.1Gymnasium Sek.2
das gesamte Wochenende30,9 %14,3 %6,7 %
fast das gesamte Wochenende53,9 %55,6 %42,3 %
mindestens einen ganzen Tag10,9 %26,2 %43,0 %
weniger als einen Tag2,8 %3,2 %6,0 %
nur ein paar Stunden1,2 %0,5 %2,0 %
praktisch keine0,2 %0,2 %0,0 %
Stichprobe:495405 149

 

Freizeit am "langen" Wochenende (prozentual)

(DS: 1054)EinzelkinderKinder
mit einem
Geschwister
Kinder
mit mehreren
Geschwistern
das gesamte Wochenende20,8 %21,7 %20,0 %
fast das gesamte Wochenende55,2 %53,3 %52,1 %
mindestens einen ganzen Tag20,8 %20,5 %22,5 %
weniger als einen Tag2,4 %3,6 %3,7 %
nur ein paar Stunden0,8 %0,8 %1,5 %
praktisch keine0,0 %0,2 %0,2 %
Stichprobe:125503409

 

Grafik


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 1997, 2003, 2004

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