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Teil 2: Deutsch-ukrainische Vergleichsstudie

Der zweite Teil der Untersuchung zeigt die Ergebnistabellen im deutsch-ukrainischen Vergleich. Parallel zu der Umfrage in Attendorn im Februar/März 2005 fand eine zweite Erhebung an (bzw. im Umfeld) der Mohyla-Akademie in Kiew statt. Befragt wurden hier 102 Personen im Alter von 16 bis 24 Jahren, hauptsächlich im Alter von 17 bis 20 Jahren.

Das Befragungsumfeld in der Ukraine ist als großstädtisch und zudem als "stark politisiert" zu bezeichnen. Drei Monate vor der Erhebung hatte es in der Akademie im Rahmen der orangefarbenen Revolution noch Generalstreiks zugunsten des (zunächst unterlegenen) Präsidentschaftskandidaten Juschtschenko gegeben. Im Falle einer Wahlniederlage Juschtschenkos wäre die Akademie von dessen Gegner Janukowitsch möglicherweise geschlossen worden.

Das Durchschnittsalter der ukrainischen Befragten beträgt 18,8 Jahre und liegt damit höher als das entsprechende Alter der deutschen Befragten (17,4 Jahre). Dies hat damit zu tun, dass die Akademie in Kiew eine ältere Zielgruppe rekrutiert. Das "Einschulungsjahr" entspricht ungefähr der deutschen Jahrgangsstufe 12.

Um die Antworten international vergleichbar zu machen, sind den ukrainischen Daten deshalb lediglich die der "älteren" deutschen Befragten gegenübergestellt. Konkret wurden auf deutscher Seite in die Vergleichsstudie, von zwei Ausnahmen abgesehen, ausschließlich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13 aufgenommen. Die beiden Ausnahmen sind zwei nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Schüler der Jahrgangsstufe 11, da die ohnehin relativ geringe Zahl der männlichen Befragten sonst unter 40 gelegen hätte. Alles in allem wurden in der Auswertung 129 deutsche Befragte im Alter von 17 bis 21 Jahren berücksichtigt. Das Durchschnittsalter dieses reduzierten Personenkreises liegt bei 18,4 Jahren und entspricht damit - zumindest annähernd - dem durchschnittlichen Alter der ukrainischen Befragten.

Insgesamt beträgt die Anzahl der Befragten in diesem Teil der Studie 231. In den Schaubildern sind die deutschen Befragten mit D, die ukrainischen mit UA gekennzeichnet.

Deutschland
männlich weiblich alle
11 5,0 % (2) 0,0 % (0) 1,6 % (2)
12 35,0 % (14) 34,8 % (31) 34,9 % (45)
13 60,0 % (24) 65,2 % (58) 63,6 % (82)
40 89 129
Ukraine
männlich weiblich alle
1 13,0 % (7) 29,2 % (14) 20,6 % (21)
2 35,2 % (19) 22,9 % (11) 29,4 % (30)
3 37,0 % (20) 39,6 % (19) 38,2 % (39)
4 14,8 % (8) 8,3 % (4) 11,8 % (12)
54 48 102
(In Klammern: absolute Zahlen. - Stand: Februar 2005)

Deutschland Ukraine
männlich weiblich alle männlich weiblich alle
16 0,0 % (0) 0,0 % (0) 0,0 % (0) 0,0 % (0) 6,3 % (3) 2,9 % (3)
17 10,0 % (4) 4,5 % (4) 6,2 % (8) 5,6 % (3) 18,8 % (9) 11,8 % (12)
18 47,5 % (19) 49,4 % (44) 48,8 % (63) 29,6 % (16) 22,9 % (11) 26,5 % (27)
19 37,5 % (15) 40,4 % (36) 39,5 % (51) 38,9 % (21) 35,4 % (17) 37,3 % (38)
20 2,5 % (1) 5,6 % (5) 4,7 % (6) 13,0 % (7) 14,6 % (7) 13,7 % (14)
21 2,5 % (1) 0,0 % (0) 0,8 % (1) 9,3 % (5) 0,0 % (0) 4,9 % (5)
22 0,0 % (0) 0,0 % (0) 0,0 % (0) 1,9 % (1) 2,1 % (1) 2,0 % (2)
23 0,0 % (0) 0,0 % (0) 0,0 % (0) 0,0 % (0) 0,0 % (0) 0,0 % (0)
24 0,0 % (0) 0,0 % (0) 0,0 % (0) 1,9 % (1) 0,0 % (0) 1,0 % (1)
40 89 129 54 48 102
Arithmetisches Mittel 18,4 18,5 18,4 19,1 18,4 18,8
Mittlere Abweichung 0,7 0,6 0,6 0,9 1,0 1,0
Standardabweichung 0,8 0,7 0,7 1,3 1,2 1,3
(In Klammern: absolute Zahlen. - Stand: Februar 2005)

Deutschland Ukraine
männlich 31,0 % (40) 52,9 % (54)
weiblich 69,0 % (89) 47,1 % (48)
129 102
(In Klammern: absolute Zahlen. - Stand: Februar 2005)


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

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