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Medienberichte

Siegener Zeitung vom 30.3.2007

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Attendorner Schüler stellten Fragen nach den jenseitigen Dingen

Attendorn. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Auf diese Frage sucht eine Schüler-AG des Attendorner St.-Ursula-Gymnasiums im Rahmen eines soziologischen Projekts seit einem halben Jahr Antworten bei Prominenten aus Politik und Kirche. Kurz vor Ostern zog die Gruppe jetzt eine Zwischenbilanz.

König   Li   Nahles
Ließen sich von Attendorner Gymnasiasten über ihre Einstellung zu einem Leben nach dem Tod befragen (von links): Weihbischof Matthias König, Prof. Li Jinyuan und SPD-Politikerin Andrea Nahles.

So glaubt etwa der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) fest an ein Jenseits. Sein Glaube, so erklärte er den Schülern, gebe ihm die Gelassenheit, sich im Diesseits nicht so wichtig zu nehmen. Wie das Jenseits konkret aussehen könne, stelle er sich jedoch nicht vor.

Auch Marah Köberle und Jonathan Mack, die diesjährigen deutschen UN-Jugenddelegierten, glauben an ein Leben nach dem Tod. Für sie ist es ein "Leben im Gleichgewicht".

Ganz anderer Auffassung ist die grüne Bundestagsabgeordnete Ute Koczy. Ihr zufolge beendet der Tod die menschliche Existenz. Umso mehr müsse man sich im Diesseits engagieren: "Dieses Leben, das wir jetzt haben, ist das entscheidende."

In einem "ernsthaften theologischen Dilemma" sieht sich die Bundestagsabgeordnete und SPD-Parteilinke Andrea Nahles. Sie könne sich eine Auferstehung nach dem Tode nicht vorstellen. Dabei sei sie von ihren Werten und Moralvorstellungen her "tief katholisch": "Ich bin eine Christin, die nicht an die Ewigkeit glaubt. Seit zwanzig Jahren kämpfe ich mit diesem Problem; das ist nicht nur lustig."

Der heimische Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Hartmut Schauerte (CDU) hielt sich im Interview hingegen eher bedeckt. "Diese Frage möchte ich nicht beantworten", erwiderte er den Jugendlichen und verwies auf seine Persönlichkeitsrechte: "Ich gehöre euch nicht ganz."

Auskunftsfreudiger waren naturgemäß die Vertreter der Kirche. Der Paderborner Weihbischof Matthias König erläuterte, er habe viele Menschen getroffen, die positive Erfahrungen mit dem Jenseits gemacht hätten, so dass er die Gewissheit habe, "dass es da irgendetwas gibt". Wie dieses Jenseits aussehen könne, erklärte er den Schülern so: "Wenn man sich an einen ganz konkreten glücklichen Moment in seinem Leben erinnert und den aufs Unendliche ausdehnt, dann ist das vielleicht so eine Ahnung von ewigem Leben."

Für Prälat Josef Sayer, den Misereor-Hauptgeschäftsführer, ist das Jenseits ein Ort, an dem "die Menschen in Gemeinschaft mit Gott sind und keine Kriege mehr führen". Und Gabriele Leifeld, Mitorganisatorin der diesjährigen Misereor-Eröffnungsveranstaltung, stellt sich das Jenseits vor allem in Farben vor: "Gelb, rot, orange - warm."

Interessant waren auch die Antworten der ausländischen Interviewpartner, allesamt Gäste der aktuellen Misereor-Fastenaktion. Der kenianische Pater Don Bosco Onyalla präsentierte neben der christlichen auch seine afrikanische Sicht der Dinge. "Alle Afrikaner glauben, dass die Verstorbenen nicht ganz verschwinden. Sie leben in Gemeinschaft mit den Lebenden weiter." Er persönlich glaube sogar, dass die Toten später einmal ihren Körper zurückerhalten würden. Salah Sebeia, Caritas-Projektleiter in Ägypten, beschrieb das Jenseits als "einen Ort, wo wir eine Freude erleben werden, die mit aller Freude hier auf Erden nicht vergleichbar ist." Und seine Mitarbeiterin Seham Soliman ergänzte: "Dort wird es auch keine Teilung der Religionen geben. Alle werden mit denselben Augen auf Gott sehen." Marianne Wagdy, ihre ägyptische Dolmetscherin, ging das Problem eher philosophisch an: "Das Leben hat für mich nur einen Sinn, wenn uns die vielen offenen Fragen, die wir hier haben, in einem Jenseits beantwortet werden."

Rita Panicker, Leiterin eines Straßenkinder-Projekts im indischen Delhi, führte die Schüler in die hinduistische Mythologie ein. Dort glaube man an die Wiedergeburt: "Wer gerne tanzen möchte, kann darauf hinarbeiten, dass er später vielleicht als Tänzer wiederkommt." Sie selbst sehe das Jenseits als einen Ort des Friedens und der Entspannung, "vereint mit all den Lieben, die vor uns gegangen sind".

Der chinesische Professor Li Jinyuan, Gestalter des diesjährigen Misereor-Hungertuchs, sieht das Jenseits dagegen streng geteilt. Wer ein Leben lang Gutes getan habe, dem werde der Himmel aufgehen. Wer schlecht gewesen sei, der werde in der Hölle enden. "Gutes tun" bedeutet für den Nicht-Christen Li vor allem "mit Freunden zusammenleben": "Davon wird einem das Herz warm." - Und noch eine zweite Antwort gab er den Schülern mit auf den Weg: "Ich verehre den deutschen Dichter Goethe sehr. Goethe ist zwar schon gestorben, aber er lebt mit seinen Worten noch in meinem Herzen." Auch das sei eine Form von Leben nach dem Tod.

Siegener Zeitung, Nr.76 (30.3.2007), S.8.


Westfalenpost vom 7.4.2007

Seit 20 Jahren kämpfe ich mit dem Problem

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Schüler fragten Prominente

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) glaubt fest an ein Jenseits.

Die Meldung entspricht weitestgehend, wie auch die oben abgedruckte in der Siegener Zeitung, einer Pressemitteilung des St.-Ursula-Gymnasiums.
Westfalenpost, Nr.82 (7.4.2007), S.POEK2.


Der Dom vom 8.4.2007

Ewiges Leben als Festmahl

Attendorner Gymnasiasten fragten Weihbischof König nach Glaube und Politik

Interview mit Weihbischof König
Interview mit Weihbischof König (Mitte): Anna Carla Kugelmeier (links) mit Mitschülerinnen aus der Traumjob AG Attendorn.

Es folgen Ausschnitte aus dem Interview der Schülergruppe mit Weihbischof König, darunter auch der erste Abschnitt "Diesseits und Jenseits", der sich mit dem Leben nach dem Tod beschäftigt.
Der Dom, Nr.14 (8.4.2007), S.8f.


Westfälische Rundschau vom 11.4.2007

Hartmut Schauerte verweigerte Antwort

Schüler fragen nach Glauben an Leben nach dem Tod

Diese Meldung basiert, allerdings redaktionell deutlich gekürzt und in der Überschrift zugespitzt, wiederum auf der Presseinformation der Schule (s. o.: Siegener Zeitung).
Westfälische Rundschau, Nr.84 (11.4.2007), S.ROE_4.


Der Dom vom 22.4.2007

Die Ahnung vom ewigen Leben

Attendorner Schüler befragen Prominente nach dem Jenseits

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Auf diese Frage sucht eine Arbeitsgemeinschaft (AG) von Schülern des Attendorner St.-Ursula-Gymnasiums im Rahmen eines soziologischen Projekts Antworten bei Prominenten aus Politik und Kirche. Das Interview der Schüler mit Weihbischof Matthias König hat der DOM Ostern veröffentlicht. Ein halbes Jahr nach Projektbeginn hat die Gruppe um Lehrer Frank Kugelmeier nun eine Zwischenbilanz gezogen - kurz vor den nächsten Interviews mit Erzbischof Hans-Josef Becker an diesem Samstag und Bundestagspräsident Norbert Lammert am 30. April.

Es folgt eine leicht gekürzte Fassung der Presseinformation des St.-Ursula-Gymnasiums (s. o.).
Der Dom, Nr.16 (22.4.2007), S.42.


Sonntags-Anzeiger vom 22.4.2007

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

St.-Ursula-Schüler auf der Suche nach Antworten

Die Meldung folgt ebenfalls der Presseinformation der Schule.
Sonntags-Anzeiger, Nr.16 (22.4.2007), S.11/E.


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2007-2012

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