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Kilian, Gefangener

Kilian war am Montag in der ersten und zweiten großen Pause zusammen mit allen anderen Gefangenen und am Mittwoch in der ersten und zweiten großen Pause gemeinsam mit Laura im Käfig.

Vor dem Experiment

  Kilian
Kilian, Mittwochvormittag.
Warum nimmst du an dem Versuch teil?

Weil ich mich für die Experimente meines Politiklehrers interessiere.

Was meinst du: Wie wird die Mehrheit der Umstehenden auf deinen Käfigaufenthalt reagieren: eher mitleidig-wohlwollend, gleichgültig-neutral oder eher hämisch-spöttisch?

Eher hämisch-spöttisch, vielleicht auch verwirrt.

Begründe deine Einschätzung kurz!

Soweit ich Schüler insbesondere der 5. und 6. Klassen einschätzen kann, werden sie Spaß daran finden, die Delinquenten zu hänseln. Ältere Schüler werden sich mehr zurückhalten, also verwirrt sein.

Wird sich das Verhalten der Umstehenden im Laufe der Woche ändern?

Ja. Wahrscheinlich werden die Schüler bald das Interesse verlieren, wenn jede Pause das Gleiche passiert.

Was sagt deine Familie dazu, dass du an dem Versuch teilnimmst?

Meine Geschwister wissen nichts davon (damit sie im Vorfeld auch nichts ausplaudern können). Meine Eltern und Großeltern finden es toll, dass ich mich an solchen Aktivitäten beteilige.

Wovor hast du bei dem Versuch die meisten Befürchtungen?

Zu sehr genervt zu werden, auch nachträglich, also dann, wenn der Versuch schon lange vorbei ist, zum Beispiel nach den Osterferien.

Wie bewertest du den im Mittelalter üblichen "Pranger", also das öffentliche Zurschaustellen von Straftätern?

Da ich nur vermuten kann, wie ich selbst mich in dem Käfig fühlen werde, kann ich nur sagen: Wenn diese Zurschaustellung schlimm für die Gefangenen ist, haben die Straftäter es verdient, das zu erleben.

Nach dem Experiment

Wie hat die Mehrheit der Umstehenden auf deinen Käfigaufenthalt reagiert: eher mitleidig-wohlwollend, gleichgültig-neutral oder eher hämisch-spöttisch?

Teil hämisch-spöttisch, vorwiegend jedoch gleichgültig neutral. Es waren vor allem die Älteren, so ab der 7. Klasse aufwärts, die den Käfig nicht sonderlich beachteten.

Wie erklärst du dir die Reaktionen der Umstehenden?

Durch die Verwirrung, dass plötzlich ein Käfig mit Insassen im Forum steht, war die Reaktion, besonders die der Fünft- und Sechstklässler, nicht viel anders zu erwarten.

Hat sich das Verhalten der Umstehenden im Laufe der Woche geändert? Inwiefern? Wovon war es abhängig?

Mit der Zeit, also von Tag zu Tag, sank das Interesse ein wenig. Nur wenn die "Besatzung" im Käfig sich änderte, stieg die Aufmerksamkeit wieder etwas.

Welche Erfahrungen ziehst du aus dem Experiment?

Man fühlt sich nicht besonders wohl in dem Käfig, jedoch ist die Situation auch nicht besonders schlimm, wie ich finde.

Was hat dich an dem Experiment am meisten überrascht?

Eigentlich gar nichts.

Würdest du an dem Experiment noch einmal teilnehmen?

Ja, wenn es zum Beispiel in der Fußgängerzone (etwa in Attendorn) stattfindet, da die Reaktionen schon des Alters der Zuschauer wegen ziemlich anders ausfallen würden.

Wie bewertest du jetzt, nach deinen "Käfig-Erfahrungen", den im Mittelalter üblichen "Pranger", also das öffentliche Zurschaustellen von Straftätern?

Die Leute im Mittelalter haben wohl gewusst, dass es für einen solchen Delinquenten unschön ist, am Pranger zu stehen. Besonders weil echte Straftäter Spott und Beschimpfungen anders wahrnehmen als wir "Schauspieler".

Antworten vor und nach dem Experiment
Antworten vor und nach dem Experiment,
Index: vorher 18, nachher 18, Veränderung +0


©  St.-Ursula-Gymnasium, Attendorn 2008-2012

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