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Das Entwicklungsteam

Teammitglieder

Niklas Bein  
Name:   Niklas Bein
Alter:   14
Klasse:   8c (Schuljahr 2002/2003)
Hobbys:   Judo, Jugendfeuerwehr und Computerspiele
 

Niklas war an der Gestaltung der Räume beteiligt und im Übrigen für die Programmierung zuständig. Weiterhin recherchierte und schrieb er mehrere Texte. Einige Grafiken und Spielideen sowie 3D-Umsetzungen und Kameraeinstellungen stammen ebenfalls von ihm. Außerdem war er für die "Credits" und die Musik zuständig.


Name:   Julia-Kristin Klein
Alter:   14
Klasse:   8c (Schuljahr 2002/2003)
Hobbys:   Geige spielen und Kunstturnen
 

Julia-Kristins Aufgaben im "Projekt Erde 2093" waren die Recherche der Texte für die Ressourcen "Wasser" und "Luft" sowie die Koordination einzelner Projektteile. Auch wirkte sie an der Ausgestaltung der Räume und an der Auswahl der Klänge mit. Im Intro ist ihre Stimme zu hören.

  Julia-Kristin Klein


Stefan Röben  
Name:   Stefan Röben
Alter:   14
Klasse:   8c (Schuljahr 2002/2003)
Hobbys:   Design, 3D-Filme, Kunst, Science-Fiction-Romane, Klavier
 

Stefan war im Team für Konzept und Design zuständig. Er steuerte die Texte für "Boden" und "Luft" bei und setzte das Intro sowie das Raumschiff in 3D um. Außerdem wirkte er bei der Programmierung mit und entwickelte die Hintergrundstory.


Name:   Kerstin Rüenauver
Alter:   14
Klasse:   8c (Schuljahr 2002/2003)
Hobbys:   Lesen, Freunde treffen, Sport, Klarinette spielen
 

Kerstin war für die Sammlung und Verarbeitung von Informationen zu den Ressourcen zuständig. Außerdem sprach sie einige Texte im Intro und arbeitete an den Grafiken mit. Auch an der Gestaltung der Räume und der Auswahl der Hintergrundmusiken war sie beteiligt.

  Kerstin Rüenauver

Interview

Zunächst euch allen, Stefan, Julia-Kristin, Kerstin und Niklas, herzlichen Glückwunsch zu eurer hervorragenden Platzierung! Wie wurdet ihr überhaupt auf "Join Multimedia" aufmerksam?

Niklas: Stefan hat mich nach einem anderen Wettbewerb, an dem wir teilgenommen hatten, auf die Ausschreibung aufmerksam gemacht, nachdem er sich den "Join Multimedia"-Stand auf der Frankfurter Buchmesse angeschaut hatte.

Stefan: Genau genommen bin ich zuerst mal im Internet auf die Website gestoßen, als ich nach Wettbewerben gesucht habe.

Und wie kam dann die Gruppe zustande?

Kerstin: Die Initiative ging von Niklas und Stefan aus, die dann mich angesprochen haben. Beim ersten Treffen sah unser Team noch etwas anders aus. Doch wir waren mit der Zusammensetzung nicht zufrieden, und daraufhin habe ich dann Julia angesprochen, ob sie nicht Lust hätte mitzumachen.

Wie kamt ihr auf die Idee zum "Projekt Erde?"

Julia-Kristin: Wir sahen das Thema Ressourcen als wichtig an und hatten sofort eine Vorstellung davon, es darzustellen.

Stefan: Von den vier Themen, die zur Auswahl standen, fanden wir das Thema "Ressourcen" am interessantesten. Die Umwelt- und Ressourcenproblematik hat mich schon lange beschäftigt, und die Frage, wie diese Probleme sich in Zukunft entwickeln können und wie sie gelöst werden können, gab den Anreiz, das Ganze in die Zukunft zu legen. Etwa 100 Jahre nach Rio 1 und 90 Jahre nach Rio 2 bzw. nach unserer "Jetztzeit". Die Idee mit dem Spiel und der Bewegung in 3D-gerenderten Räumen entstand aus der Faszination und der relativ einfachen Umsetzbarkeit, vergleichbar den Lernspielen der diversen Schulbuchverlage (beispielsweise "Physikus" von Heureka-Klett).

Und wer hat innerhalb der Gruppe welche Aufgaben übernommen?

Das Team Kerstin: Stefan hatte den wichtigsten und größten Aufgabenbereich, denn er war für das Layout und die Grafik in den Räumen zuständig. Auch hatte er mit Niklas für die richtigen Verknüpfungen zu sorgen und das Drehbuch zu verfassen. Julia und ich hatten die Aufgabe, Informationen zu sammeln und in Texten zusammenzuschreiben. Von uns wurden auch einige Texte im Intro gesprochen und die Sounds für die Räume mit ausgewählt. Zusätzlich haben wir für ein lockeres und angenehmes Arbeitsklima bei den Treffen gesorgt. Niklas war zusätzlich noch für die Sounds und Geräusche zuständig und musste die Kurzbeschreibung verfassen. Also, die Aufgaben waren alles in allem gut verteilt; alle Bereiche waren abgedeckt.

Wie seid ihr an die passende Software gekommen?

Stefan: Das 3D-Programm habe ich vor einigen Jahren für 15 Mark im Aldi gekauft. "Mediator" haben wir von der Schule bekommen. "Microsoft Encarta" (wie auch das Office-Paket) war auf den meisten PCs, die wir benutzt haben, bereits vorinstalliert. Das "Corel"-Malprogramm ist eine ältere Kaufversion.

Auf welche Schwierigkeiten seid ihr während eurer Arbeit gestoßen?

Julia-Kristin: Wir hatten einen schlechten Zeitplan, somit kamen wir am Ende in Bedrängnis. Außerdem gab es Schwierigkeiten beim Organisieren der Treffen.

Niklas: Hinzu kamen technische Probleme.

Stefan: Ursprünglich wollten wir den Gang durch die Innenräume des Raumschiffs richtig animieren. Der Aufwand (das Rendern des Filmmaterials in unserem älteren 3D-Programm hätte 72 Stunden gedauert) und die Macken im Programm und der enorme Platz, den solche Filmsequenzen auf der Festplatte - auch komprimiert - einnehmen, haben uns aber früh von solchen Plänen abgehalten. Außerdem wollten wir uns ursprünglich auch verkleidet (mit einer Bluebox) in die Filme einbauen. Aus Zeit- und Blueboxmangel ist auch das ins Wasser gefallen.

Wenn schon die Programme Macken hatten, hat denn dann wenigstens die Gruppe "funktioniert"?

Kerstin: Ich hatte schon den Eindruck, dass unser Team funktioniert hat, obwohl es natürlich einige Unstimmigkeiten gab, die ich aber für normal halte. Immerhin: Jeder hat die Meinung des anderen respektiert, so dass es manchmal zwar zu kleinen Diskussionen kam, in denen wir aber versucht haben, uns zu einigen. Insgesamt hat die Arbeit in der Gruppe viel Spaß gemacht.

Julia-Kristin: Richtig. Obwohl es auch Unstimmigkeiten im Team gab, haben wir die Probleme ausdiskutiert und sind dann zu einem gemeinsamen Entschluss gekommen.

Niklas: Nicht immer hat jeder voll mitgemacht (meine Person nicht ausgeschlossen), aber mit der Zeit sind wir doch immer mehr ein Team geworden, was wohl auch an den vielen Diskussionen mit Mitschülern lag, in denen wir uns immer wieder gemeinsam als Team, aber auch alleine, jeder für sich, durchsetzen mussten.

Stefan: Also, ich finde, die Gruppe hat klasse funktioniert. Vielleicht waren einige Treffen deshalb nicht ganz so produktiv, sondern haben einfach nur ziemlichen Spaß gemacht...

Gab es trotzdem einen Zeitpunkt, an dem ihr am liebsten alles hingeschmissen hättet?

Niklas: Viele sogar. Immer wieder die Frage: "Warum mache ich das hier überhaupt und guck nicht einfach nur fern, anstatt diese blöden Variablen zuzuweisen und mir die Nächte um die Ohren zu schlagen, um noch bessere Ideen einzubinden?" - Und dann morgens aufzustehen und zu denken: 'Na, was hast du jetzt gestern gemacht? War das echt nötig?' - Außerdem nervten viele, die mich dann auch noch in der Schule fragten: "Warum machst du das?" - Aber ich hoffe, die Fahrt nach München und das damit verbundene "Ansehen" machen alles wieder wett.

Julia-Kristin: Beinahe hingeschmissen hätten wir vor allem kurz vor Ende, als es so aussah, als ob wir es nicht schaffen würden.

Kerstin: Am Ende standen wir total unter Zeitdruck, und die Computer wollten dann auch nicht mehr so, wie wir wollten, und somit war das ganz schön stressig, vor allem für Niklas und Stefan, weil die sämtliche Verknüpfungen fertig zu stellen hatten.

Stefan: Als am Ende die Zeit knapp wurde und es bei mir in der Familie einen Todesfall gab, war ich schon ziemlich aufgelöst und wollte nichts mehr mit dem Wettbewerb zu tun haben. Das hat sich dann aber wieder gegeben.

Und nun, wo ihr alles hinter euch habt: Entspricht die endgültige Fassung von "Projekt Erde 2093" dem, was ihr euch ursprünglich vorgestellt hattet?

Julia-Kristin: Im Prinzip schon.

Also wurden deine Erwartungen weder enttäuscht noch übertroffen?

Julia-Kristin: Doch. Bei weitem übertroffen, als ich sah, wie klasse die Darstellung aussah.

Kerstin: Genau; ich hätte nicht gedacht, dass die Grafik so gut wird und dass wir so viele Informationen über die Ressourcen zusammenbekommen.

Niklas: Ich hätte auch nie gedacht, dass wir unsere Ideen, die wir anfänglich hatten, so frei würden umsetzen können und dass wir so viele Informationen würden einbringen können.

Stefan: Ehrlich gesagt: Das Ergebnis entspricht absolut nicht dem, was ich mir zu Anfang gedacht hatte. Ursprünglich hatten wir vor, Informationen zu nur drei Ressourcen (und die nicht in der Zukunft!) zu zeigen und dann quasi als "Abfrage" dem Benutzer eine Art Spiel vorzuführen, in dem er Alltagssituationen ressourcenschonend zu lösen hat. Die Ideen, dass alles in der Zukunft spielt (und zudem in einem Raumschiff), welche Ressourcen präsentiert werden sollten und überhaupt die Infos zu den Ressourcen in ein Spiel einzubauen, die kamen uns erst nach und nach - und, zugegeben, obwohl wir so früh mit der Planung angefangen haben: Wir haben eigentlich zu spät mit der Umsetzung begonnen und die Termine zu wenig strikt organisiert. Ein Zeitplan hätte eine Menge Stress erspart.

Habt ihr vor diesem Hintergrund eigentlich damit gerechnet, unter die Erstplatzierten zu kommen?

Kerstin: Ich denke, wir haben alle nicht damit gerechnet, doch wir hatten die Hoffnung, es zu schaffen, die uns motiviert hat, weiter zu machen.

Niklas: Also, ich war überzeugt, dass wir mit unserm Projekt gut abschneiden würden, aber unter die ersten Drei? Nein, das war weit weg.

Was würdet ihr jemandem raten, der sich demnächst ebenfalls an "Join Multimedia" beteiligen möchte? Natürlich als Allererstes, die Finger davon zu lassen, damit ihr keine unnötige Konkurrenz bekommt - aber jetzt mal im Ernst...

Julia-Kristin: Wie Stefan eben schon andeutete: Ich würde ihm raten, einen genauen und einhaltbaren Zeitplan zu erstellen. Damit man genug Zeit zum Testen hat.

Niklas: Mein Tipp: Hartnäckig bleiben und nie aufgeben. Die Vorbereitungszeit ist lang und kann nur mit Selbstdisziplin und Ausdauer überstanden werden. Aber auch früh anfangen und viel Zeit für die Testphase lassen ist natürlich wichtig.

Stefan: Meine Spezialtipps: Erstens (siehe oben): gut planen, Zeitplan machen und einhalten usw. - Zweitens: sich ältere Teilnehmerpräsentationen anschauen und daraus "lernen". Und drittens: der Kreativität - im Rahmen der Möglichkeiten des Programms - freien Lauf lassen. Ach ja, viertens: auf den Speicherplatz achten (alle Medien hoch komprimiert mit mp3, jpeg, mpeg, gif usw. speichern), damit's am Schluss, trotz "Long Run", nicht eng wird.

Werdet ihr auch an "Join Multimedia 2004" teilnehmen?

Kerstin: Natürlich werden wir wieder mitmachen. Allerdings, dies sei hier schon verraten, wird sich unser Team um eine weitere Person vergrößern. Die wird dann für den Zeitplan und die sprachliche Gestaltung, die Feinheiten, zuständig sein.


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2003-2010

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