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Interview

Elsbeth Rickers   Elsbeth Rickers,
Jahrgang 1916,
ehemaliges Mitglied des NRW-Landtags (CDU),
Vorsitzende der Mutter-Kind-Stiftung, Olpe

Kirche und Politik

Frau Rickers, Kirche und Politik - wie passt das zusammen?

Das passt sehr gut zusammen.

Können Sie das näher erläutern?

Mir hat man zum Beispiel gesagt: Sie können doch nicht gleichzeitig in der Caritas und in der Politik sein. Die Caritas ist das Liebeswerk der Kirche, ist ein Stück Kirche. Ich denke, das ergänzt sich. Die Kirche sollte natürlich nicht politisch sein, aber sie hat doch das Recht, ihre Meinung zu sagen.

Hatte oder hat Ihre Partei, die CDU, ein besonderes Verhältnis zur Kirche?

Nach dem Krieg mit Sicherheit.

Gilt das auch noch für heute?

Nicht mehr in dem Maße wie früher.

Inwieweit dürfen sich Kirchenvertreter in die Politik einmischen, zum Beispiel der Augsburger Bischof Mixa mit seinen Äußerungen zur "Krippenpolitik" der Familienministerin von der Leyen?

Ich denke, er hat das Recht, seine Meinung zu sagen. Die Frage ist nur, als was er es tut - ob er es als Bischof tut. Aber wenn er der Überzeugung ist, dass das richtig ist, dann darf er das sagen. Warum nicht?

Lassen sich Kirche und Politik immer voneinander trennen?

Nein, das glaube ich nicht. Wenn es zum Beispiel um Werte in der Gesellschaft geht, dann sind ja beide, dann sind Kirche und Politik gleichermaßen gefragt. Und auf der Ebene treffen sie sich vielleicht.

Diesseits und Jenseits

In diesem Zusammenhang eine eher intime Frage: Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?

Ja.

Und wie stellen Sie sich dieses Leben konkret vor?

Das kann ich nicht sagen.

Halten Sie es für notwendig, dass ein Mitglied der CDU an ein Leben nach dem Tod glaubt?

Nein.

Das Interview wurde am 27.9.2007 in der Wenden geführt. Die Fragen stellte Anna Carla Kugelmeier.


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2007-2012

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