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Interview

Ingo Wolf   Ingo Wolf,
Jahrgang 1955,
Mitglied des NRW-Landtags (FDP),
Minister für Inneres und Sport
des Landes Nordrhein-Westfalen

Kirche und Politik

Herr Minister, Kirche und Politik - wie passt das zusammen?

Ich persönlich gehöre der evangelischen Kirche an und glaube, dass das sehr wohl zusammenpasst. Es ist wichtig, dass man die Themen, die die Kirche anspricht - die ja auch im politischen Alltag gesellschaftliche Themen sind -, mit berücksichtigt. Und das tun wir in ständigen Gesprächen beispielsweise mit der evangelischen, mit der katholischen Kirche, auch mit der jüdischen Glaubensgemeinschaft.

Inwieweit dürfen sich Kirchenvertreter in die Politik einmischen? Ich denke da zum Beispiel an die Krippenpolitik oder die Stammzellenforschung.

Ich denke, dass jeder in einer Demokratie das Recht hat, seine Meinung zu sagen. Und es ist auch wichtig, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, damit Politik auswählen kann, damit daraus eine gute politische Entscheidung hergeleitet werden kann. Insofern ein klares Ja: Natürlich haben die Kirchen auf ihre Art und Weise eine Mitwirkungsberechtigung - aus meiner Sicht sogar eine Pflicht.

In diesem Zusammenhang eine eher intime Frage: Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?

Ich glaube, diese intimen Fragen gehören nicht in ein solches Interview.

Dann frage ich mal so: Welche Konsequenzen ziehen Sie aus Ihrem Glauben für Ihre konkrete politische Arbeit?

Entscheidend ist, dass das, was sich letztendlich auch im Glauben widerspiegelt, nämlich eine gewisse Grundsatztreue, eine gewisse Festigkeit und Verlässlichkeit - dass dieses wichtige Eigenschaften sind, die man auch in der Politik braucht.

Das Interview wurde am 20.9.2008 in Düsseldorf geführt. Die Fragen stellte Anna Carla Kugelmeier.


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2007-2012

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