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Merkblatt für die Beobachter

Die Regeln der "Sprachlosen"

(1) Im Grundsatz gilt: Von Donnerstag (4.9.), 15.15 Uhr bis Dienstag (9.9.), 7.00 Uhr dürfen die 30 Versuchspersonen nicht sprechen.

(2) Ab Sonntag (7.9.) dürfen sie allerdings 40 Fantasiewörter verwenden. Diese hängen in Vokabellisten aus. Weitere Wörter dürfen natürlich nicht benutzt werden.

(3) Vor Beginn des Experiments geben die Probanden sämtliche Handys, MP3-Player und Ähnliches ab.

(4) In zwei schmalen Zeitfenstern (Samstag 17.00 - 19.00 Uhr, Sonntag 17.00 bis 19.00 Uhr) darf mit dafür bereitgestellten Geräten Musik gemacht bzw. über MP3-Player gehört werden. Danach müssen die Geräte den Betreuern wieder ausgehändigt werden.

(5) Über die kurzzeitige Nutzung eines Fernsehers entscheidet die Versuchsleitung.

(6) Am Freitag und am Montag findet regulärer Unterricht statt. "Klassenraum" ist, außer im Differenzierungsunterricht (Freitag, 3. und 4. Stunde), die Aula.

(7) Den Differenzierungsunterricht suchen die Probanden nur in Begleitung von Betreuern auf.

(8) Schreibzeug darf nur am Freitag und am Montag benutzt werden. (Am Samstag und Sonntag können also z. B. keine schriftlichen Hausaufgaben erledigt werden!)

(9) Die Probanden dürfen das Schulgelände nicht verlassen. Ihr durchgängiger Aufenthaltsort ist der Aulatrakt (Halle, Küche, Schlafräume, Sanitäranlagen, Gang). Zu bestimmten Zeiten ist ein "Hofgang" in Begleitung von Betreuern möglich.

(10) Das Betreten des Aula-Vorraums (Betreuerzimmer) sowie der Empore ist untersagt; der Aula-Notausgang ist verschlossen zu halten.

Hinweise für die Betreuerinnen und Betreuer

(1) Seien Sie bitte pünktlich zur vereinbarten Zeit da.

(2) Benutzen Sie bitte während der Schulzeit den sog. Aula-Eingang. Machen Sie sich am Wochenende, falls der Aula-Eingang nicht offen sein sollte, am Aula-Notausgang bemerkbar. Notfalls können Sie auch den Versuchsleiter anrufen (Handynummer siehe unten).

(3) Der Vorraum der Aula dient als Betreuer-Zimmer. Hier können Sie eine (kurze) "Aus-Zeit" nehmen, Ihre Sachen deponieren, sich in verhaltener Lautstärke besprechen, Eindrücke aufs Diktiergerät sprechen usw. - Im Übrigen befinden sich dort die für Sie vorgesehenen Toiletten.

(4) In Ihrer Betreuungszeit sollten Sie sich überwiegend in der Aula bzw. in deren Nebenräumen (Küche, Vorratsraum usw.) aufhalten. Beobachten Sie die Probanden bitte, ohne aufdringlich zu erscheinen. Machen Sie sich ggf. schriftlich Notizen. Beachten Sie dabei bitte das Beobachtungsblatt für Betreuer. (Kopien des Beobachtungsblatts liegen im Vorraum aus.)

(5) Für mündliche Notizen liegen mehrere Diktiergeräte bereit. Nutzen Sie diese aber bitte ausschließlich außerhalb der Aula, vor allem außerhalb der Hörweite der Probanden.

(6) Einzelne Betreuer können zeitweilig auch die Empore betreten, um sich einen Überblick zu verschaffen. Zeigen Sie aber bitte auf jeden Fall Präsenz. Die Probanden sollten nicht das Gefühl haben, völlig unbeobachtet zu sein.

(7) Nach Vereinbarung mit der Versuchsleitung dürfen die Probanden "Hofgang" wahrnehmen, d. h. sie dürfen in Begleitung mindestens eines Betreuers in Gruppen nach draußen gehen und dort beispielsweise Basketball oder Tischtennis spielen bzw. für das Fach LWU botanisieren. Einzelpersonen dürfen nicht ins Freie.

(8) Eine der wichtigsten Regeln für Sie als Betreuer lautet: Vermeiden Sie es bitte, in der Gegenwart der Probanden miteinander zu sprechen. Nichts wirkt auf "Sprachlose" provozierender als Beobachter, die sich ungeniert lautstark unterhalten.

(9) Sprechen Sie die Probanden nur dann an, wenn es Ihnen absolut unumgänglich erscheint. Beschränken Sie sich dabei auf das Nötigste. Als "unumgänglich" kann zum Beispiel die Situation gelten, dass sich ein Proband verletzt hat oder sichtbar krank ist. Auch eine Pizza-Bestellung in Zeichensprache darf Ihrerseits verbal bestätigt werden.

(10) Nachts sollten Sie in unmittelbarer Nähe der Probanden schlafen (bzw. ruhen). Es ist nicht nötig, "Nachtwache" zu halten. Wenn alle erkennbar zur Ruhe gekommen sind, können Sie das auch.

(11) Wechseln Sie sich nachts, falls keine rechte Ruhe aufkommen will, beim Beobachten bitte ab, so dass ein oder zwei von Ihnen zumindest zeitweilig im Vorraum schlafen können.

(12) Melden Sie Probanden, die das Experiment verlassen wollen, bitte umgehend der Versuchsleitung. Diese entscheidet dann über das weitere Vorgehen.

(13) Sollten Sie feststellen, dass Versuchspersonen willentlich (d. h. nicht nur versehentlich) gegen das Schweigegebot verstoßen, kontaktieren Sie bitte ebenfalls die Versuchsleitung. Ggf. werden Verstöße, insbesondere wenn sie sich wiederholen, mit dem Ausschluss aus dem Experiment geahndet. Keinesfalls dürfen Sie allerdings diesbezügliche Entscheidungen selbst treffen.

(14) Problematisch wird die Situation ab Sonntag sein, wenn die Probanden 40 Fantasiewörter verwenden dürfen. Hier müssen Sie ein besonders waches Ohr haben, damit tatsächlich nicht mehr (bzw. andere) Wörter benutzt werden.

(15) Handys, MP3-Player und Ähnliches werden zu Beginn des Experiments bei den Betreuern abgegeben und von der Versuchsleitung verwahrt. Nur während der zwei "Zeitfenster", innerhalb derer die Probanden Musik hören dürfen, erhalten sie ihre Abspielgeräte kurzzeitig zurück. Handys werden nur für einen Notruf ausgehändigt. Dieser beendet dann allerdings in der Regel das Experiment für den betroffenen Versuchsteilnehmer.

(16) Bleiben Sie bitte unbedingt so lange auf Ihrem Posten, bis Ihre Nachfolger (laut Plan) erschienen sind. Sollte es diesbezüglich Schwierigkeiten geben, melden Sie diese bitte der Versuchsleitung.

(17) Ihr Nachtlager (Matratze, Feldbett usw.) müssen Sie selbst, ggf. in Absprache mit anderen Betreuern, organisieren.

(18) Auch für Ihre Verpflegung sind Sie selbst verantwortlich. Gemeinsames Kochen mit den Probanden ist nicht angesagt.

(19) Vergessen Sie bitte nicht, spätestens zum Abschluss Ihres Dienstes Ihre Eindrücke aufs Diktiergerät zu sprechen und dieses unbedingt im Betreuerraum zu hinterlegen.

(20) Kontaktieren Sie in Notfällen bitte immer den Versuchsleiter, ggf. auch die Hausmeisterfamilie.

(21) Die Handynummer des Versuchsleiters lautet: XXXXXXXXXXXX

(22) Das Handy ist allerdings nur während des Projekts eingeschaltet. In der Regel hält sich der Versuchsleiter in der Aula, im Lehrerzimmer oder in Raum 411 auf.

An dieser Stelle bereits vielen Dank für Ihren Arbeitseinsatz!

  Weitere Dokumente zur Organisation des Experiments finden Sie [ hier ] (PDF-Format).


©  St.-Ursula-Gymnasium Attendorn 2008

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