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Ein sozialwissenschaftliches Experiment

Kurzinformation

Schweigsames Mahl Drei Tage ohne zu reden, dazu der Verzicht auf jegliche Unterhaltungselektronik: kein Radio, kein Fernsehen, kein Computer, kein CD-Player und kein Handy. Wie verhält man sich, wenn man solcherart auf nichtsprachliche Kommunikation in isolierter Umgebung zurückgeworfen ist? Und wie reagieren die anderen, die nicht schweigen? Ist das überhaupt auszuhalten?

Neun Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des St.-Ursula-Gymnasiums Attendorn wollten es wissen. An einem Mittwochmorgen legten sie freiwillig ein "Schweigegelübde" ab, das sie bis zum Freitagabend einzuhalten gedachten. In dieser Zeit "verstummten" sie, durften das Schulgelände nicht verlassen, keine Musik hören, nicht fernsehen und nicht telefonieren - und standen dabei unter ständiger Beobachtung von Mitschülern und Lehrern.

In Anlehnung an einschlägige Fernsehsendungen quartierten sie sich zwar nicht in einem Container, aber im Dachgeschoss der Schule ein und verließen dieses lediglich während der Unterrichtszeit. Der Unterricht bildete dann auch die einzige Ausnahme im strengen Regelwerk der "Stummen": Hier durften sie nämlich sprechen, allerdings - eine zusätzliche Schikane - ausschließlich zur Sache. "Kleine" Gespräche mit dem Tischnachbarn waren ebenso tabu wie Stoßseufzer über langweilige Lehrer. Formal bestraft wurde zwar niemand wegen eines Regelverstoßes, doch konnte man sich, dies stellte sich sehr schnell heraus, im Falle eines Fehlverhaltens der sozialen Missbilligung seiner Umgebung sicher sein.

Den meisten Außenstehenden erschien das Experiment zunächst als eine einfache Übung; doch dann gewann das Projekt seine eigene Dynamik: Nicht alle neun Versuchspersonen hielten durch; zu neu, zu ungewohnt waren die scheinbar simplen Anforderungen. Die vorzeitigen "Abgänge" schweißten die übrig Gebliebenen freilich noch enger zusammen. Vielleicht war es aber auch das rege Interesse der Medien (Zeitungs-, Hörfunk- und Fernsehreporter gaben sich die Klinke in die Hand), das den größeren Teil der Gruppe durchhalten ließ. Missen wollte anschließend jedenfalls keiner der Beteiligten die Schweige-Erfahrungen.

Ein solches Experiment in all seinen Nuancen auszuloten ist schier unmöglich. Zu individuell sind die Erlebnisse, nicht alles lässt sich aufzeichnen, beschreiben, analysieren. Gleichwohl versucht die vorliegende Dokumentation, Ihnen einen kleinen Einblick in die Konzeption des Versuchs, seinen Ablauf und seine Resultate zu vermitteln. Wählen Sie bitte unter den folgenden Angeboten! Ein Mausklick auf die entsprechende Textzeile genügt.

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Übersicht

Informationen
 
Interviews

Allgemeine Informationen

Die Stummen - Ein Experiment
Die Idee
Vorbereitungen
Die Versuchspersonen
Die Mitschüler
Die Sprache
Regelverstöße
Die Gruppe
Die Beobachter
Die Medien
Erkenntnisse
 
Spielregeln

 

Versuchspersonen

André Bertels
Vimala Brachthäuser
Anna Budde
Anne Friede
Sven Niedermeier
Jasmin Rohrmann
Lisa Salscheider
Jennifer Schulte
Andreas Seel


Medienresonanz

Westfälische Rundschau
Westfalenpost
SauerlandKurier
Rheinischer Merkur
WDR-Hörfunk (Rohfassung)
WDR-Hörfunk (Sendefassung)
WDR-Fernsehen

 

Beobachter

Jens Funke
Tobias Waschek
 
Frank Kugelmeier

Die Gruppe


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2003-2010

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