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Medienreaktionen

Westfalenpost vom 11.9.2009

"Junges Blut" gegen "Alte Hasen"

St.-Ursula-Gymnasium lud Politiker, Gewerkschaftler und Wirtschaftsvertreter zum Gespräch über die "Krise" ein

Attendorn. "Krisenstimmung: Was treibt die Wirtschaft an?" Zu diesem Thema hatte[n die] Sozialwissenschaftskurs[e] der Jahrgangstufen 12 und 13 mit ihrem Lehrer Frank Kugelmeier Vertreter der Politik und Wirtschaft gestern zu einer Podiumsdiskussion in das Forum der St.-Ursula-Schule geladen.

In einem Wechselspiel aus Einzelbefragungen, Filmeinspielungen und Podiumsgesprächen ging es um Wirtschaftskrise, Umweltprämie, Bankenaufsicht und Wahlen.

Vogel fordert mehr Geld für Bildung

Mit dem parlamentarischen Staatsekretär Hartmut Schauerte (CDU) und Willi Brase (SPD), DGB-Regionsvorsitzender Siegen-Wittgenstein-Olpe und Mitglied des Deutschen Bundestages waren zum einen zwei alte Hasen in der Politik vor Ort. Junges Blut brachte Johannes Vogel, FDP-Bundestagskandidat und Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen, in die Runde. Als Vertreter der Wirtschaft konnten die Schüler Ulrich Schröder, Geschäftsführer des Marketingbereichs Kirchhoff Automotive, begrüßen.

Johannes Vogel - Foto (c) bsg   Hartmut Schauerte - Foto (c) bsg   Willi Brase - Foto (c) bsg   Ulrich Schröder - Foto (c) bsg
     

Letzterer zeigte sich beim Thema Wirtschaftskrise und der Bewältigung durch die Politik zufrieden mit der Zusammenarbeit zwischen Berlin und Düsseldorf, den Arbeitgebern und Arbeitnehmern, obwohl sein Chef Arndt Kirchhoff in einem Einspielfilm zuvor der Politik nur bescheinigen konnte, dass sie sich stets vor den Wahlen bemühe. "Im Pkw-Bereich sind wir nicht unzufrieden mit der Entwicklung. Wir erreichen trotz Umweltprämie zwar nicht die Rekordzahlen von 2007, aber da wir breit gestreut sind bei unseren Auftraggebern, werden wir die Krise überwinden." Anders sehe es bei der Lkw-Produktion aus, die zum Teil um 90 Prozent eingebrochen sei. "Wir wollen, dass die Politik die Rahmenbedingungen schafft, in denen wir uns innerhalb der EU und weltweit weiter entwickeln können."

Hartmut Schauerte verteidigte in diesem Zuge die Hilfen für Opel. Dieses sei auch ein Zeichen gegen den Angstfaktor, den die Wirtschaftskrise mit sich bringe. Außerdem habe man so nicht nur Opel, sondern auch die Zulieferer, oftmals mittelständige Unternehmen, unterstützt.

Das sah der JuLi-Chef Vogel skeptischer. "Diese Entscheidung ist auch mit Blick auf die Wahlen gefällt worden." Anderen Unternehmen sei auch nicht geholfen worden und eine Insolvenz bedeute nicht das Ende, sondern so könne der wirtschaftliche Teil eines Unternehmens überleben. Willi Brase warf dazu ein: "Bei einer Insolvenz bleibt immer ein Teil der Arbeitnehmer auf der Strecke."

Auch bei der Umweltprämie waren die Diskussionsteilnehmer unterschiedlicher Meinung. Während Schauerte, Brase und Schröder diese positiv bewerteten, sah Vogel die fünf Milliarden besser in der Bildungspolitik investiert. "Wir hätten uns auch ohne die Umweltprämie nicht die Augen blutig geweint", so Ulrich Schröder. Schauerte hingegen argumentierte, dass sich die Umweltprämie selber finanziert habe. "Jeder hat beim Autokauf auch Mehrwertsteuer bezahlt." Über die unzureichende Bankenaufsicht waren sich alle einig.

Mit Interesse und Humor wurde der Film [der Kurse] über den Verkauf ihrer Wählerstimme aufgenommen. Mit ihrer Offerte zur Bundestagswahl konfrontierten die Schüler in einem Experiment Passanten in der Kölner Innenstadt. (Wir berichteten.) Auch wenn Hartmut Schauerte die Fragestellung hochintelligent fand, "so ist die Wählerstimme doch zu wertvoll, um sie preiszugeben. Das zerstört die Grundlagen der Demokratie." Auch Willi Brase konnte zwar verstehen, dass es Distanz zur Politik gibt, wozu auch die Skandale beitragen würden, "aber die Menschen wollen, dass es vorwärts geht. Und wenn ihr unzufrieden seid, dann werdet selber aktiv", wendete er sich an die Schüler. Johannes Vogel appellierte ebenfalls, aktiv zu werden und auf jeden Fall zur Wahl zu gehen.

Ulrich Schröder brachte es auf den Punkt: "Ich gehe wählen als begeisterter Anhänger der gewaltfreien '68-Bewegung. Man muss mehr Demokratie wagen, kritisch sein, fordert, fragt und wählt."

Westfalenpost, Nr.212 (11.9.2009), S.POEA1.


Westfälische Rundschau vom 11.9.2009

Westfälische Rundschau, Nr.212 (11.9.2009), S.ROEA_1.
(Seit dem 16.5.2009 ist der dem Kreis Olpe zugehörige Lokalteil der Westfälischen Rundschau mit dem der Westfalenpost identisch.)


Homepage von Johannes Vogel vom 11.9.2009

Johannes Vogel punktet bei Podiumsdiskussion gegen die "alten Hasen"

Rund 400 Schüler des Attendorner St.-Ursula-Gymnasiums erlebten am [10.] September einen interessanten Schlagabtausch zwischen mehreren Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Olpe und Märkischer Kreis. Wie gut sich JuLi-Chef Johannes Vogel gegen manchen seiner Mitbewerber schlug - hier mehr dazu!

Mit dem bisherigen direkt gewählten Wahlkreisabgeordneten Hartmut Schauerte (CDU) und Willi Brase (SPD), DGB-Regionsvorsitzender Siegen-Wittgenstein-Olpe und Mitglied des Deutschen Bundestages, waren "zwei alte Hasen vor Ort", so die Presse auf dem Portal derwesten.de. Johannes Vogel dagegen habe "junges Blut in die Runde gebracht", resümierten die Medien.

Und damit konnte Johannes punkten: Er appellierte an die Schüler, aktiv zu werden und wählen zu gehen. Dann wurde er politisch: Johannes zeigte sich skeptisch im Hinblick auf die Rettung des Autobauers Opel und warnte vor zu viel Euphorie. "Diese Entscheidung ist im Hinblick auf die Wahlen getroffen worden." Es müsse sich erst zeigen, ob das Konzept wirklich zukunftssicher sei.

Dann wurde Johannes gefragt, warum er mit 27 Jahren für den Bundestag kandidieren will. "Bei dieser Wahl entscheiden sich viele Dinge, da will ich Verantwortung übernehmen", stellte er klar. Ihm gehe es um die Rücknahme der Internet-Sperren und der Online-Durchsuchung sowie die Schaffung von Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum und eine steuerliche Entlastung der Bürger. Fazit der Veranstaltung: Junges Blut ist wichtig und muss eine Stimme im Deutschen Bundestag haben!

Homepage von Johannes Vogel, Bericht vom 11.9.2009.
URL: http://www.johannes-vogel.de/index.php?id=21&tx_ttnews[pointer]=4&tx_ttnews[tt_news]
=41&tx_ttnews[backPid]=13&cHash=0c720badc9


©  Barbara Sander-Graetz (Westfalenpost), Hagen/Attendorn und
Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

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