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Medienreaktionen

Homepage des Erzbistums Paderborn vom 9.12.2009

Bischof Bode im Gespräch mit Attendorner Schülern

Paderborn/Attendorn, 9. Dezember 2009. "Traumjob Bischof?" Unter diesem Motto stand ein Podiumsgespräch, das eine Schülergruppe des Attendorner St.-Ursula-Gymnasiums am Nikolaustag mit dem Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode führte. Im Alten Kapitelsaal des Paderborner Doms diskutierten die Jugendlichen mit dem ehemaligen Paderborner Weihbischof über die Veränderungen im Bischofsamt vom Mittelalter bis heute.

Materieller Reichtum sei heute im Unterschied zum Mittelalter kein Kriterium mehr für eine Bischofsernennung, so Bischof Bode auf die scherzhafte Eingangsfrage, was er der katholischen Kirche denn finanziell eingebracht habe. Er selbst habe Erfahrungen in der Gemeindearbeit, aber auch wissenschaftliche Reputation in das Amt mitbringen können. Anders als seine mittelalterlichen Amtsvorgänger ziehe er im Übrigen auch nicht mehr als Heerführer ins Feld, um territoriale Streitigkeiten auszutragen.

Die Schülergruppe, sonst spezialisiert auf Diskussionsrunden und Interviews mit Politikern wie Franz Müntefering, Volker Kauder, Rainer Brüderle und Oskar Lafontaine, nahm diesen Hinweis zum Anlass, nach dem heutigen Verhältnis von Kirche und Politik zu fragen. Bischof Bode erklärte, dass Politiker und Kirchenleute vieles gemeinsam hätten, denn beide träten für den Menschen ein. Verkündeter und gelebter Glaube habe immer auch eine politische Komponente. Umgekehrt komme kein Politiker ohne ein Wertefundament aus, das sich letztlich aus dem Glauben speise.

  Podiumsdiskussion
In einer Podiumsdiskussion beschrieb Bischof Franz-Josef Bode (2. v. l.) den Wandel des Bischofsamtes in den vergangenen 1000 Jahren.
Auch auf aktuelle Themen ging die Gesprächsrunde ein. So zeigte der Bischof etwa für das kürzlich in der Schweiz per Volksabstimmung geforderte Minarettverbot kein Verständnis. Hier werde die Religionsfreiheit eingeschränkt. Das mache ihn traurig und sei zudem gefährlich. Das Argument, der Bau christlicher Kirchen werde in islamischen Ländern ebenfalls eingeschränkt, lasse er nicht gelten. Hier das eine gegen das andere aufzurechnen widerspreche den Glaubensgrundsätzen des Christentums.

Die Schüler kamen auch auf das Verhältnis der Kirche zu den Massenmedien zu sprechen und wollten wissen, was der Bischof denn von einer Verkündigung via Bildschirm halte. Hier zeigte sich Bischof Bode ganz auf der Höhe der Zeit. Eine Medienpräsenz von Bischöfen sei notwendig, sagte er, auch wenn ein Fernsehauftritt Probleme berge. Antworte er in einer TV-Talksendung auf irgendeine Frage, laufe er Gefahr, künftig auf dieses Thema reduziert zu werden. Von einem eigenen katholischen Fernsehsender halte er dagegen nichts, so Bode. Damit erreiche man nur eine sehr kleine Zielgruppe und hinke zudem der technischen Entwicklung hinterher. Viel wichtiger sei das Engagement der Kirche in Internetportalen und Communities – in eigenen, vor allem aber in etablierten wie "StudiVZ". Dort eröffneten sich erheblich größere Chancen, besonders Jugendliche und junge Erwachsene anzusprechen.

Die Podiumsdiskussion bildete die Auftaktveranstaltung zu einer Reihe öffentlicher Bischofsgespräche, mit denen das Erzbistum begleitend zu der Ausstellung "Für Königtum und Himmelreich" an das Wirken des Paderborner Bischofs Meinwerk vor 1000 Jahren erinnert.

Homepage des Erzbistums Paderborn, 9.12.2009.
URL: http://www.erzbistum-paderborn.de/


Kirchenbote vom 10.12.2009

Traumjob Bischof?

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode im Gespräch mit Attendorner Schülern

Die Meldung folgt, wie auch die oben zitierte, einer Pressemitteilung der Schule.
Kirchenbote - Wochenzeitung für das Bistum Osnabrück vom 10.12.2009. Hier zitiert nach der Internetfassung:
URL: http://www.kirchenbote.de/news/news.php?kat=&nid=3334&eid=385


Westfalenpost vom 11.12.2009

Kirche muss ins Internet

Bischof Franz-Josef Bode im Schülerinterview

Attendorn. "Traumjob Bischof?" Unter diesem Motto stand ein Podiumsgespräch, das eine Schülergruppe des Attendorner St.-Ursula-Gymnasiums am Nikolaustag mit dem Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode führte.

  Gesprächspartner
Eine dreiköpfige Schülergruppe des Attendorner St.-Ursula-Gymnasiums interviewte den Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode (2. v. r.) zu einigen aktuellen Fragen.
Im Alten Kapitelsaal des Paderborner Doms diskutierten die Jugendlichen mit dem Kirchenvertreter über die Veränderungen im Bischofsamt vom Mittelalter bis heute.

Auf die scherzhafte Eingangsfrage, was er der katholischen Kirche eingebracht habe, schließlich seien die Bischöfe früher meist nach ihren irdischen Besitztümern ausgewählt worden, konterte Bischof Bode, dass heutzutage materieller Zugewinn selbstverständlich kein Kriterium mehr für eine Ernennung sei. Er selbst habe Erfahrungen in der Gemeindearbeit, aber auch wissenschaftliche Reputation in das Amt mitbringen können. Anders als seine mittelalterlichen Amtsvorgänger ziehe er im Übrigen auch nicht mehr als Heerführer ins Feld, um territoriale Streitigkeiten auszutragen.

Die Schülergruppe, sonst spezialisiert auf Diskussionsrunden und Interviews mit Politikern wie Franz Müntefering, Volker Kauder, Rainer Brüderle und Oskar Lafontaine, nahm diesen Aspekt zum Anlass, nach dem heutigen Verhältnis von Kirche und Politik zu fragen. Politiker und Kirchenleute hätten vieles gemeinsam, erklärte Bischof Bode. Beide träten für den Menschen ein. Verkündeter und gelebter Glaube habe immer auch eine politische Komponente. Umgekehrt komme kein Politiker ohne ein Wertefundament aus, das sich letztlich aus dem Glauben speise.

Kein Verständnis für das Minarettverbot

Auch auf aktuelle Themen ging die Gesprächsrunde ein. So zeigte der Bischof etwa für das kürzlich in der Schweiz per Volksabstimmung geforderte Minarettverbot kein Verständnis. Hier werde die Religionsfreiheit eingeschränkt. Das mache ihn traurig und sei zudem gefährlich. Das Argument, der Bau christlicher Kirchen werde in islamischen Ländern ebenfalls eingeschränkt, lasse er nicht gelten. Hier das eine gegen das andere aufzurechnen widerspreche den Glaubensgrundsätzen des Christentums.

Im Folgenden kamen die Schüler auf das Verhältnis der Kirche zu den Massenmedien zu sprechen. Was der Bischof - vor allem mit Blick auf die Jugend - von einer Verkündigung via Bildschirm halte, wollten sie wissen.

Hier zeigte sich Franz-Josef Bode, der zugleich Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz ist, ganz auf der Höhe der Zeit. Natürlich berge ein Fernsehauftritt auch Probleme.

Kirche kann StudiVZ für Verkündigung nutzen

Antworte er in einer TV-Talksendung auf irgendeine Frage, laufe er Gefahr, künftig auf dieses Thema reduziert zu werden. Gleichwohl sei die Medienpräsenz von Bischöfen notwendig. Von einem eigenen katholischen Fernsehsender hält der Osnabrücker Bischof allerdings nichts. Damit erreiche man nur eine sehr kleine Zielgruppe und hinke zudem der technischen Entwicklung hinterher. Deshalb sei dieses Thema in der Bischofskonferenz mittlerweile auch "durch". Viel wichtiger sei das Engagement der Kirche in Internetportalen und Communities - in eigenen, vor allem aber in etablierten wie "StudiVZ". Dort eröffneten sich erheblich größere Chancen, besonders Jugendliche und junge Erwachsene anzusprechen.

Die Podiumsdiskussion bildete die Auftaktveranstaltung zu einer Reihe öffentlicher Bischofsgespräche, mit denen das Erzbistum begleitend zu der Ausstellung "Für Königtum und Himmelreich" an das Wirken des Paderborner Bischofs Meinwerk vor 1000 Jahren erinnert. Die Initiatoren der Ausstellung hatten von den früheren Aktivitäten der Attendorner Interviewergruppe gehört und sie deshalb als Moderatoren eingeladen.

Auch diese Meldung folgt der Presseinformation der Schule.
Westfalenpost, Nr.290 (11.12.2009), S.POEA1.


Westfälische Rundschau vom 11.12.2009

Westfälische Rundschau, Nr.290 (11.12.2009), S.ROEA_1.
(Seit dem 16.5.2009 ist der dem Kreis Olpe zugehörige Lokalteil der Westfälischen Rundschau mit dem der Westfalenpost identisch.)


Siegener Zeitung vom 18.12.2009

Traumjob Bischof?

Franz-Josef Bode im Gespräch mit Attendorner Schülern

Die Meldung entspricht der Pressemitteilung der Schule.
Siegener Zeitung vom 18.12.2009, S.9.


Der Dom vom 20.12.2009

Traumjob Bischof?

Attendorner Schüler befragen den Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode

Die Meldung greift ebenfalls den schulischen Pressetext auf.
Der Dom, Nr.51 (20.12.2009), S.44


Sauerlandkurier vom 30.12.2009

Bischof ein "Traumjob"?

Franz-Josef Bode im Gespräch mit Attendorner Schülern

Auch diese Meldung verwendet die Pressemitteilung der Schule.
Sauerlandkurier vom 30.12.2009, S.17/25, online bereits am 10.12.2009.
URL: http://www.sauerlandkurier.de/traumjob-bischof-sauerlandkurier_kat112_id104396.html


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

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