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Medienreaktionen

Westfälische Rundschau vom 25.4.2005

Ursula-Schüler: "Traumjob Politiker"? Seit Wochen mit Mikrophon unterwegs

Prominente Politikerinnen des Landes gaben Antwort - Morgen FDP-Besuch

Die Meldung gibt, wie auch die folgende aus der "Westfalenpost", in leicht gekürzter Fassung eine Pressemitteilung des St.-Ursula-Gymnasiums wieder.
Westfälische Rundschau, Nr.95 (25.4.2005), S.ROE_2


Westfalenpost vom 26.4.2005

Schüler recherchieren in "hoher" Politik

Attendorn. "Traumjob Politiker?" Unter diesem Motto befragen Schüler des Attendorner Ursula-Gymnasiums seit einigen Wochen Volksvertreter aus Bund und Land (die WP berichtete).

Derzeit interessieren sich die Jugendlichen besonders für die politische Arbeit der Frauen. Vor den Kameras der Schüler äußerten sich diesmal NRW-Schulministerin Schäfer (SPD), die Landtagsabgeordnete Marie-Theres Kastner (CDU) und Sylvia Löhrmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag. Auch Helga Daub, Bundestagsabgeordnete der FDP, die die Schule heute besuchen wird, gab den Schülern bereits ein Vorab-Interview.

Darüber, dass Frauen es in der Politik schwerer haben, sind sich die Vertreterinnen von SPD und CDU einig. "Ich musste sehr hart arbeiten, um Anerkennung zu bekommen", so Ute Schäfer. "Und ich konnte mir keine inhaltliche Schwäche erlauben. Die wäre mir sehr nachteilig ausgelegt worden. Dergleichen lässt man bei Männern eher durchgehen."

Ein Beispiel aus der Praxis nennt Marie-Theres Kastner: "Kürzlich waren auf einem Empfang ein Bundestagsabgeordneter, eine Kreisvorsitzende, eine Landtagsabgeordnete und ein Landtagskandidat zu Gast. Nach einiger Zeit verabschiedeten sich die beiden Frauen eilig: Sie müssten nach Hause zum Kochen." Kastner weiter: "Das sieht man bei Männern anders. Die stehen nicht so unter dem Rechtfertigungszwang, sich um ihre Familie kümmern zu müssen." Das Fazit der CDU-Politikerin: "Wenn ich ein Mann wäre, wäre ich heute politisch wahrscheinlich weiter."

Sylvia Löhrmann von den Grünen hat in dieser Hinsicht weniger Probleme. Immerhin sei die Hälfte der Mandate ihrer Partei, manchmal sogar mehr, mit Frauen besetzt. Aber auch sie sieht Unterschiede. Männer handelten oft nach dem Motto "Augen zu und durch", die Politik von Frauen sei "nachhaltiger".

Helga Daub (FDP) stellt bei Männern und Frauen ebenfalls "unterschiedliche Herangehensweisen" fest. Von der sozialen Kompetenz, die Frauen nachgesagt werde, könnten die männlichen Kollegen profitieren. Ihr Fazit: "Das demokratisch legitimierte Parlament kann am besten bestehen, wenn Frauen und Männer Schulter an Schulter ihre Arbeit tun."

SPD-Parteichef Franz Müntefering ist morgen der nächste Interviewpartner der Attendorner Schüler. Er stellt sich im Ursula-Gymnasium ebenfalls Fragen zum Thema "Traumjob Politiker?"

Westfalenpost, Nr.96 (26.4.2005)


Westfälische Rundschau vom 26.4.2005

Parteichef der SPD in Attendorn

Attendorn. SPD-Partei- und -Fraktionschef Franz Müntefering besucht morgen von 12.30 bis 14 Uhr das St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn. Er stellt sich dort den Fragen einer Schülergruppe, die an einem Wettbewerbsprojekt zum Thema "Traumjob Politiker?" arbeitet. Unmittelbar danach fahren die Schüler nach Düsseldorf, um dort ihre Politiker-Interviews fortzusetzen. Die Ergebnisse des umfangreichen Projektes (die WR berichtete) werden bis Juni für einen internationalen Wettbewerb zusammengefasst und zudem im Internet präsentiert.

Westfälische Rundschau, Nr.96 (26.4.2005), Lokalausgabe Olpe


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

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