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Medienreaktionen

WDR-Fernsehen vom 20.5.2005

Wahlkampf-Endspurt

Joschka Fischer und Bärbel Höhn in Siegen

[Kommentator:] Joschka Fischer muss warten. Das ist nicht gerade eine der Stärken des Außenministers, aber noch steht Landesumweltministerin Bärbel Höhn auf der Bühne. Auch Axel Boldt wartet. Er ist Kreisvorsitzender der Grünen in Siegen-Wittgenstein, und für ihn ist Joschka Fischer immer noch die beste anzunehmende Wahlkampfhilfe.

  Bärbel Höhn
Bärbel Höhn im Interview. Im Hintergrund das WDR-Team, das die Schülergruppe für die Schlusssequenz des Fernsehbeitrags filmte.
 
Boldt: Joschka Fischer ist, glaube ich, unsere prominenteste Figur, und er fasziniert sicherlich die Menschen auch im Siegerland. Er ist eigentlich einer, der von ganz unten gekommen ist und Politik von der Straße her gemacht hat und jetzt der zweitwichtigste Mann in Deutschland als Außenminister ist. Ich denke, das ist eine Persönlichkeit, die die Menschen interessiert.

Und diese Persönlichkeit darf jetzt endlich auf die Bühne. Die meisten hier im Publikum sind seine Fans, und der Wahlkämpfer Fischer gibt sich trotz angeschlagener Stimmbänder kämpferisch wie in alten Zeiten und verweist Zwischenrufer in die Schranken.

Fischer: Das hättste gerne. Warum kommst du dann zu den Veranstaltungen der Grünen, wenn du ohne die Grünen was willst... Wenn er vorher schon weiß: ohne Grüne - Ich kann Ihnen versichern, Sie werden am Sonntag stärkere Grüne und nicht schwächere Grüne bekommen!

Noch dreißig Minuten wird Joschka Fischer seine Stimmbänder quälen, bis es weiter geht nach Düsseldorf zur Abschlusskundgebung der Grünen. Der Wechsel von internationaler Diplomatie zum Wahlkampf in der Provinz ist für ihn kein Problem.

Fischer: Ich kenn die Landespolitik, ich kenn die Kommunalpolitik. Und Wahlkampf ist die Essenz der Demokratie. Es gilt die Menschen zu überzeugen, erstens wählen zu gehen und zweitens aus meiner Sicht das Richtige zu wählen. Da sehe ich überhaupt keinen Widerspruch. - Vergesst nicht alle wählen zu gehen!

Sagte es und verschwand mit Berliner Dienstwagen in Richtung A45. Und während Joschka Fischer schon auf der Autobahn war, gab Bärbel Höhn noch Interviews für eine Schüler-AG.

Lokalzeit Südwestfalen, Westdeutscher Rundfunk Siegen, Sendung vom 20.5.2005, 19.32 bis 19.35 Uhr


©  Mike Külpmann (WDR), Siegen und
Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

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