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Medienreaktionen

WDR Online vom 13.9.2005

Projekt "Traumjob Politiker?"

Mit seinem Projekt "Traumjob Politiker?" hat das St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn bei einem internationalen Wettbewerb einen der ersten drei Plätze erreicht. Die Schüler hatten sechs Monate lang deutsche Spitzenpolitiker interviewt und die Gespräche in Videos, Ton-Aufzeichnungen und Fotos multimedial aufbereitet. Damit setzten sich die Attendorner Gymnasiasten gegen rund 1.400 Schülergruppen aus ganz Europa durch. Ausgeschrieben hatte den Wettbewerb der Siemens-Konzern.

Westdeutscher Rundfunk Online, Nachrichten aus Südwestfalen vom 13.9.2005.


WDR-Hörfunk vom 13.9.2005

Schüler interviewten Spitzenpolitiker

Mit seinem Projekt "Traumjob Politiker?" hat das St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn bei einem internationalen Wettbewerb einen der ersten drei Plätze erreicht."Traumjob Politiker?"-Logo Rund 1.400 Schülergruppen aus ganz Europa hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Heute stellten die Attendorner Schüler und Lehrer das Ergebnis ihres Projektes vor. Heiko Hillebrand:

Zunächst befragten die heutigen Elftklässler aus Attendorn deutsche Spitzenpolitiker. Franz Müntefering kam direkt an ihre Schule. Andere wie Bärbel Höhn oder CDU-Generalsekretär Volker Kauder trafen sie bei Wahlkampfveranstaltungen oder im Düsseldorfer Landtag. Sie sprachen zum Beispiel darüber, was einen erfolgreichen Politiker ausmacht oder welche Rolle Frauen in der Politik spielen.

Die Interviews hielten die Schüler in Videos, Audiomitschnitten, Fotos und Texten fest. Für den Wettbewerb der Siemens AG mussten sie daraus dann eine Multimedia-Software programmieren. Das Programm kam bei der Jury so gut an, dass die Attendorner als einzige Gruppe aus NRW auf das Siegertreppchen kamen.

Aus Südwestfalen hatten sich neun Schulen an dem Wettbewerb beteiligt.

Westdeutscher Rundfunk, Studio Siegen, Hörfunk, hier zitiert nach den Lokalnachrichten auf "WDR 2" am 13.9.2005 um 16.30 Uhr.


WDR-Fernsehen vom 13.9.2005

Schülerteam unter den ersten drei

Schülerteam während der WDR-Aufnahme

[Schülerteam im Computerraum. Auf den Monitoren die Präsentation. Diverse Kameraeinstellungen. Kommentar aus dem Off.]

Zum dritten Mal in Folge hat sich ein Schülerteam aus Attendorn bei dem internationalen Software-Wettbewerb "Join Multimedia" unter den ersten drei platziert. Die Schüler des St.-Ursula-Gymnasiums interviewten für ihre Präsentation "Traumjob Politiker?" siebzehn namhafte Größen aller Parteien.

Die Ergebnisse zeigten sie in einer selbst entwickelten und selbst gestalteten Multimedia-Präsentation. Welchen der drei Plätze das Gymnasium belegt hat, wird am Samstag bei der Siegerehrung in München bekannt gegeben.

Insgesamt nahmen an dem Wettbewerb fast 1.400 Bewerber aus 28 Ländern teil.

Westdeutscher Rundfunk, Studio Siegen, Fernsehen, "Lokalzeit Südwestfalen" vom 13.9.2005.


WDR-Hörfunk vom 14.9.2005

Traumjob Politiker?

[Anmoderation:] Am Sonntag - das hat sich ja wohl herumgesprochen - ist Bundestagswahl. Bis dahin wimmelt es nur noch so von Politikern in Fernsehen, Radio, Zeitungen und auf Plakaten: Alle wollen uns ihre Wahrheiten verkaufen. Kaum einer weiß, was so ein Politiker eigentlich wirklich macht - dann, wenn er eben keinen Wahlkampf macht. Rund 600 Politiker und Politikerinnen werden nach [dem] Sonntag dann ins höchste deutsche Parlament einziehen bzw. darin bleiben. Traumberuf Politiker? Ist das wirklich so? Sechs Schüler aus Attendorn im Kreis Olpe haben sich den Job mal genauer angesehen. Dazu haben sie Spitzenpolitiker befragt und die Interviews in Videos, Hörbeispielen, Fotos und Text festgehalten - multimedial sozusagen. Neben den Einblicken ins Politikerleben haben sie so, ganz nebenbei, auch bei einem internationalen Wettbewerb gewonnen.

[Intro-Musik.]

Stefan: Vorher hat man die Politiker eher als Maschinen wahrgenommen, die nur ihre politische Partei oder Richtung vertreten, aber dahinter stecken natürlich auch Privatpersonen, die auch Menschen sind mit ihren Problemen.

[Kommentar:] Ein halbes Jahr lang haben Stefan und seine Mitschüler deutsche Spitzenpolitiker interviewt, entweder direkt an ihrer Schule, bei Wahlkampfveranstaltungen oder im Düsseldorfer Regierungsviertel. Die verschiedenen Intervieworte haben die 16-Jährigen auch in ihrem Multimedia-Projekt eingebaut. Neben Videos der Gespräche kann man auf der DVD den Arbeitsplatz der Politiker anklicken. [Geräusche aus der Präsentation im Hintergrund: Telefonklingeln, Bundestagsgong.] Außerdem zeigt sie die Volksvertreter beim Straßenwahlkampf, bei Pressekonferenzen oder im Landtag. Kerstin war von den, wie sie sagt, "hohen Tieren" erst mal beeindruckt.

Kerstin: Am Anfang war es so: Man ist distanziert. Man hat Angst davor. Man ist nervös. Aber mit der Zeit wurde das eigentlich zur Routine. Man redet mit denen wie mit jedem andern.

[Kommentar:] Was macht einen erfolgreichen Politiker aus? Wie wichtig sind Kompromisse in der Politik? Bei Franz Müntefering, der im Wahlkampf direkt in der Schule vorbeischaute, hört sich das so an:

[O-Ton aus der Präsentation:]

WDR-Reporter im Gespräch mit Kerstin Rüenauver Kerstin: Als "Politiker" bezeichnet man üblicherweise diejenigen Personen, die im Staat die Macht - nämlich die des Volkes - verwalten. Unsere Frage: Ist das überhaupt noch so? Haben Sie noch "Macht"? Ist die nicht längst in die Vorstandsetagen der Konzerne übergegangen?

Müntefering: Das ist natürlich eine ganz wichtige Frage, die wir im Moment ja auch ganz intensiv diskutieren: Was kann Politik und was darf Politik?

[Kommentar:] Konkreter klingt es beim zufälligen Klicken auf die grüne Staatsministerin Kerstin Müller.

[O-Ton aus der Präsentation:]

Kerstin: Frau Müller, Sie sind Politikerin. Das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Frauen in der Politik zumindest quantitativ immer noch eine untergeordnete Rolle spielen. Wie erklären Sie sich das?

Müller: Das liegt an zweierlei. Erstens an der alten Frage, dass in dieser Gesellschaft die Frauen immer noch für die Kinderbetreuung zuständig sind - also für Kinder, Küche, Kirche. Das ist ein klassischer Männerjob leider immer noch.

[Kommentar:] FDP-Landeschef Andreas Pinkwart äußert sich neben allgemeinen Fragen auch über die Rolle der Massenmedien für die Politik. Den Generalsekretär der NRW-CDU Jochen Reck haben die Schüler auch mit diesem Appell festgehalten:

[O-Ton aus der Präsentation:]

Julia-Kristin: Mit welchen Argumenten würden Sie für das politische Engagement Jugendlicher und junger Erwachsener werben?

Reck: Nehmt eure Zukunft selbst in die Hand! Oder wollt ihr fremdbestimmt werden?

[Kommentar:] Beim Formulieren der Fragen hat Lehrer Frank Kugelmeier geholfen. Für ihn war aber von vornherein klar, dass die Politiker die Schüler ernst nehmen würden.

Kugelmeier: Höflichkeit war immer da. Das war, glaube ich, von Anfang an auf Augenhöhe. Das haben die Politiker auch sehr schnell gemerkt und haben gar nicht erst den Versuch gemacht, da jetzt herablassend oder wie auch immer zu antworten.

[Intro-Musik.]

[Kommentar:] Im Intro fliegen Bilder der befragten Politiker über den Bildschirm. Das Hauptmenü zeigt eine Collage der Intervieworte. Mit ihrem multimedialen Porträt über den Politikerberuf haben die Schüler bei einem internationalen Wettbewerb den Sprung unter die ersten drei Plätze geschafft - und das bei fast 1.400 Teilnehmergruppen aus ganz Europa. Der Umgang mit den Politikern hat die Schüler selbstbewusst gemacht, sagen sie. Politiker werden will Jonas deshalb aber noch lange nicht.

Jonas: Irgendwann könnte ich mir vorstellen, Politiker in ihrem Umfeld zu begleiten, ich sag mal: in ihrem Büro, unterwegs im Wahlkampf oder so etwas. Aber Politiker selbst würde ich nicht gerne machen, weil man ständig in der Not ist, irgendwie etwas erklären zu müssen; man muss argumentieren, und es ist auch sehr stressig.

[Schluss der Intro-Musik.]

[Abmoderation:] Das preisgekrönte Multimedia-Projekt "Traumjob Politiker?" von Schülern aus Attendorn im Kreis Olpe hat Heiko Hillebrand für den "Westblick" porträtiert.

Westdeutscher Rundfunk, Hörfunk, hier zitiert aus der Sendung "Westblick" auf "WDR 5" am 14.9.2005 gegen 17.45 Uhr.

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©  Heiko Hillebrand (WDR-Hörfunk), Siegen, Dirk Hammel (WDR-Fernsehen), Siegen und
Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

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