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Medienreaktionen

Westfälische Rundschau vom 21.8.2006

Wirtschaftsminister-Posten für Jürgen Reinholz kein Traumjob

Attendorner Gymnasiasten setzten groß angelegtes Interview-Projekt in Akademie Biggesee fort

Rund 2500 Kilometer legten im letzten Jahr einige Schüler des Attendorner St.-Ursula-Gymnasiums zurück, um Volksvertreter aus Bund und Land zum Thema "Traumjob Politiker?" zu interviewen. Da nahm sich das Gespräch, das sie jetzt mit dem Thüringer Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) in der Politischen Akademie Biggesee führten, fast wie ein Heimspiel aus.

  In der Akademie
Philipp M. Laufenberg (BKU), Minister Jürgen Reinholz und Walter Viegener während der Diskussion in der Politischen Akademie Biggesee.
In die Akademie geladen hatte der Bund Katholischer Unternehmer (BKU), in Attendorn vertreten durch Walter Viegener.

Gegen Ende der Veranstaltung hatten die St.-Ursula-Schüler das Wort. Ob Politiker sein Traumberuf sei, wollten Lea Brohsonn, Carsten Horn und Anna Carla Kugelmeier vom Minister wissen. Wie alle zuvor Befragten verneinte er dies. Eigentlich komme er aus der Wirtschaft. Er habe jedoch nach der Wende eine "politische Verantwortung" empfunden und sich dann zunächst kommunalpolitisch engagiert.

Die Frage, welche Fehler er bereits gemacht habe, beantwortete Reinholz unumwunden: "Ich habe mal eine Förderrichtlinie geändert, kurz bevor ich in Urlaub gefahren bin, ohne sie persönlich ausreichend zu kommunizieren. Die ist dann nicht so richtig rübergekommen."

Daran, dass das Amt des Wirtschaftsministers im Osten schwieriger sei als im Westen, ließ Reinholz keinen Zweifel. Die Frage, wann man aufhören werde, überhaupt zwischen Ost- und Westdeutschland zu unterscheiden, konterte er mit: "Wenn die Mauern aus den Köpfen raus sind."

Auf die "Feenfrage", die die Attendorner Schüler bisher jedem Politiker gestellt haben, wusste der Minister ebenfalls sofort eine Antwort: "Wenn mir die berühmte Fee einen politischen Wunsch erfüllen könnte, dann würde ich sie darum bitten, in die Köpfe aller Deutschen einen klaren Willen zu Reformen einzupflanzen."

Westfälische Rundschau, Nr.193 (21.8.2006), S.ROE_4.


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

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