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Medienreaktionen

Westfälische Rundschau vom 17.1.2007

Diskussion mit Schauerte

Attendorn. Einer Anregung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder folgend, aus Anlass der deutschen EU-Ratspräsidentschaft den diesjährigen 22. Januar an allen Schulen als "Europatag" zu gestalten, findet am kommenden Montag von 11.30 bis 13 Uhr in der Aula der St.-Ursula-Schulen in Attendorn eine Diskussion mit dem heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hartmut Schauerte, statt. Die [sic!] Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 13 des St.-Ursula-Gymnasiums werden mit ihm Probleme der derzeitigen Europapolitik wie EU-Osterweiterung, Verfassungskrise, Subventionspolitik oder Demokratiedefizite, aber auch Fragen der aktuellen Tagespolitik erörtern.

Westfälische Rundschau, Nr.14 (17.1.2007).


Westfälische Rundschau vom 23.1.2007

"Deutschland ist viel zu klein für euch"

Europa-Diskussion im St.-Ursula-Gymnasium Attendorn - Hartmut Schauerte ermunterte 100 Schüler

Attendorn/Kreisgebiet. EU-Richtlinien, EU-Erweiterung, EU-Verfassung: 90 Minuten lang diskutierten rund 100 Attendorner Gymnasiasten gestern mit Hartmut Schauerte. Der Parlamentarische Staatssekretär aus Flape bezog geduldig zu allen Fragen Stellung - zu fast allen: Eine Antwort blieb er den St.-Ursula-Schülern schuldig.

  In der Aula
Rund 100 Schüler diskutierten mit Hartmut Schauerte (rechts).
Dafür erntete Schauerte allerdings nicht etwa Missfallenskundgebungen, sondern Beifall. "Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?", wollte eine Schülerin von dem CDU-Politprofi wissen, doch Schauerte winkte ab. "Ich gehöre euch nicht ganz", meinte er. "Und ein paar Dinge behalte ich für mich."

Die wissbegierigen jungen Leute werden's verschmerzen, denn bei der anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft anberaumten Diskussionsrunde in der Aula des St.-Ursula-Gymnasiums erfuhren sie viel über Europa und über Schauertes Sicht der Dinge.

Unmissverständlich sprach sich der Christdemokrat gegen eine Aufnahme der Türkei ("Die ragt mit ihren Bevölkerungsströmen nach Zentralasien hinein") in die EU aus. Mit ins europäische Boot gehörten dagegen Kroatien, Serbien, Griechenland [sic!] und Mazedonien. Dann müsse aber auch "Schluss sein". Denn, so Schauerte: "Europa muss Grenzen haben."

Die Arbeitszeit in Deutschland auch, allerdings nach Schauertes Dafürhalten eher nach unten als nach oben. Dass ihm 42 Stunden pro Woche besser gefallen als 35, daraus machte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium keinen Hehl. "Wir müssen arbeiten", forderte er. Und lernen, nämlich "Sprachen, Sprachen, Sprachen" - gerade im Hinblick auf die Chancen im schrankenlosen Europa. "Deutschland", ermunterte Hartmut Schauerte die Schüler, "ist viel zu klein für euch."

Westfälische Rundschau, Nr.19 (23.1.2007), S.ROE_5.


©  Michael Alexander (Westfälische Rundschau), Olpe/Dortmund und
Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

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