Zurück Übersicht Seitenende Weiter

Zur Übersicht   Zur Übersicht

Medienreaktionen

Sonntags-Anzeiger vom 28.1.2007

"Deutschland ist zu klein für eure Zukunft"

Attendorner Gymnasiasten im Gespräch mit Hartmut Schauerte

  Gruppenfoto
Peter Beul (Klasse 13), Carsten Horn (Klasse 7), Anna Caria Kugelmeier (Klasse 8), Sonja Lütteke, Ines Linke und Dominik von Hagen (Klasse 13) vom St.-Ursula-Gymnasium Attendorn sprachen mit MdB Hartmut Schauerte über die Europäische Union.
Attendorn. Im Rahmen des von Bundeskanzlerin [Merkel] initiierten EU-Projekttages diskutierte der Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Hartmut Schauerte, jetzt mit Schülerinnen und Schülern des St. Ursula-Gymnasiums Attendorn.

Einen Schwerpunkt der Diskussion bildete das Thema Bürokratieabbau. Schauerte betonte, dass hier klare Zuständigkeiten hergestellt werden müssten, was national und was europäisch sei.

Das Stichwort Sprachbarrieren in der EU griff Schauerte auf, [um] den Schülerinnen und [Schülern] ins Gewissen zu reden: "Deutschland ist zu klein für eure Zukunft. Wenn Ihr freiwillig oder entsendet unterwegs sein, müsst ihr außer eurer Muttersprache mindestens eine Sprache, am besten Englisch, sprechen können. Das ist der wichtigste Rat, den ich euch geben kann." Ein Schüler wollte wissen, ob Bundeskanzlerin Angela Merkel die deutsche EU-Ratspräsidentschaft für einen Neuanlauf zum EU-Verfassungsvertrag für die inzwischen 27 Staaten nutzen werde. "Ich traue der Frau Bundeskanzlerin viel zu, sie ist eine starke Type", sagte Schauerte spontan. Doch würden sechs Monate nicht ausreichen, Veränderungen auf den Weg zu bringen. Deshalb würde Deutschland jetzt schon mit den beiden Nachfolgestaaten kooperieren, um dann gemeinsam in 18 Monaten etwas zu bewirken.

Natürlich kam auch die Frage nach der CDU-Schwesterpartei in Bayern. "Wir hatten zwei Stürme und beide hatten zwei Dinge gemeinsam, sie waren sehr heftig und sehr kurz", so Schauerte. Stoiber habe einen guten Job gemacht, nicht ohne Grund sei Bayern das am besten aufgestellte Land in Deutschland. Doch er habe eine gute Wahl getroffen, seine Ämter niederzulegen, denn er habe seinen eigenen Höhepunkt überschritten. Dagegen beantwortete er die außergewöhnliche Frage, ob er an ein Leben nach dem Tod glaube, nicht: "Ich muss auch etwas für mich behalten können."

Sonntags-Anzeiger, Nr.4 (28.1.2007), S.23.


©  Marianne Möller (SWA/Sonntags-Anzeiger), Olpe/Siegen und
Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

Zurück Übersicht Seitenanfang Weiter