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Medienreaktionen

Sauerlandkurier vom 28.1.2007

MdB Hartmut Schauerte diskutierte mit Schülern

Falsche Denkweise: "Wenn in Deutschland nichts läuft, liegt es an der EU"

  Diskussion
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, MdB Hartmut Schauerte, diskutierte mit Schülern des Ursula-Gymnasiums Attendorn über Europa.
Attendorn. Anlässlich des Europatages kam der parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hartmut Schauerte (CDU), kürzlich ins St.-Ursula-Gymnasium. Dort stellte er sich der Diskussion mit Schülern der Jahrgangsstufen 7 bis 13 zu Problemen der momentanen Europapolitik.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte mit den Ministerpräsidenten die Gestaltung des Europatages an allen deutschen Schulen angeregt. Grund dafür ist die deutsche EU-Ratspräsidentschaft. 700 Schulen beteiligten sich an dem Projekt und erhielten Besuch von Politikern.

Der aus Flape stammende Bundestagsabgeordnete Hartmut Schauerte nahm die Einladung des St.-Ursula-Gymnasiums gerne an. Hier erwarteten ihn mehr als hundert Schüler in der Aula. Sechs Schüler aus den Jahrgangsstufen 7, 8 und 13 stellten Schauerte "am runden Tisch" gut vorbereitete Fragen zur Europapolitik. So [waren] die zukünftige Erweiterung der EU und der Beitritt der Türkei ein Thema. Schauerte erklärte den Schülern, dass es jetzt zunächst einmal Zeit braucht, damit Europa zusammenwachseh kann. Deshalb müsse es erst mal eine Pause in der Erweiterung geben. "Europa darf nicht grenzenlos sein", bekräftigte der Politiker.

EU-Verdrossenheit in Deutschland

Er schloss auch aus, dass die Türkei doch noch ein EU-Land werden könne. "Die Türkei steht in einer 'privilegierten Partnerschaft' zu Europa, sollte aber nicht dazugehören", erklärte Schauerte. Er berief sich dabei auf die geografische Lage und die Entfernung der Türkei zu Europa.

Momentan umfasst die EU 27 Nationen. Der Bundestagsabgeordnete machte den Schülern deutlich, dass die EU einen großen Teil ihrer Zukunft ausmacht. Die bestehenden Sprachbarrieren innerhalb der EU nahm er zum Anlass, den Gymnasiasten folgenden Rat zu geben: "Deutschland ist viel zu klein für eure Zukunft. Lernt mindestens eine Sprache."

Die momentan bestehende EU-Verdrossenheit Deutschlands erklärte Schauerte damit, dass die Schuld für eine schlechte Situation gerne immer auf die nächsthöhere Ebene geschoben würde. "Wenn in Deutschland nichts läuft, liegt es an der EU", erläuterte Schauerte die Denkweise vieler Menschen. In Bezug auf Änderungen von Din-Normen verdeutlichte Schauerte, dass diese wichtig sind für eine austauschbare Wirtschaft.

Andere Neuerungen dienen dem Erzielen der Verbrauchersicherheit, als Beispiel wurden die strengen Kontrollen nach den Fleischskandalen genannt. Die Meinung Schauertes zur Änderung des Reinheitsgebots wurde auch deutlich. "Ich habe schon ein Problem damit, wenn wir unser Bier nicht mehr so brauen dürfen, wie wir es gewohnt sind."

Sauerlandkurier vom 28.1.2007, S.5.


©  Anette Leusmann (Sauerlandkurier) Olpe/Grevenbrück und
Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

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