Zurück Übersicht Seitenende Weiter

Zur Übersicht   Zur Übersicht

Medienreaktionen

Westfälische Rundschau vom 23.5.2007

Nur Attendorner Gymnasiasten folgten Einladung zum "Gipfel"

Schüler-AG konnte in Köln ausgiebig mit Europa- und Bundestagsabgeordneten diskutieren

Diskussion mit Ursula Heinen MdB
In Köln diskutierten die Attendorner Jugendlichen mit den Politikerinnen.

Die Meldung folgt, wie auch die unten abgedruckte aus der Siegener Zeitung, weitgehend den Presseinformationen des St.-Ursula-Gymnasiums.
Westfälische Rundschau, Nr.118 (23.5.2007), S.ROE_5


Siegener Zeitung vom 25.5.2007

Politikerinnen und Jugendliche im Gespräch

"Traumjob Politiker?"-AG beim "EU-Schülergipfel" in Köln

Attendorn/Köln. "Europa wird 50": Unter diesem Motto hatte das Bundespresseamt jetzt interessierte Jugendliche aus NRW nach Köln zu einem "EU-Schülergipfel" mit Europa- und Bundestagsabgeordneten eingeladen. Die Schüler-AG "Traumjob Politiker?" des Attendorner St.-Ursula-Gymnasiums ließ sich diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen. Wie sich vor Ort herausstellte, waren die Jugendlichen aus der Hansestadt allerdings, vermutlich wegen des beweglichen Ferientags, die einzigen Gäste der Veranstaltung. Umso mehr Zeit nahmen sich die anwesenden Parlamentarierinnen für die Fragen der Sauerländer.

Einig waren sich alle Politikerinnen darin, dass die Zukunft nicht in den Nationalstaaten, sondern in einem vereinten Europa liege. Nur die EU, so Ruth Hieronymi (CDU), Mitglied des Europäischen Parlaments, könne auf Dauer Frieden und soziale Sicherheit in Europa erhalten. Differenzen zeigten sich indessen in der Frage eines möglichen EU-Beitritts der Türkei. Hier bezog Hieronymi eindeutig Position: Ihrer Ansicht nach würde eine Vollmitgliedschaft sowohl die Türkei als auch die EU überfordern. Etwas moderater äußerte sich ihre Parteikollegin, die Bundestagsabgeordnete Ursula Heinen. Für die CDU sei dies ein "heißes Thema". Sie persönlich könne sich zwar eine Mitgliedschaft der Türkei, sofern diese ihr Rechtssystem anpasse, vorstellen; die CDU generell setze jedoch auf eine "privilegierte Partnerschaft". Demgegenüber sprach sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Lale Akgün, selbst gebürtige Türkin und seit 1981 Deutsche, massiv für einen Beitritt aus: "Wenn Europa strategisch und geopolitisch an Bedeutung gewinnen möchte, muss es die Türkei aufnehmen." Natürlich müsse aber auch die Türkei diesbezüglich "ihre Hausaufgaben machen".

Die Brücke von der Europa- zur innerdeutschen Politik schlugen die Schüler, indem sie die aktuelle Krippenpolitik der Bundesregierung thematisierten. In dieser Frage herrschte unter allen Anwesenden Einmütigkeit. Besonders betroffen zeigte sich die grüne Bundestagsabgeordnete Kerstin Müller, seit letztem Jahr Mutter einer Tochter. Auch als Oppositionspolitikerin unterstütze sie den Vorstoß der Familienministerin ausdrücklich. Der Ausbau der Betreuungsplätze für die Unter-Dreijährigen sei überfällig. Es sei ein Skandal, dass die Unterbringung der Kinder in Deutschland, anders als in anderen europäischen Ländern, immer noch als Privatsache abgetan werde. Auch die CDU-Abgeordnete Ursula Heinen plädierte dafür, mehr für die Kinder und die Familien zu tun. Dazu gehörten selbstverständlich mehr Kindergarten- und Krippenplätze, aber auch eine bessere Versorgung in den Bereichen Schule und Ausbildung.

Lale Akgün (SPD) begrüßte die Diskussion um die Kinderbetreuung ebenfalls. Sie erinnere sich leidvoll daran, wie sie als berufstätige Mutter habe bitten und betteln und organisieren müssen, um ihr Kind versorgt zu wissen. Auf die Frage der Schüler, wie sie in diesem Zusammenhang die Äußerungen des Augsburger Bischofs Walter Mixa zur Krippenpolitik bewerte, winkte Akgün ab: "Das ist der Versuch, die Zeit aufzuhalten. Aber die Zeit lässt sich nicht aufhalten."

Der Text entspricht weitestgehend den Presseinformationen der Schule.
Siegener Zeitung, Nr.120 (25.5.2007), S.8.


Westfalenpost vom 30.5.2007

Europa-Informationen aus allererster Hand

Attendorner Gymnasiasten beim "EU-Schülergipfel" in Köln

Diskussion mit Lale Akgün MdB
Die Schüler des Projekts "Traumjob Politiker?" beim Interview mit Parlamentarierinnen in Köln.

Auch dieser Artikel entspricht weitgehend der Pressemeldung des St.-Ursula-Gymnasiums.
Westfalenpost, Nr.123 (30.5.2007), S.POEK4.


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

Zurück Übersicht Seitenanfang Weiter