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Medienreaktionen

Westfalenpost vom 14.8.2007 (Auszug)

"Solange ich lebe, wird die Firma Viega nicht verkauft"

Walter Viegener präsentierte sich als Unternehmer mit sozialer Verantwortung

Attendorn. Aktionstag zum Thema Globalisierung am Attendorner Ursula-Gymnasium: Neben den deutschen UN-Jugenddelegierten Marah Köberle (22) aus Augsburg und Jonathan Mack (23) aus Berlin war Walter Viegener, Mitinhaber des Armaturenherstellers Viega, zu Gast. Er schilderte den Schülern die Auswirkungen der Globalisierung auf die heimische Wirtschaft.

Wohl kaum jemand hätte den Jugendlichen besser erzählen können, wie eng verwoben die vielen Industriearbeitsplätze im Kreis Olpe mit der Weltwirtschaft sind. Denn Viega, mit 2800 Mitarbeitern ein Riese der Sanitärbranche, hat mittlerweile einen Exportanteil von 50 Prozent - Tendenz steigend. Hauptexportland sind die USA, und in Kansas befindet sich deshalb auch ein Werk, die einzige Viega-Produktionsstätte im Ausland. Denn obwohl Viega längst ein "global player" ist, kämpft die Firmenleitung um den Standort Deutschland: "Wir investieren derzeit in allen Werken, also in Attendorn, in Ennest, in Elspe, in Thüringen und in Bayern", betonte Walter Viegener (51) und versprach, dass Viega trotz manches Übernahmeangebotes ein Familienunternehmen bleiben solle: "Solange ein Tropfen Blut in meinen Adern fließt, wird die Firma nicht verkauft." [...]

Westfalenpost, Nr.187 (14.8.2007), S.POEA1 (gekürzt).


Westfalenpost vom 15.8.2007

Interview

Attendorn. Jonathan Mack (23), Student der Politikwissenschaft in Berlin, ist einer von zwei deutschen Jugenddelegierten bei den Vereinten Nationen in New York. Er war Gast eines Projekttages zum Thema "Globalisierung" am St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn.

1. Was sind die Aufgaben eines Jugenddelegierten?

Kurz gesagt: die Stimme der Jugend aus Deutschland bei den Vereinten Nationen einzubringen. Das geschieht dort im Ausschuss für humanitäre, kulturelle und soziale Fragen. Ich bin jetzt seit einem halben Jahr in Deutschland unterwegs, wurde von zahlreichen Schulen und Jugendgruppen eingeladen und habe mit vielen Menschen gesprochen. Ich kann die Forderungen und Bedürfnisse von Jugendlichen jetzt vielleicht ganz gut erfassen.

2. Sind Sie repräsentativ für die hiesige Jugend?

Nein, dazu ist die Jugendszene zu vielfältig. Ich habe mich beim Deutschen Nationalkomitee für Internationale Jugendarbeit beworben, einer Art Dachverband für nahezu alle Jugendorganisationen in Deutschland, etwa Jugendfeuerwehr, Jugendrotkreuz, Pfadfinder, katholische und evangelische Jugendgruppen. Insofern stehen 10 Millionen Jugendliche hinter mir.

3. Waren Sie schon einmal im UN-Hauptquartier?

Ja, und es ist sehr spannend gewesen durch das Gebäude zu gehen und daran zu denken, dass dort Politik gemacht wird. Bei aller Kritik an den Vereinten Nationen ist es doch gut, dass es ein Forum gibt, wo jeder Staat einen Sitz hat und wo Dinge besprochen und gemeinsam Lösungen für die Konflikte der Welt gesucht werden.

Mit Jonathan Mack sprach Hubertus Heuel.

Westfalenpost, Nr.188 (15.8.2007).


©  Hubertus Heuel (Westfalenpost), Hagen/Attendorn und
Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

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