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Medienreaktionen

Demokratisch Handeln - Dokumentation (Auslieferung: September 2007)

Traumjob Politiker? Eine Annäherung an unsere Volksvertreter

Im zweiten Projekt des St.-Ursula-Gymnasiums Attendorn untersuchen die Schülerinnen und Schüler den Alltag und die Arbeit von Politikern. Sie führen Interviews durch und verarbeiten ihre Ergebnisse in einer Multimediapräsentation, zu der auch eine Software für die spätere Verwendung im Unterricht gehört.

Ziel des Projektes ist es, Interesse für politische Entscheidungsprozesse zu wecken und diese zu konkretisieren sowie Schülern das Wesen politischer Arbeit zu vermitteln. Das Projekt ist mehrjährig konzipiert: So wirken im Jahr 2005 elf Schüler im "inneren Kern" mit, gegenwärtig sind sieben Schüler im Alter von zwölf bis 17 Jahren dabei sowie weitere, die sich nur gelegentlich beteiligen. Die Schüler schreiben zunächst Politikerinnen und Politiker an und bitten um einen Gesprächstermin. Wenn dieser vereinbart ist, recherchieren sie über die jeweiligen Arbeitsgebiete ihrer Interviewpartner und erarbeiten einen Fragenkatalog. Dieser enthält sowohl Standard- als auch speziell auf die Politiker zugeschnittene Fragen. Angesprochene Themen sind Fraktionsdisziplin, politische Visionen, Jugend, Medien und Politik, Frauen in der Politik und Europapolitik. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe führen auch Erhebungen über das Image der Politik durch und zeichnen die Interviews sowohl auf Video als auch mit Audiorekordern auf. Bei ihren Recherchen arbeiten sie mit den zuständigen Behörden und Organisationen zusammen, wie Landtagen oder Parteizentralen. Zu den Gesprächspartnern der Schüler zählen bundesweit bekannte Persönlichkeiten wie Franz Müntefering, Volker Kauder, Peer Steinbrück, Jürgen Rüttgers, Bärbel Höhn und Oskar Lafontaine. Neben den multimedialen Mitschnitten transkribiert die Arbeitsgruppe die Interviews und stellt sie im Internet zur Verfügung.

Das Projekt verfolgt zwei primäre Ziele. Zum einen ermöglicht es den Mitgliedern der AG, selbstständig Kompetenzen wie Recherchieren, Organisieren, die Erarbeitung standardisierter Fragebögen und die multimediale Aufbereitung ihrer Arbeitsergebnisse zu lernen bzw. zu erweitern. Zum anderen vermitteln die Internetpräsentation und die erstellte Software anderen Schülern Wissen über politische Prozesse. Die AG-Mitglieder übernehmen somit selbst eine pädagogische Funktion und führen ihre Klassenkameraden an eine intensivere Auseinandersetzung mit politischen Fragen heran.

Förderprogramm Demokratisch Handeln (Hrsg.): Ergebnisse und Kurzdarstellungen zur Ausschreibung 2006, 2. Auflage Jena 2007, S.43.


©  Katrin Berndt, Saarbrücken und
Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

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