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Medienreaktionen

Westfalenpost vom 14.11.2007

Von erschreckt bis betont sachlich

Die Reaktionen im Kreis Olpe auf den Müntefering-Rücktritt fallen sehr unterschiedlich aus - auch in seiner Partei

  Müntefering mit Schülergruppe
Im Mai [sic!] 2005 war Franz Müntefering Gast im Attendorner St.-Ursula-Gymnasium und ließ sich zum Thema "Traumjob Politiker?" interviewen. Schon damals räumte er ein, dass es in der SPD Positionen gab, die er nur schwer mittragen konnte.
Kreis Olpe/Berlin. Betont zurückhaltend nahm gestern Bernd Banschkus, Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Olpe, die Nachricht vom Rücktritt Franz Münteferings auf: "Es kommt überraschend, aber man muss das ganz sachlich zur Kenntnis nehmen und akzeptieren."

Dass die SPD mit Müntefering eine Galionsfigur verliere, glaubt Banschkus nicht: "Davon hat er sich in den letzten Jahren schon mehr und mehr verabschiedet." Der Kreisverbandsvorsitzende macht keinen Hehl daraus, dass er "Müntes" Position im Streit mit dem Parteivorsitzenden um das ALG1 und Hartz IV nicht geteilt hat, sondern, wie wohl die Mehrheit in der Partei, die Position von Kurt Beck vertritt. "Aber ich bin auch keiner, der gefordert hätte, Müntefering müsse zurücktreten." [...]

Und auch Hartmut Schauerte, Parl. Staatssekretär im Wirtschaftsministerium und CDU-Abgeordneter des Kreises Olpe [...] machte sich so seine Gedanken zum Münte-Rücktritt: "[...] Münte ist ein Sauerländer, mit dem konnte man an den Schrauben drehen und manche Fragen für das Sauerland positiv entscheiden. Bei allen Vermutungen für politische Hintergründe seines Rücktritts, an denen bestimmt auch etwas dran ist, muss man seinen Entschluss, für seine Frau da zu sein, respektieren, und man darf dies auf keinen Fall wegdiskutieren. [...]"

Westfalenpost, Nr.265 (14.11.2007), S.POEK1 und POEK2 [gekürzt].


©  Gunnar Steinbach und Paul Rötz (Westfalenpost), Hagen/Olpe und
Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

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