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Medienreaktionen

Westfalenpost vom 6.5.2009

Gewaltspiele sollte man verbieten

Schüler fragten, Kandidaten antworteten

Attendorn. Gleich zwei politische Hoffnungsträger stellten sich jetzt den Schülerinnen und Schülern des Attendorner St.-Ursula-Gymnasiums vor. Vergangene Woche besuchten Dr. Matthias Heider, heimischer Bundestagskandidat der CDU, und Petra Crone, Mitbewerberin der SPD, den Sozialwissenschaften- und Geschichtsunterricht der Jahrgangsstufe 12.

  Petra Crone
Petra Crone: Zu häufig Streit innerhalb der SPD.
Den Mittelpunkt der Gespräche bildete naturgemäß die Finanzkrise. Hier riet Dr. Heider zur Mäßigung. Massives Eingreifen des Staates belaste zukünftige Generationen beträchtlich. Schon jetzt verlange der Staat viel von seinen Bürgern. Der CDU-Bewerber schlug deshalb vor, den Solidaritätszuschlag Ost mit dem Ende der nächsten Legislaturperiode abzuschaffen.

SPD-Kandidatin Crone brachte hingegen einen "Bildungs-Soli" ins Gespräch - eine Abgabe für Besserverdienende, die komplett in die Bildung investiert werden solle. Zudem komme der Staat um Hilfen für angeschlagene Unternehmen nicht herum. Direkte Staatsbeteiligungen lehnte allerdings auch sie ab.

Welches der größte politische Fehler der vergangenen Jahre gewesen sei, wollten die Schüler weiter wissen. Matthias Heider machte hier Versäumnisse bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus aus. Dessen Bedeutung sei von der Politik zu spät erkannt worden. Versäumnisse habe es aber auch in der Wirtschaftspolitik gegeben: "Wir haben in guten Zeiten zu wenige Mittel für Krisenzeiten beiseite gelegt. Das macht sich jetzt in einer hohen Staatsverschuldung bemerkbar."

Petra Crone beklagte den mangelnden Reformwillen des Staates. Insbesondere bei der Änderung der Sozialsysteme hätten die Weichen früher gestellt werden müssen. Als größten Fehler ihrer eigenen Partei bezeichnete Petra Crone die häufigen und "zu lauten" innerparteilichen Streitereien. Matthias Heider erklärte, der größte Fehler der CDU sei 2005 der Eintritt in die Große Koalition gewesen.

Große Unterschiede zeigten sich dann auch in den Aussagen der beiden Kandidaten zu künftigen Koalitionen. Während Heider klar einem Regierungsbündnis aus Union und FDP zuneigte, sah Crone zwei Optionen: entweder eine Fortsetzung der Großen Koalition oder eine "Ampel". Die Variante Rot-Rot-Grün schloss sie aus und machte dies unter anderem an der Person Oskar Lafontaines fest: "Der redet zwar populistisch, macht aber, wenn es darauf ankommt, die Mücke."

Noch härter mit Lafontaine ins Gericht ging der CDU-Kandidat: Der Fraktionschef der Linken stelle die "Systemfrage" und sehe die Bundesrepublik nur als "lästiges Durchgangsstadium" auf dem Weg zum Sozialismus. Dem müsse man sich entgegenstellen.

Unter dem Eindruck des Amoklaufs von Winnenden baten die Schüler die zwei Politiker auch um eine Stellungnahme zu sogenannten Killerspielen. Hier waren sich beide Kontrahenten einig: Gewaltverherrlichende Computerspiele sollten - zumindest für Minderjährige, wenn nicht gar grundsätzlich - verboten werden. Auf Einwände einiger Zuhörer hin erklärten die Befragten allerdings, sich nicht wirklich in der Materie auszukennen. "Vielleicht sollten Sie mich mal zu solchen Spielen einladen", schlug Petra Crone den Jugendlichen vor. Die reagierten prompt: "Wir kommen darauf zurück!"

Westfalenpost, Nr.105 (6.5.2009), S.POEA1.


Westfälische Rundschau vom 6.5.2009

Kandidaten standen Rede und Antwort

Petra Crone (SPD) und Dr. Matthias Heider (CDU) zu Gast im Attendorner St.-Ursula-Gymnasium

Der Bericht folgt - wie auch der oben zitierte - einer Presseinformation der Schule.
Westfälische Rundschau, Nr.105 (6.5.2009), S.ROE_4.


Sauerlandkurier vom 10.5.2009

Mehr oder weniger Staat?

Bundestagskandidaten gaben Auskunft in Attendorn

Petra Crone im Gespräch
Petra Crone (li.) bewirbt sich für die heimische SPD, Dr. Matthias Heider kandidiert als CDU-Politiker für den Bundestag.

Auch dieser Bericht folgt in leicht gekürzter Form der schulischen Presseinformation.
Sauerlandkurier vom 10.5.2009, S,7.
Die vollständige Fassung des Berichts findet sich in der Online-Ausgabe des Sauerlandkurier vom 6.5.2009.


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

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