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Medienreaktionen

Grünen-Ortsverband Attendorn online vom 22.5.2009

Schüler fühlten den BM-Kandidaten auf den Zahn

Auf einen Termin hatte sich Bürgermeister-Kandidatin Rita in der Weide schon lange gefreut: auf die Podiumsdiskussion vor Schülerinnen und Schüler des Attendorner St.-Ursula-Gymnasiums. Am Mittwoch, 20. Mai 2009, war es nun so weit. Rund 400 Jungwähler verfolgten am Vormittag die kurzweilige, im Stil einer Polit-Talkshow abgehaltene Diskussionsrunde, bei der sich neben Rita in der Weide auch die drei weiteren Bewerber um das Bürgermeisteramt vorstellten. Organisiert worden war die Veranstaltung von Schülerinnen und Schülern des Grundkurses Sozialwissenschaften und der AG „Traumjob Politiker?”. Neben Fragen zu den politischen Zielen ging es dabei auch darum, die Kandidaten persönlich kennenzulernen und ihre Schlagfertigkeit zu testen.

So wurde beispielsweise die Frage gestellt, ob es sinnvoll sei, den Mond zu besiedeln und beispielsweise zu asphaltieren. "Vielleicht sollte man ihn nicht komplett asphaltieren, aber er könnte zumindest in Teilen zur Entlastung unseres irdischen Verkehrs dienen", befand Rita in der Weide nach kurzer Überlegung. Jedoch habe sie noch eine weitaus bessere Verwendung für den Erdtrabanten: "Man sollte dort vor allem auch ein großes Areal einrichten, auf dem sich alle, die hier auf der Erde destruktive Stimmung verbreiten, einmal richtig austoben und wieder zur Besinnung kommen können!"

Natürlich bestand die Talkrunde nicht nur aus derart hypothetischen Fragen wie jener nach einer etwaigen Nutzung des Mondes. Ganz konkret wollten die Schülerinnen und Schüler wissen, wie die Bürgermeister-Kandidaten die Sicherheitslage in Attendorn bewerten. Vor wenigen Wochen war ein Gymnasiast zu nächtlicher Stunde in der Innenstadt verprügelt worden und musste mit schweren Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Daraufhin hatte der Schulleiter des Rivius-Gymnasiums seinen Schülern angeraten, die Innenstadt von Attendorn künftig zu meiden. Ob man sich an diese Empfehlung halten solle, wollten die Fragesteller am Mittwoch wissen. Rita in der Weide, selbst Bewohnerin der Attendorner Innenstadt, wusste allerdings zu beruhigen. "Attendorn ist diesbezüglich kein heißeres Pflaster als andere Städte." Auch wenn die jüngsten Meldungen nächtlicher Übergriffe manchmal ein anderes Bild vermittelt hätten und dazu geführt haben, dass einige Bürgermeister-Kandidaten reflexartig eine höhere Polizei- und Nachtwächterpräsenz rund um den "Alten Markt" forderten, will die grüne Bürgermeister-Kandidatin nicht in die Kerbe der Panikmache schlagen. "Hier ist jeder Einzelne gefordert. Es gibt kein pauschales No-go-Area in unserer Stadt. Wer aufmerksam ist, die Situation beobachtet und sich im richtigen Moment zurückhält, dem passiert auch nichts."

Eigenverantwortliches Handeln fordert Rita in der Weide von den Schülern auch in puncto "Angebote für die Jugend". Nicht die Stadt oder der Bürgermeister sollten den Jugendlichen sagen, was gut für sie sei und was sie sich zu wünschen haben, sondern die Jugendlichen sollten ihre Forderungen formulieren und sich aktiv an der Umsetzung beteiligen. Dass dies in Zeiten der Finanzkrise, von der auch Attendorn betroffen ist, natürlich etwas schwieriger sei als sonst, darüber herrschte auf dem Podium selbstverständlich Einigkeit. Doch Rita in der Weide machte klar, dass gute Ideen nicht viel Geld kosten müssen: "Die Jugend muss aufstehen und sagen, was sie will. Der Bürgermeister kann helfen, diese Träume durchzusetzen!", schrieb sie den Jungwählern ins Stammbuch.

Nach Abschluss der Diskussion zeigte sich die grüne BM-Kandidatin begeistert von der Organisation des Vormittages. "Ich hatte mich nicht speziell auf diesen Termin vorbereitet. Ich wollte den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, mich kennenzulernen - und nicht etwa ein Bild dessen, was ich aus wahltaktischen Gründen vielleicht vor dieser speziellen Zielgruppe abgeben sollte. Allerdings haben es mir die jungen Moderatoren mit ihrer schlagfertigen, witzigen, aber gleichzeitig sehr informierten Art auch sehr einfach gemacht, mich schnell auf der Bühne wohlzufühlen", lobte sie den Ablauf der Diskussion und speziell den persönlichen Einsatz der jungen Diskussionsleiterin Anna Carla Kugelmeier.

Die Westfalenpost berichtet ausführlich über die Podiumsdiskussion am St.-Ursula-Gymnasium. Weitere Informationen zur Kommunalwahl finden sich auf den Seiten des St.-Ursula-Gymnasiums. Dort kann man sich auch ein kurzes Videoporträt über Rita in der Weide anschauen, das im Vorfeld der Veranstaltung von den Schülerinnen und Schülern produziert wurde.

Bündnis 90/Die Grünen - Ortsverband Attendorn online vom 22.5.2009,
URL: http://www.gruene-attendorn.de/2009/05/schuler-fuhlten-den-bm-kandidaten-auf-den-zahn/


©  Rita in der Weide bzw. Bündnis 90/Die Grünen - Ortsverband Attendorn sowie
Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

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