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Medienreaktionen

Sauerlandkurier vom 27.5.2009

Podiumsdiskussion

Bürgermeisterkandidaten stellten sich

Vier Bürgermeisterkandidaten ringen derzeit um das höchste Amt in der Hansestadt. Und der Wahlkampf hat früher begonnen als erwartet. Was aber haben die Bürger von Uwe Beul, Wolfgang Hilleke, Dieter Hundt und Rita in der Weide zu erwarten? Um sich ein Bild von den Kandidaten zu machen, wurde in der vergangenen Woche eine Podiumsdiskussion im St.-Ursula Gymnasium veranstaltet.

  Gesprächsrunde
Uwe Beul, Wolfgang Hilleke, Anna Carla Kugelmeier, Rita in der Weide und Dieter Hundt (v.l.) boten eine abwechslungsreiche Runde.
Über 30 Schüler der Klassen zehn, elf und zwölf haben diese Veranstaltung vorbereitet. Die Fachschaft Sozialwissenschaften des St.-Ursula-Gymnasiums hat sich um zahlreiche ähnliche Projekte gekümmert, dementsprechend professionell war die Planung.

In einem Trailer wurden die Kandidaten vorgestellt, bevor sie sich zahlreichen Fragen stellen mussten. Dabei haben die Schüler auch brisante und aktuelle Themen einbezogen. So wurde Uwe Beul (SPD) auf die zehn Fragen angesprochen, die sich mit der Arbeit von Wolfgang Hilleke beschäftigt haben und die Anfang des Jahres für viel Wirbel in Attendorn gesorgt hatten. "Er ist definitiv kein Angstgegner", bekräftigte Uwe Beul und entschuldigte sich für die damalige Vorgehensweise.

Auf die Frage, welche Vorteile Rita in der Weide gegenüber ihren Mitbewerbern hat, antwortete sie: "Ich bin eine Frau". Wolfgang Hilleke erklärte, auf seinen Blog im Internet angesprochen: "Die Menschen haben dadurch die Möglichkeit, mich kennen zu lernen." Dieter Hundt musste sich die Frage gefallen lassen, ob er sich der CDU verbunden fühlt, da er der Partei erst 2004 beigetreten ist. "Die CDU ist für mich äußerst wichtig", bekräftigte der CDU-Kandidat, der vorher Mitglied der UWG war.

In einer anschließenden Diskussionsrunde ging es um Jugendthemen. Moderatorin Anna Carla Kugelmeier leitete eine abwechslungsreiche Runde, bei der immer wieder Themen wie Jugendamt, Jugendparlament und natürlich die Freizeitgestaltung im Mittelpunkt standen. Schnell wurde klar, dass bei rückläufigen Einnahmen keine großen Versprechungen zu erwarten waren. Aber auch mit günstigen Aktionen kann man was erreichen, war sich Wolfgang Hilleke sicher. "Bietet man den Attendonern was, sind sie da - das macht diese Stadt lebenswert", erklärte der unabhängige Kandidat.

Angesprochen auf die Sicherheit in Attendorn erklärte Rita in der Weide: "Ich gehe immer noch nachts alleine durch die Stadt und habe keine Angst." Gegen die zum Teil sicher subjektiv empfundene Angst, waren sich die Kandidaten sicher, könne wohl nur weitere Polizeipräsenz helfen. Neben den Stadtwächtern sind gerade am Wochenende auch Mitglieder eines Sicherheitsdienstes in Attendorn unterwegs, so dass hier schon viel erreicht wurde.

Um Spontanität ging es beim nächsten Programmpunkt. Die vier Kandidaten mussten sich zur Frage "Soll der Mond asphaltiert werden?" äußern. Mit viel Kreativität und Witz wurde die Frage kontrovers diskutiert.

In der abschließenden Runde ging es um viele politische Themen, wie den demographischen Wandel und die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die heimische Hansestadt. Unterschiedliche Ansätze der Kandidaten verdeutlichten, dass es hier sicher kein Patentrezept zur Lösung der Probleme geben wird. Über 400 Zuhörer waren im Forum der St.-Ursula Schule erschienen und verfolgten die von Lukas Sinzig und Anna Carla Kugelmeier geleitete Diskussion. Sie erlebten eine gut organisierte Veranstaltung, die kaum Fragen offen ließ.

Sauerlandkurier vom 27.5.2009, S.19.


©  Andrea Vollmert (Sauerlandkurier), Attendorn und
Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2005-2010

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