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Medienreaktionen

Westfalenpost vom 9.3.2006

Den anderen beim Hungern zusehen

Sozialwissenschaftliches Experiment am St.-Ursula-Gymnasium

Attendorn. Sozialwissenschaftliche Experimente haben am St.-Ursula-Gymnasium bereits Tradition. Mal verstummten einige Schüler drei Tage lang, mal nahmen sie in verschiedenen Fußgängerzonen als Bettler Platz, mal gingen sie für fünf Tage auf "Mars Mission" in den fensterlosen Aula-Keller. Nun steht ein neues Projekt auf dem Programm. Es trägt den Titel "Schwarzweiß" und wird vom 16. bis zum 21. März stattfinden.

  Hinter Gittern
Die Weißen haben alles, die Schwarzen nur das Nötigste. Wie lebt es sich auf engstem Raum mit so großen Unterschieden? St.-Ursula-Schüler machen den Test.
Diesmal geht es um das Aufeinandertreffen von Arm und Reich. Die Idee des Experiments, die durchaus Parallelen zu einschlägigen Fernsehformaten aufweist, ist einfach: Die Aula der Schule wird in ein "schwarzes" und ein "weißes" Feld aufgeteilt. Darauf finden sich drei Dutzend Jugendliche ein, fünf Tage und fünf Nächte lang, ohne Unterbrechung. Sie dürfen die ihnen zugewiesenen Felder in dieser Zeit nicht verlassen.

Im hinteren Teil der Aula machen es sich die "Weißen" bequem, zwölf Personen, denen es an nichts fehlt: Nahrungsmittel sind reichlich vorhanden; auf Wunsch gibt es zusätzliches Essen aus der Caféteria und vom Pizzaservice. Auch Unterhaltungselektronik (Computer, Video, Audio-Player), Regale, Tische, Stühle, eine Couchgarnitur, ein Küchentrakt mit Kühlschränken, zwei Schlafräume und großzügige Sanitäreinrichtungen gehören zum Inventar.

Davor, im vorderen Teil der Aula, durch ein paar Absperrgitter getrennt, leben die restlichen Personen, die zwei Dutzend "schwarzen" Probanden, die lediglich mit dem Notwendigsten ausgestattet sind: bescheidenen Essensvorräten, leeren Bananenkisten statt Möbeln, einer einzigen Toilette und nur einer Dusche. Fernseher, Radios, CD-Player und Handys fehlen hier ebenso wie die Möglichkeit, sich in einen "Nebenraum" zurückziehen zu können; vom Pizzaservice ganz zu schweigen.

Keine der Versuchspersonen, die sich gemeldet haben, weiß vor dem Experiment, ob sie zu den "Schwarzen" oder den "Weißen" gehören wird. Hierüber entscheidet kurz vor Versuchsbeginn das Los. Gleichwohl gab es in den 10. Klassen fast 50 Bewerbungen um die Plätze.

Wie kommen die beiden Gruppen miteinander aus? Was empfindet man, wenn man ständig die Reichen vor Augen hat, ohne an ihrem Reichtum teilhaben zu können? Und wie ist es umgekehrt, den Armen beim Hungern zuzuschauen? Diesen und weiteren Fragen gehen die Initiatoren des Versuchs nach, darunter die Oberstufen-Schüler[innen] Laura Dörken, Alexandra Schneider und Sandra Schulte, die das Verhalten der Probanden rund um die Uhr beobachten, um anschließend Facharbeiten über das Experiment zu schreiben. Eine von ihnen, Sandra Schulte, war übrigens bereits bei der "Mars Mission" dabei - damals allerdings selbst als Versuchsperson.

Weitere Informationen zu "Schwarzweiß" (Ziele, Spielregeln, Rahmenbedingungen und einige Vorab-Fotos) im Internet unter: www.st-ursula-attendorn.de/Klassen/sowi/ws/start.htm oder www.st-ursula-attendorn.de/Klassen/sowi/ak/ak_start.htm.

Westfalenpost, Nr.58 (9.3.2006), S.POEK1. Kurzmeldung unter dem Titel "Experiment: Treffen von Arm und Reich" auch auf S.1.


Westfälische Rundschau vom 9.3.2006

Wenn sich Arm und Reich begegnen

Wieder interessantes Experiment am St.-Ursula-Gymnasium - Absperrgitter trennen Welten

Versuchspersonen am Gitter
Sie sind noch bei bester Laune: die beiden Versuchspersonen Alisa (weiß) und Anna (schwarz) am Trenngitter.

Die Meldung entspricht weitgehend der in der Westfalenpost (s. o.). Beide Texte folgen der Presseinformation des St.-Ursula-Gymnasiums.
Westfälische Rundschau, Nr.58 (9.3.2006), S.ROE_2.


Sauerlandkurier vom 12.3.2006

Neues Experiment: "Schwarzweiß"

St.-Ursula-Gymnasium untersucht Arm und Reich - Gesellschaftsproblem in der Schulaula

Auch diese Meldung entspricht der in der Westfalenpost (s. o.) bzw. der Presseinformation des St.-Ursula-Gymnasiums.
Sauerlandkurier vom 12.3.2006, S.11.


©  Frank U. Kugelmeier, Attendorn 2006-2010

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